Samstag, 27. Januar 2018

PJ Harvey – White Chalk




PJ Harvey – White Chalk


Besetzung:

PJ Harvey – vocals, piano, acoustic guitar, bass, keyboards, zither, harmonica, harp, cigfiddle


Gastmusiker:

John Parish – drums, bass guitar, acoustic guitar, banjo, percussion, backing vocals
Eric Drew Feldman – piano, keyboards, optigan, mellotron, minimoog, backing vocals
Jim White – drums, percussion
Nico Brown – concertina, backing vocals (on "Before Departure")
Andrew Dickson – backing vocals (on "Before Departure")
Bridget Pearse – backing vocals (on "Before Departure")
Martin Brunsden – backing vocals (on "Before Departure")
Nick Bicât – backing vocals (on "Before Departure")


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2007


Stil: Chamber Rock


Trackliste:

1. The Devil (2:57)
2. Dear Darkness (3:10)
3. Grow Grow Grow (3:23)
4. When Under Ether (2:25)
5. White Chalk (3:13)
6. Broken Harp (1:58)
7. Silence (3:11)
8. To Talk To You (4:00)
9. The Piano (2:36)
10. Before Departure (3:49)
11. The Mountain (3:11)

Gesamtspieldauer: 33:57



„White Chalk“ nannte die Engländerin Polly Jean Harvey ihr achtes Studioalbum. Veröffentlicht wurde „White Chalk“ am 24. September des Jahres 2007, einmal mehr auf dem Plattenlabel Island Records. Der Name des Albums scheint irgendwie bereits darauf hinzuweisen, alles klingt anders auf dieser Scheibe, nichts ist mehr zu vergleichen mit den vorherigen Veröffentlichungen der Polly Jean Harvey. Sehr intensiven Chamber Rock präsentiert die Musikerin hier ihren Hörerinnen und Hörern. Verträumte, verspielte, nachdenkliche, melancholische, sentimentale und immer sehr Piano-lastige Musik zelebriert PJ Harvey förmlich auf „White Chalk“.

Nachdem Polly Jean Harvey ihr letztes Album noch praktisch im Alleingang eingespielt hatte, so holte sie sich für „White Chalk“ wieder Unterstützung von anderen Musikern. Die Musik wie die Texte komponierte beziehungsweise textete sie allerdings erneut völlig alleine. Die Musik auf „White Chalk“ ist eine sehr ruhige und sanfte. PJ Harvey singt höher, als noch auf den Alben zuvor, ihre Stimme klingt zerbrechlich. Fast schon hat man das Gefühl, alles Böse von ihr fernhalten zu müssen, so engelsgleich klingt ihr Gesang in Verbindung mit dieser verträumten, meist nur sehr sanft instrumentierten Musik. Diese Kombination lässt die Lieder auf „White Chalk“ auch so überaus intensiv und einnehmend werden und immer weiter und weiter wachsen. Das ebenso verträumt wirkende Cover-Photo ergänzt das Gehörte dabei perfekt.

Es gibt jede Menge Höhepunkte auf „White Chalk“. Alle elf Nummern des Albums sind sehr sanfte und ruhige Lieder, zumeist sehr melodisch und harmonisch gehalten. „Dear Darkness“, „When Under Ether“, das Titellied „White Chalk“ und „The Piano“ kann man hier nochmals besonders herausheben, doch ganz fair ist das nicht, denn auch die restlichen sieben Stücke besitzen etwas Besonderes, was sich zu hören lohnt. Ins Ohr geht dabei jeder Akkord bereits nach wenigen Durchläufen des Albums und besitzt bei der nächsten Begegnung auch den entsprechenden Wiedererkennungswert.

Fazit: Musik kann intensiv klingen und das Leben kurz verzaubern. Dabei muss sie weder laut, noch schnell, noch aufregend klingen. Im Falle von PJ Harveys „White Chalk“ sind es gerade jene verträumten, sanften und melancholischen Töne, die dieses Album zu dem machen, was es ist: Eine wunderschöne Platte, die Musik beinhaltet, die das Leben im Moment des Hörens beeinflusst. Einfach schön. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Dear Darkness, When Under Ether, White Chalk, The Piano



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