Sonntag, 24. Mai 2015

Peter Hammill – Nadir’s Big Chance




Peter Hammill – Nadir’s Big Chance


Besetzung:

Peter Hammill – voice, guitars, piano, bass


Gastmusiker:

David Jackson – saxophone
Hugh Banton – bass, piano, organ
Guy Evans – drums


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Nadir's Big Chance (3:33)
2. The Institute Of Mental Health, Burning (3:32)
3. Open Your Eyes (5:13)
4. Nobody's Business (4:09)
5. Been Alone So Long (4:11)
6. Pompeii (4:25)
7. Shingle Song (4:15)
8. Airport (3:04)
9. People You Were Going To (5:05)
10. Birthday Special (3:36)
11. Two Or Three Spectres (6:20)

Gesamtspieldauer: 47:29




„Nadir’s Big Chance“ nannte Peter Hammill sein fünftes Studio-Soloalbum, welches im Februar 1975 veröffentlicht wurde. Und obwohl alle anderen drei Musiker von Van Der Graaf Generator hier ebenfalls wieder mit vertreten sind, so ist die Platte doch eindeutig ein Peter Hammill Album geworden und keine Van Der Graaf Generator Scheibe. Auf „Nadir’s Big Chance“ gibt es die ganze Bandbreite im Schaffens des Peter Hammill zu hören. Aggressiven Rock, etwas Experimentelles und natürlich auch diese wunderschönen und eingängigen Balladen, für die Peter Hammill ebenfalls schon immer stand und steht. 

Angeblich hat sogar Johnny Rotten gesagt, dass diese Platte hier die Sex Pistols und überhaupt die Punkbewegung schwer beeindruckt und beeinflusst hatte und für dieses Genre richtungsweisend gewesen wäre. Das wiederum lässt mich schon etwas erstaunt zurück, denn Punk, nein Punk höre ich hier wahrlich nicht heraus. Auch wenn die Musik mal etwas härter wird, Punk klingt irgendwie anders. Außerdem war Progressive Rock der „Feind“ schlechthin für den Punk. Darf dann ein progressiver Musiker den Grundstein für dieses Musikgenre legen? Nun, zumindest geht Peter Hammill hier schon andere Wege, wird direkter in seiner Musik, die Songs sind kürzer, kompakter als bei Van Der Graaf Generator.

Immer präsent auf „Nadir’s Big Chance“ ist auch David Jackson mit seinem Saxophon und das ist sehr gut so, macht es doch die Musik sehr viel spannender und abwechslungsreicher. Egal ob gerockt wird oder eben die leiseren Töne im  Vordergrund stehen, das Saxophon ist immer ein integraler und bereicherndes Instrument und gleichzeitig auch Stilmittel. Peter Hammill schafft es hier zudem auch wieder, wunderschöne Melodien zu kreieren, in die sich einzutauchen wahrlich lohnt.

Fazit: Ein unglaublich abwechslungsreiches Album ist „Nadir’s Big Chance“ geworden. Irgendwie eine Werkschau des Peter Hammill, was dieser alles zu komponieren imstande ist. Auch ein wahrlich eindrucksvolles und überzeugendes Album ist diese, seine fünfte Soloscheibe geworden. Nicht so vertrackt, wie oftmals Van Der Graaf Generator Alben, etwas einfacher und geradliniger. Naja, vielleicht liegt hier ja wirklich der Punk begraben und musste nur von anderen Musikern noch völlig freigeschaufelt werden. Wer weiß das schon? Zwölf Punkte.

Anspieltipps: The Institute Of Mental Health Burning, Shingle Song, Airport



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