Mittwoch, 11. April 2018

The Verve – A Storm In Heaven




The Verve – A Storm In Heaven


Besetzung:

Richard Ashcroft – vocals, acoustic guitar on "See You In The Next One (Have A Good Time)", percussion on "Already There", "Beautiful Mind", "The Sun, The Sea", "Virtual World" und "Blue"
Nick McCabe – guitars, piano on "Beautiful Mind" and "See You In The Next One (Have A Good Time)", accordion on "See You In The Next One (Have A Good Time)", keyboard on "Make It 'Til Monday"
Peter Salisbury – drums, percussion on "Star Sail" and "Virtual World"
Simon Jones – bass, backing vocals on "Star Sail"


Gastmusiker:

Simon Clarke – solo flute on "Virtual World", horn arrangements
Kick Horns – trumpets, saxophones on "Already There", "The Sun, The Sea", und "Butterfly"
Yvette Lacey – chorus flute on "Virtual World"
Roddy Lorimer – horn arrangements


Label: Hut Recordings


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Psychedelic Rock, Shoegazing, Dream Pop


Trackliste:

1. Star Sail (3:59)
2. Slide Away (4:03)
3. Already There (5:38)
4. Beautiful Mind (5:27)
5. The Sun, The Sea (5:16)
6. Virtual World (6:20)
7. Make It 'Til Monday (3:05)
8. Blue (3:25)
9. Butterfly (6:39)
10. See You In The Next One (Have A Good Time) (3:07)

Gesamtspieldauer: 47:03




„A Storm In Heaven“ heißt das erste offizielle Studio-Album der britischen Band The Verve, die sich hier noch kurz mit „Verve“ betitelte, sich jedoch nach der Veröffentlichung aus Sorge vor einem Rechtsstreit mit dem Plattenlabel Verve Records in The Verve umbenannte. „A Storm In Heaven“ wurde am 21. Juni 1993 auf dem Plattenlabel Hut Recordings veröffentlicht und kletterte in den britischen Albumcharts bis auf Platz 27. Auf dem Album ist durchaus besondere Musik zu hören, denn die Musiker unternehmen hier den Versuch, Ambient-Klänge mit Rock zu kombinieren. Das Ergebnis ist ganz und gar nicht alltäglicher Rock.

Sowohl der Gesang wie auch die Gitarren-Spuren wurden mit sehr viel Echo und Hall versehen, was der Musik einen sehr psychedelischen Anstrich verleiht. Alles klingt ein wenig entrückt und wie in Watte getaucht, man hört die Musik durch eine Art Schleier, der aus vielen dichten musikalischen Lagen zu bestehen scheint. Diese etwas unwirkliche klingende und durchaus auch dunkel aus den Boxen quellende Atmosphäre schwebt über dem ganzen Album, was das Hörerlebnis sehr intensiv und auf eine bestimmte Art auch anders werden lässt.

Allerdings sehnt man sich beim Anhören von „A Storm In Heaven“ fast ein wenig nach den hellen und klaren Tönen, die hier allerdings nur wenig anzutreffen sind. Am ehesten vielleicht noch bei dem etwas rockigeren Stück „The Sun, The Sea“. Bei der Nummer „Butterfly“ wird die Musik dann noch ein wenig experimenteller und artet in ein kaum mehr strukturiertes Klanggebilde aus, was allerdings die Herzen gerade jener Hörerinnen und Hörer höherschlagen lassen dürfte, die solch experimentelle und außergewöhnliche Ansätze in der Musik zu schätzen wissen. Ganz klar heben sich The Verve hier vom Massenmarkt ab und radiotauglich ist diese Art der Musk auch keinesfalls. Die Lieder gehen nicht unbedingt ins Ohr, die Musik will durchaus erarbeitet werden und wirkt mit jedem weiteren Durchlauf intensiver.

Fazit: Ein sehr dunkles und atmosphärisch dichtes Album haben The Verve mit „A Storm In Heaven“ vorgelegt. Ein Debut-Album, dass nur wenig mit den später deutlich strukturierteren Alben der Band zu tun hat. Verve klingen hier wesentlich experimenteller und undurchdringlich. Die Lieder stellen eine Mischung aus musikalischen Ambient-Lagen, die auf Rock-Musik treffen dar. Vergleichbar ist das alles mit wenigem in der populären Musik. Neun Punkte.

Anspieltipps: The Sun The Sea, Butterfly



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