Mittwoch, 4. Januar 2017

The Slow Show – White Water




The Slow Show – White Water


Besetzung:

Robert Goodwin – vocals, guitar
Joel Byrne-McCullough – lead guitar
Frederik ‘T Kindt – keyboards
James Longden – bass
Christopher Hough – drums


Gastmusiker:

Kesha Ellis – backing vocals (4, 8)
Jenna McBride – cornet (1, 3, 7, 8)
Jess Trederea – cornet (5, 11)
Sheona White – tenor horn (1, 3, 8, 9)
Anita Milde – tenor horn (11)
Adrian Sandham – euphonium (11)
David Price – trombone (2, 3, 7, 8, 9)
Jon Davies – e-flat & b-flat bass (2, 3, 8, 9)
Liz Barras – french horn (5)
Maria Bonner – violin (7, 9)
Belinda Hammond – violin (4, 6)
Thea Spiers – violin (4, 6)
Alexandra Fletcher – viola (4, 6)
Elinor Gow – cello (4, 6)
Adrianne Wininsky – cello (2, 3, 5, 9)


Label: Haldern Pop Recordings


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Rock, Art Pop


Trackliste:

1. Dresden (5:03)
2. Long Way Home (3:50)
3. Bloodline (5:09)
4. Testing (3:53)
5. Brother (4:02)
6. Bad Day (3:36)
7. Augstine (3:15)
8. Paint You Like A Rose (3:30)
9. Flowers To Burn (3:57)
10. Lucky You, Lucky Me (4:13)
11. God Only Knows (4:15)

Gesamtspieldauer: 44:47




Der Name ist Programm bei der englischen Band The Slow Show. Alles klingt hier sanft, langsam, ruhig, leise, absolut unaufgeregt. Die elf Lieder ihres Debut-Albums aus dem Jahr 2014 zeigen dies in jedem Akkord, in jedem Takt, mit jedem Ton – oder besser, The Slow Show lässen all dies erklingen. Veröffentlicht wurde „White Water“ auf dem Label Haldern Pop Recordings und ist angefüllt mit absolut melodischer und eingängiger Musik. Die Lieder der Scheibe entwickeln sich meist in deren Verlauf und leben davon, dass neben den klassischen Pop- und Rock-Instrumenten wie Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboards noch jede Menge weiterer Streicher und Bläser hier ihre Einsätze finden und die Musik immer weiter und dichter anschwellen lassen.

Absolut eingängig ist diese sanfte Musik, die zwar leise und unaufgeregt klingt, allerdings dabei doch mitreißen kann. Das beginnt gleich mit dem überragenden Opener „Dresden“, der wie ein kirchlicher Choral beginnt und dann in ein absolut intensives Lied, untermalt mit Piano und Chor übergeht. All diese Zutaten werden durch den sehr charismatischen und ausdrucksstarken Gesang des Robert Goodwin noch mehr unterstrichen. Leider eröffnet sich einem nicht so ohne Weiteres die Bedeutung des Textes, packend und auch ein klein wenig bedrückend wirkt es allerdings.

Nun, um die Höhepunkte auf dieser Scheibe aufzuführen, bedarf es einiger Überlegungen, denn irgendwie überzeugen alle Stücke auf „White Water“, sodass man den nun nicht genannten Liedern nicht ganz gerecht werden würde. Aber neben dem Auftakttitel „Dresden“ sollte man hier auf jeden Fall „Bloodline“, „Testing“, „Brother“, „Augstine“ oder „Paint You Like A Rose“ nennen. Oder hätte ich doch lieber die anderen Lieder aufführen sollen? Egal, so ziemlich alles von „The Slow Show“ auf „White Water“ wirkt. Gerade die Arrangements mit den Blasinstrumenten und Streichern, machen diese Musik so voll und intensiv, da lohnt sich so ziemlich alles gehört zu werden.

Fazit: Mal wieder ein ganz anderer Sound ist The Slow Show da mit ihrem Erstlingswerk „White Water“ gelungen. Diese Musik ist ganz bestimmt nicht alltäglich. Sanfte Musik, Bläser, Streicher und der Gesang des Robert Goodwin, der mich entfernt an den der Marla Glen erinnert, das sind die Zutaten der Lieder von The Slow Show. Alles wirkt sanft und weich, ist absolut melodiös und geht bereits mit dem ersten Male des Hörens ins Ohr. Musik zum Entspannen und zum Genießen der ruhigen Stunden des Lebens. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Dresden, Bloodline, Testing



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