Sonntag, 20. April 2014

The Beatles – The Beatles




The Beatles – The Beatles


Besetzung:

John Lennon – lead, harmony and background vocals; acoustic, lead, bass and rhythm guitars, keyboards (electric and acoustic pianos, hammond organ, harmonium and mellotron), extra drums and assorted percussion (tambourine, maracas, cymbals, thumping on the back of an acoustic guitar, handclaps and vocal percussion), harmonica, whistling and saxophone; tapes, tape loops and sound effects (electronic and home-made)
Paul McCartney – lead, harmony and background vocals, acoustic, lead, rhythm and bass guitars, keyboards (electric and acoustic pianos and hammond organ), assorted percussion (timpani, tambourine, cowbell, hand shake bell, handclaps, foot taps and vocal percussion), drums (on "Back In The U.S.S.R.", "Dear Prudence", "Wild Honey Pie", and "Martha My Dear"), recorder and flugelhorn, sound effects
George Harrison – lead, harmony and background vocals, acoustic, rhythm, bass and lead guitars, hammond organ, extra drums and assorted percussion (tambourine, handclaps and vocal percussion) and sound effects
Ringo Starr – drums and assorted percussion (tambourine, bongos, cymbals, maracas and vocal percussion), electric piano and sleigh bell (on "Don't Pass Me By"), lead vocals (on "Don't Pass Me By" and "Good Night") and backing vocals ("The Continuing Story Of Bungalow Bill")


Gastmusiker:

Eric Clapton – lead guitar on "While My Guitar Gently Weeps"
Mal Evans – backing vocals and handclaps on "Dear Prudence", handclaps on "Birthday", trumpet on "Helter Skelter"
Jack Fallon – violin on "Don't Pass Me By"
Grant Mansell – drums on "Martha My Dear"
Pattie Harrison – backing vocals on "Birthday"
Jackie Lomax – backing vocals and handclaps on "Dear Prudence"
Maureen Starkey – backing vocals on "The Continuing Story of Bungalow Bill"
Yoko Ono – backing vocals, brief lead vocals and handclaps on "The Continuing Story of Bungalow Bill", backing vocals on "Birthday", speech, tapes and sound effects on "Revolution 9"
Ted Barker – trombone on "Martha My Dear"
Leon Calvert – trumpet and flugelhorn on "Martha My Dear"
Henry Datyner, Eric Bowie, Norman Lederman and Ronald Thomas – violin on "Glass Onion"
Bernard Miller, Dennis McConnell, Lou Soufier and Les Maddox – violin on "Martha My Dear"
Reginald Kilby – cello on "Glass Onion" and "Martha My Dear"
Eldon Fox  – cello on "Glass Onion"
Frederick Alexander  – cello on "Martha My Dear"
Harry Klein – saxophone on "Savoy Truffle" and "Honey Pie"
Dennis Walton, Ronald Chamberlain, Jim Chest and Rex Morris – saxophone on "Honey Pie"
Raymond Newman and David Smith – clarinet on "Honey Pie"
Art Ellefson, Danny Moss, and Derek Collins – tenor sax on "Savoy Truffle"
Ronnie Ross and Bernard George – baritone sax on "Savoy Truffle"
Alf Reece – tuba on "Martha My Dear"
The Mike Sammes Singers – backing vocals on "Good Night"
Stanley Reynolds and Ronnie Hughes – trumpet on "Martha My Dear"
Tony Tunstall – French horn on "Martha My Dear"
John Underwood and Keith Cummings – viola on "Glass Onion"
Leo Birnbaum and Henry Myerscough – viola on "Martha My Dear"


Label: Apple


Erscheinungsdatum: 1968


Stil: Rock


Trackliste:

Disk: 1

1. Back In The U.S.S.R. (2:43)
2. Dear Prudence (3:57)
3. Glass Onion (2:18)
4. Ob-La-Di, Ob-La-Da (3:09)
5. Wild Honey Pie (1:01)
6. The Continuing Story Of Bungalow Bill (3:06)
7. While My Guitar Gently Weeps (4:45)
8. Happiness Is A Warm Gun (2:44)
9. Martha My Dear (2:29)
10. I'm So Tired (2:03)
11. Blackbird (2:18)
12. Piggies (2:04)
13. Rocky Raccoon (3:41)
14. Don't Pass Me By (3:42)
15. Why Don't We Do It In The Road? (1:42)
16. I Will (1:46)
17. Julia (2:54)


Disk: 2

1. Birthday (2:43)
2. Yer Blues (4:01)
3. Mother Nature's Son (2:48)
4. Everybody's Got Something To Hide Except Me And... (2:25)
5. Sexy Sadie (3:15)
6. Helter Skelter (4:30)
7. Long, Long, Long (3:04)
8. Revolution 1 (4:16)
9. Honey Pie (2:41)
10. Savoy Truffle (2:55)
11. Cry Baby Cry (3:11)
12. Revolution 9 (8:13)
13. Good Night (3:12)

Gesamtspieldauer: 1:33:37




Das neunte Album der Beatles, kurz nur mit „The Beatles“ betitelt und in Fankreisen auch als „The White Album“ bezeichnet, stellt in vielerlei Hinsicht in der Diskographie der Beatles etwas Besonderes dar. Da ist zum einen mal die Lauflänge von über anderthalb Stunden, des im Jahr 1968 veröffentlichten Albums, welches die Platte zu einem Doppelalbum werden ließ. Das einzige Studio-Album der Beatles mit einer solch langen Laufzeit. George Martin war dies jedoch überhaupt nicht recht, der in vielen Liedern nicht das Potenzial sah und lieber ein Album mit etwa der Hälfte der Lieder veröffentlicht hätte, wobei sich die vier Musiker dann auf die besten Titel hätten konzentrieren können. Als er die Beatles davon jedoch nicht überzeugen konnte, zog er sich häufiger zurück und überließ das Produzieren Chris Thomas.

Ebenfalls eine Besonderheit besteht darin, dass hier Paul McCartney auch bei manchen Songs am Schlagzeug zu hören ist. Das wiederum lag daran, dass sich Ringo Starr in seiner Rolle nicht mehr wohlfühlte und nach Sardinien flüchtete. Der Aufnahmeprozess hatte jedoch bereits begonnen und so spielte Paul McCartney einige Titel an den Drums selbst ein. Die restlichen Band-Mitglieder konnten Ringo Starr dann jedoch mit vielen netten Worten zu einer Rückkehr überreden. Trotzdem „krachte“ es in der Band weiter, da nun Yoko Ono an der Seite von John Lennon immer zugegen war und hier auch bei zwei Titeln beim Gesang zu hören ist, was wiederum Pal McCartney nicht wirklich erfreute. Das Ende der Beatles schien zu nahen, was bereits ein Jahr zuvor, durch den plötzlichen Tod ihres Managers Brian Epstein, eingeleitet worden war.

Das Besondere an „The Beatles“ ist neben der Lauflänge und den Umständen seiner Entstehung auch die Musik auf der Platte. Bei diesen dreißig Titeln versuchten sich die vier Musiker an jeder Menge unterschiedlicher Musik-Genres. So gibt es hier neben Pop und Rock auch psychedelische Musik zu hören, genauso wie Rock’n’Roll, Folk, Balladen, Dance-House-Music- und Kammermusik-Anleihen, Blues, Soundkollagen und es werden noch weitere Stile in der Literatur zu diesem Album angeführt, die sich allerdings dann in einem sehr rudimentären Zustand darbieten.

Dieses weite Feld an Musik macht auch den sehr interessanten Moment dieses Albums aus. Fast möchte man George Martin widersprechen und den Beatles zu ihrer Entscheidung beglückwünschen, doch alle Titel auf dem Album zu verewigen. Bei dreißig Nummern, die auch noch in relativ kurzer Zeit entstanden, kommt es zwar fast schon zwangsweise dazu, dass sich auch schwächere Stücke auf „The Beatles“ einschlichen, beziehungsweise solche, mit den man je nach Musikgeschmack deutlich weniger anzufangen weiß, jedoch überwiegen ganz eindeutig die gelungenen Lieder. Zudem befinden sich auf den beiden Scheiben auch Nummern, die einem als „Nicht-Beatles-Kenner“ vielleicht noch gar „über den Weg gelaufen“ sind, denn nicht alle hier vorhandenen Lieder laufen in den diversen Radiostationen oder bei Dokumentationen über die Band, sodass „The Beatles“ in gewisser Weise auch eine kleine Wundertüte darstellt, bei der der Hörer jede Menge neue Facetten in der Musik der Beatles entdecken kann.

Fazit: „The Beatles“ ist ein sehr abwechslungsreiches, spannendes und ein Album geworden, welches für den Hörer einige Überraschungen bereithält. Man kann sich bei dieser Scheibe nie auf eine bestimmte Musik einstellen, alles ist im Wandel und vieles scheint hier neu erfunden worden zu sein. Das macht das Album zu etwas ganz Besonderem und Einzigartigen, welches nur, falls noch nicht geschehen, auf seine Entdeckung wartet. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Dear Prudence, While My Guitar Gently Weeps, Piggies, Cry Baby Cry



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