Sonntag, 10. Juli 2016

The Sisters Of Mercy – Floodland




The Sisters Of Mercy – Floodland


Besetzung:

Andrew Eldritch – vocals, keyboards, synthesizers, guitar, bass guitar, programming
Patricia Morrison – bass guitar, vocals
Doktor Avalanche – drums


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1987


Stil: Gothic Rock, Dark Wave


Trackliste:

1. Dominion / Mother Russia (7:01)
2. Flood I (6:22)
3. Lucretia My Reflection (4:56)
4. 1959 (4:10)
5. This Corrosion (10:55)
6. Flood II (6:46)
7. Driven Like The Snow (6:27)
8. Never Land (A Fragment) (2:56)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung:

9. Torch (3:49)
10. Colours (7:18)

Gesamtspieldauer: 1:00:45




„Floodland“ heißt das zweite, bekannteste und erfolgreichste Album der englischen Gothic Rock Band The Sisters Of Mercy, die sich mit dieser Scheibe allerdings endgültig zu einer Art Ein-Mann-Unternehmung des Andrew Eldritch entwickelt hatte. Andrew Eldritch zeichnet sich auf „Floodland“ für alle Kompositionen verantwotlich und spielte auch den allergrößten Teil der Instrumente selbst ein. Seit der letzten Veröffentlichung der Sisters Of Mercy hatte Andrew Eldritch zwischenzeitlich mit der Band Sisterhood ein Album veröffentlicht, was jedoch bei Kritikern und Fans floppte. So entschied er sich The Sisters Of Mercy wiederzubeleben und nahm einen Titel, „This Corrosion“, der eigentlich für das zweite Sisterhood Album gedacht war, als Grundlage für die neue The Sisters Of Mercy Platte.

Auf „Floodland hört man sehr Synthesizer-lastigen Gothic Rock, der praktisch immer und an jeder Stelle dunkel und düster klingt. Allerdings gehen die einzelnen Titel der Scheibe auch durchaus gut ins Ohr. Lieder wie „Dominion / Mother Russia“ und natürlich „This Corrosion“ zünden sofort beim ersten Mal des Hörens und setzen sich fest. „This Corrosion“ entwickelte sich vor allen Dingen in England und Deutschland zum Hit und wurde dort in den entsprechenden Clubs rauf- und runtergespielt. Die Nummer beginnt ziemlich untypisch mit vielen „Aaahs“ und „Ooohs“ weiblicher wie männlicher Chorstimmen. Dann setzen Rhythmus und Instrumente ein und das Lied groovt, immer wieder ergänzt durch diese Chorstimmen. Trotz seiner knapp zwölfminütigen Spieldauer passiert in dem Lied nicht allzu viel. Klar, die Nummer geht ins Ohr, sehr schnell sogar, durch die vielen Wiederholungen ist es allerdings auch eine Art meditativer Ansatz, der dieses Stück zu etwas Besonderem werden lässt.

Auch der Rest auf „Floodland“ kann sich hören lassen, wobei hier das Lied „1959“ noch ein wenig vor den anderen hervorsticht. Nur Piano und Gesang sind hier zu hören, erneut sehr eingängig komponiert und arrangiert, umschmeicheln hier die weichen Töne das Ohr von Hörerin und Hörer. Dabei kommt natürlich der sehr intensive Gesang des Andrew Eldritch besonders gut zum Tragen, der hier seine Worte fast schon beschwörerisch ins Mikro hineinhaucht.

Fazit: Ein schönes und abwechslungsreiches Album ist „Floodland“ von den Sisters Of Mercy geworden. Im Alleingang komponiert und fast im Alleingang eingespielt, hat Andrew Eldritch auf dieser Scheibe so ziemlich alles richtig gemacht. Einige Höhepunkte hält die Platte für die Hörerinnen und Hörer parat und wird dann überzeugen, wenn man düsteren Gothic Rock zu schätzen weiß. Zudem klingt einem hier einmal mehr der Sound der 80er Jahre entgegen. Wer die Musik dieser Zeit mag, wird auch „Floodland“ mögen. Elf Punkte.

Anspieltipps: 1959, This Corrosion



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