Donnerstag, 20. September 2012

The Byrds – Younger Than Yesterday




The Byrds – Younger Than Yesterday


Besetzung:

Roger McGuinn – 12 string guitar, vocals
David Crosby – rhythm guitar, vocals
Chris Hillman – bass, vocals
Michael Clarke – drums


Gastmusiker:

Hugh Masekela – horns
Vern Gosdin – acoustic guitar
Clarence White – electric guitar


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1967


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. So You Want To Be A Rock ’n’ Roll Star (2:10)
2. Have You Seen Her Face (2:44)
3. C.T.A.-102 (2:32)
4. Renaissance Fair (1:55)
5. Time Between (1:57)
6. Everybody’s Been Burned (3:09)
7. Thoughts And Words (3:00)
8. Mind Gardens (3:50)
9. My Back Pages (3:12)
10. The Girl With No Name (1:54)
11. Why (The Lear Jet Song) (2:55)


Bonus Tracks:

12. It Happens Each Day (2:48)
13. Don’t Make Waves (1:41)
14. My Back Pages (Alternate Version) (2:46)
15. Mind Gardens (Alternate Version) (3:22)
16. Lady Friend (2:34)
17. Old John Robertson (Single Version) (5:05)

Gesamtspieldauer: 47:35




Wirklich vielschichtig ist das vierte Album der Byrds geworden, welches dieses Mal mit derselben Grundbesetzung der Band aufgenommen wurde, wie der Vorgänger. „Younger Than Yesterday“ aus dem Jahr 1967 vereinigt gleich mehrere verschiedene Musikstile in sich, die alle gleichberechtigt nebeneinander existieren.

Da gibt es Lieder, die im typischen Pop-Gewand der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts komponiert wurden („So You Want To Be A Rock ’n’ Roll Star“, „Have You Seen Her Face“, „Renaissance Fair“). Anderseits wird hier, wie bereits auf dem Vorgänger-Album „The Fifth Dimension“, auch die psychedelische Schiene gefahren („Everybody’s Been Burned“, „Thoughts And Words“, „Mind Gardens“, „Why“). Dazu gibt es auch etwas experimentellere Sachen wie „C.T.A.-102“, was heutzutage gegen Ende sogar ein wenig unfreiwillig komisch wirkt.

Aber auch der County-Sound hat Einzug gefunden in die Musik der Byrds. Auf späteren Alben sollte dies noch weiter vertieft werden. Ursprünglich verantwortlich dafür ist vor allem Chris Hillman, denn vor allem seine Kompositionen auf „Younger Than Yesterday“ („Time Between“, „The Girl With No Name“) gehen genau in diese Richtung. Und auch ein Cover von Bob Dylan ist wieder vorhanden („My Back Pages“), somit hat auch die Folk-Seite der Byrds noch ihre Berücksichtigung gefunden.

Auf der remasterten Fassung der Platte gibt es wieder einige Zugaben. „It Happens Each Day” wirkt dabei ein wenig langweilig und zäh. “Don’t Make Waves” ist erneut so eine 60er-Pop-Nummer, ganz nett anzuhören. „My Back Pages“ und „Mind Gardens“ sind in Alternativ-Versionen zu hören. Dazu gibt es mit „Lady Friend“ noch eine ganz nette Single aus den USA, die auf den regulären Alben fehlt und bei der die Bläser überzeugen können. Bei „Old John Robertson“ klingt es dann zunächst wieder sehr nach Country, immer wieder aufgelockert durch kurze Streicher- und Flöten-Einlagen. Und als „Hidden Track“ findet sich schließlich noch mal „Mind Gardens“ am Ende der Platte - dieses Mal in einer Instrumental-Version.

Fazit: „Younger Than Yesterday“ ist ein überzeugendes Album geworden, was nicht zuletzt auch an dem Stilmix liegt, der dieser Platte zugrunde liegt. Die psychedelischen Titel sind zwar ein wenig besser gelungen als der Rest, aber obwohl hier so viele Genres miteinander vermischt wurden, hat das Ganze was und weiß zu gefallen. Auch der mehrstimmige Gesang der Band ist immer klasse arrangiert und klingt bereits hier, 1967, richtig gut. Das gibt hoch verdiente zehn Punkte.


Anspieltipps: Have You Seen Her Face, Renaissance Fair, Everybody’s Been Burned, Thoughts And Words, Mind Gardens



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