Mittwoch, 8. August 2018

Pur – Seiltänzertraum




Pur – Seiltänzertraum


Besetzung:

Hartmut Engler – Stimme
Ingo Reidl – Tasten
Roland Bless – Schlagzeug, Gesang
Joe Crawford – Bässe, Gesang
Rudi Buttas – Gitarren


Label: Intercord Records


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Pop


Trackliste:

1. Hör gut zu (4:20)
2. Seiltänzertraum (6:08)
3. Indianer (3:58)
4. Neue Brücken (4:24)
5. Hey du (3:57)
6. Heimlich (4:40)
7. Noch ein Leben (5:14)
8. Sie sieht die Sonne (4:23)
9. Nie genug (5:44)
10. Der Mann am Fenster (4:25)
11. Alles wird gut (3:56)
12. In dich (4:10)
13. Kowalski IV (0:40)

Gesamtspieldauer: 56:03




„Seiltänzertraum“ heißt das bereits siebte Studioalbum der schwäbischen Band Pur aus Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg. „Seiltänzertraum“ erschien am 1. August des Jahres 1993 und ist bis heute das zweiterfolgreichste Album der Band. Nur der Nachfolger „Abenteuerland“ verkaufte sich noch ein bisschen besser. Die Platte erschein auf dem Label Intercord Records und wurde bis heute über eineinhalb Millionen Mal verkauft.

Auf „Seiltänzertraum“ hört man Pop, der immer wieder in Richtung des Deutschen Schlagers driftet. Die E-Gitarre darf auch immer wieder mal ein kleines Solo spielen oder mal kurz aufheulen, um dem Ganzen auch einen etwas rockigeren Touch zu verleihen. Trotzdem bleibt das Pop, zumeist sehr unaufgeregt, ganz bestimmt auch melodiös, ohne dabei jedoch irgendwie hängen zu bleiben. Die Platte läuft so durch, perfekt auf Eingängigkeit getrimmt mit Texten, die zwischen den Bereichen „Fremdschämen“ und „Gelungen“ pendeln und die Themen „Liebe“, „Selbstverwirklichung“, „Sozialkritik“ und auch mal „Kirchenkritik“ abarbeiten.

Höhepunkte auf „Seiltänzertraum“ zu benennen fällt einigermaßen schwer, da die Lieder im Grunde genommen alle sehr ähnlich klingen und sehr erfolgreich auf die schnelle Eingängigkeit getrimmt wurden. Die Musik rast so durch und man fragt sich immer wieder, ob das noch das gleiche oder bereits das nächste Lied ist. Andersherum muss man allerdings auch feststellen, dass kein Titel nach unten ausbricht. Ein einmal erarbeiteter Standard wird auch nicht mehr unterboten.

Fazit: Die ideale Platte für alle, die gerne Radio hören, in denen Lieder in einer Dauerschleife angeordnet sind und die Moderatorinnen und Moderatoren am liebsten über ihre eigenen Witze lachen – und das bereits morgens um halb sechs Uhr. „Seiltänzertraum“ ist ein sehr anspruchsloses und im Grunde genommen auch belangloses Pop-Album geworden. Trotzdem enthält die Platte eingängige Musik. Ob diese auch unterhält, liegt ganz am Geschmack der Hörerin beziehungsweise des Hörers. Menschen die regelmäßig Platten kaufen werden dabei allerdings mit Sicherheit weniger zu „Seiltänzertraum“ greifen und diese Musik eher meiden. Drei Punkte.

Anspieltipps: Nie genug



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