Sonntag, 13. April 2014

The Tea Party – Transmission




The Tea Party – Transmission


Besetzung:

Jeff Martin – vocals, guitar, sitar, sarod, oud, banjo, mandolin, dumbek, hurdy-gurdy, esraj, percussion, theremin
Stuart Chatwood – bass guitar, guitar, keyboard instruments, harmonium, percussion, mandolin, tambura, cello, lap steel guitar, bass pedals
Jeff Burrows – drum kit, percussion, djembe, goblet drums, tabla


Gastmusiker:

Wohl eine ganze Menge, jedoch nicht weiter im Booklet zur CD aufgeschlüsselt.


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Temptation (5:33)
2. Army Ants (3:35)
3. Psychopomp (6:50)
4. Gyroscope (2:58)
5. Alarum (4:58)
6. Release (4:26)
7. Transmission (5:17)
8. Babylon (4:52)
9. Pulse (4:10)
10. Emerald (4:50)
11. Aftermath (5:44)

Gesamtrspieldauer: 49:33




The Tea Party ist eine kanadische Rock-Band, deren Musik irgendwo zwischen Hard Rock und Alternative anzusiedeln ist. Dazu gesellen sich orientalische bis indische Anleihen, was der Musik durchaus, wie auch bei den Kollegen von Kula Shaker, eine gewisse Spannung verleiht. „Transmission“ ist dabei die vierte Studio-Album-Veröffentlichung der Band aus dem Jahr 1997. Und auch hier gibt es alle Facetten dieser Musik zu hören. Trotzdem ist dieses Album ein klein wenig anders, als die restlichen Platten von The Tea Party, da dieses Mal auch mehr elektronische Einflüsse wahrzunehmen sind und die Lieder mit nur wenigen Ausnahmen fordernd und ein klein wenig aggressiv klingen.

Macht aber nichts, denn das, was dem Hörer auf „Transmission“ geboten wird ist klasse gemachter Rock, der ziemlich schnell ins Ohr geht. Und diesen einen Titel, der sich noch vom Rest der Platte abhebt, den gibt es auch auf diesem Album. „Psychopomp“ ist eine unglaublich gut gelungene Nummer, die zunächst sehr nachdenklich und zurückhaltend beginnt, sich dann immer weiter steigert und gegen Ende des Liedes fast schon explodiert. Genau so und nicht anders sollte Rock klingen, der den Hörer mitreißen will. Immer treibender und treibender, immer dichter und dichter läuft hier alles auf das unvermeidbare Ende hin. Ein Lied zum Dahinschmelzen, dem auch Nicht-Hard-Rock-Fans durchaus einiges abgewinnen können. Dazu muss noch gesagt werden, dass dieser Titel auf dem Album härter klingt, als auf dem unten angehängten YouTube-Video, bei dem den Streichern ein größerer Raum gegeben wurde als auf der Platte.

Auch der Rest des Albums hat es in sich. Gleich der erste Titel „Temptation” kann begeistern. Mit der akustischen Gitarre, etwas orientalisch angehaucht, wird die Nummer eingeleitet, bis dann der kraftvolle Beat des Schlagzeugs einsetzt. Alles scheint zu vibrieren und genau für solche Titel sind Kopfhörer erfunden worden oder aber Nachbarn, die ganz, ganz weit weg wohnen. Und so reiht sich Titel an Titel und es lässt sich wahrlich keine schlechte Nummer ausmachen. Alles hat seine Qualität, wirkt und dabei fällt immer wieder dieses Zusammenspiel des Rocks mit östlicheren Klängen auf, welche hier wie füreinander bestimmt zu sein scheinen.

Einige wenige ruhigere Titel gibt es allerdings auch auf „Transmission“. „Release” ist eine solche, hier kommen jetzt die elektronischen Einflüsse zum Tragen, die die Nummer ein wenig sphärisch wirken lassen. Der Titelsong „Transmission“ dagegen ist eine sehr rhythmische und orientalische Angelegenheit, die sich ebenfalls steigert und auch ein paar schrägere Töne beziehungsweise Geräusche aufweist. Ansonsten ist nur noch „Aftermath“ relaxter und erneut etwas sphärisch gehalten, der Rest der Platte rockt einfach und das auf eine sehr überzeugende Weise.

Fazit: The Tea Party haben zwar bereits mehr als 1,6 Millionen Alben verkauft - allerdings hauptsächlich in ihrem Heimatland Kanada. Ansonsten ist die Band eher immer noch weitestgehend unbekannt. Schade, denn hier lohnt es sich wahrlich für alle Rock-Freunde mal genauer hinzuhören. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Temptation, Psychopomp, Gyroscope



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