Samstag, 27. Juli 2019

Hugo Race Fatalists – Taken By The Dream




Hugo Race Fatalists – Taken By The Dream


Besetzung:

Hugo Race – voice, steelstring, electric & 12-string guitars, upright & grand pianos, Hammond organ, mellotron, moog, solina strings, pumpharmonium


Gastmusiker:

Francesco Giampaoli – upright & electronic bass
Diego Sapignoli – drums, maraca, bordo, vibraphone, congas, marimba, timpano, naccere, campana
Lisa Crawley – vocals
Vicki Brown – violin
Michelangelo Russo – soprano, harmonica
Julitha Ryan – clavinet
Chris Brokaw – electric guitar
Caterina Arniani – vocal
Bryan Colechin – vocal


Label: Glitterhouse Records


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Independent Rock, Post Rock


Trackliste: 

1. Phenomenon (3:29)
2. This Is Desire (4:57)
3. Bow & Arrow (4:32)
4. Heaven & Hell (4:11)
5. Fools Gold (5:21)
6. Gonna Get High (4:14)
7. Symphony (3:28)
8. Altered States 4:31)
9. Smoking Gun (5:20)
10. Taken By The Dream (5:50)

Gesamtspieldauer: 45:58



Der australische Musiker Hugo Justin Race veröffentlichte vier Platten mit der Band The Wreckery, war an sechs Alben von Nick Cave & The Bad Seeds beteiligt, an achtzehn Scheiben unter der Überschrift Hugo Race & The True Spirit. Fünf seiner Alben erschienen lediglich unter seinem Namen, sechs mit DirtMusic, drei mit Sepiatone, eine mit Transfargo, ebenfalls je eine mit Hugo Race & Michelangelo Russo sowie Catherine Graindorge & Hugo Race und schließlich zwei Alben mit Hugo Race & Fatalists. Halt, daraus wurden inzwischen drei Alben, denn „Taken By The Dream“ von Hugo Race & Fatalists erschien am 26. April 2019 auf dem Plattenlabel Glitterhouse Records.

Ganz schön umtriebig ist Hugo Race also, umso mehr überrascht es immer wieder, dass all diese Veröffentlichungen des Australiers durchaus Qualität aufweisen und nichts – zumindest soweit ich die Musik kenne – „schnell mal“ veröffentlicht wurde. Nicht anders ist es mit seinem neuesten Werk „Taken By The Dream“ von Hugo Race & Fatalists. Auf der Scheibe hört man intensiven und dunkel klingenden Independent Rock, der bis in das Genre des Post Rocks hineinreicht, stark im ruhigeren Bereich angesiedelt und lediglich an wenigen Stellen im Mid-Tempo beheimatet. Die Platte geht dabei durchweg ins Ohr und bedarf hier auch keiner langen Anlaufzeit. Man muss sich allerdings auf die Musik einlassen, die die ganze Aufmerksamkeit der Zuhörerin beziehungsweise des Zuhörers erfordert. Keine Musik zum „Nebenbeihören“, damit wäre diese Scheibe definitiv verschenkt. Und man muss sich ebenso auf die dunkle bis melancholische Stimmung der Scheibe einlassen können. Definitiv keine Musik für Clowns oder Abtänzer, aber ich habe gehört, dass auch Clowns ab und an weinen müssen. Mit „Taken By The Dream“ haben sie die Untermalung ihrer traurigen Stimmung gefunden.

Die Höhepunkte auf „Taken By The Dream“ heißen für meine Ohren „This Is Desire”, „Heaven & Hell” sowie „Smoking Gun“. Alles drei sehr intensive Nummern, die sich lohnen gehört zu werden. Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle allerdings auch erwähnt, dass hier wohl auch drei andere Titelnamen hätten stehen können, denn bis auf die Nummer „Symphony“, die mich einfach nicht packt, sind die Unterschiede zwischen den restlichen Titel nur marginal, was das Gefühl angeht, welches sie verbreiten.

Fazit: Eine schöne Platte voller ruhiger und eingängiger Lieder ist Hugo Race und seinen Fatalists mit dem Album „Taken By The Dream“ gelungen. Dichte und tiefergehende Musik, die einen packt und eine intensive, eher dunkle Atmosphäre verströmt. Nichts für die Partygänger-Stimmung, sehr viel eher für die besinnlichen Stunden des Tages beziehungsweise noch besser der Nacht geeignet. Zehn Punkte.

Anspieltipps: This Is Desire, Heaven & Hell, Smoking Gun



Sonntag, 14. Juli 2019

Novalis – Banished Bridge




Novalis – Banished Bridge


Besetzung:

Heino Schünzel – Bass
Jürgen Wenzel – Gesang und Akustik-Gitarre
Lutz Rahn – Orgel, Klavier, Mellotron, Synthesizer
Hartwig Biereichel – Schlagzeug und Percussion


Label: Vertigo


Erscheinungsjahr: 1973


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Banished Bridge (17:12)
2. High Evolution (4:31)
3. Laughing (9:13)
4. Inside Of Me (Inside Of You) (6:38)

Gesamtspieldauer: 37:36




„Banished Bridge“ heißt das erste Studioalbum der Hamburger Band Novalis, welches im Jahr 1973 ursprünglich auf dem Plattenlabel Brain erschien. Das Album wurde komplett ohne E-Gitarren eingespielt und darauf zu hören sind neben den vier Bandmitgliedern auch noch drei nicht namentlich aufgeführte Bläser. Die Zahl der Musiker wurde noch durch ebenso anonym gebliebene sechs Background-Sängerinnen ergänzt, die eigentlich im Hamburger Studio für eine Single-Aufnahme von Roberto Blanco engagiert worden waren, jedoch von Produzent Jochen Petersen zur Teilnahme an den Aufnahmen zu „Banished Bridge“ überzeugt werden konnten.

Auf dem Album hört man vier Stücke, die allesamt in englischer Sprache eingesungen wurden. Auf den folgenden Alben wechselte die Band zu deutschen Texten, wobei diese oft vom Namensgeber der Band, dem frühromantischen Dichter Friedrich Freiherr von Hardenberg stammen, der sich das Pseudonym „Novalis“ verlieh. Die vier Titel auf „Banished Bridge“ sind ein schönes Beispiel für gelungenen Progressive Rock „Made in Germany“ in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts. Eingängig, abwechslungsreich und zum Teil auch experimentell verspielt. Sanfte Passagen wechseln sich mit rockigeren Abschnitten ab, immer legt die Band dabei Wert auf Melodiösität. Die Harmonien treffen und verfangen sich. Der Sound der Band ist dabei stark Orgel- und Synthesizer-lastig. Die Musik auf „Banished Bridge“ klingt voll und dicht, durchdacht, spannend und niemals langweilig. Das Fehlen einer E-Gitarre hinterlässt in diesem Falle keinen negativen Eindruck.

Alle vier Titel auf „Banished Bridge“ sind gelungen und überzeugen. Wunderschön kann man in die Lieder eintauchen und sich der Musik hingeben. Bei der Nummer „High Evolution“ klingt der Keyboardlauf im Hintergrund zu Beginn zwar etwas hektisch, doch ist dies wahrlich der einzige kleine musikalische Kritikpunkt, den man an dieser Stelle anführen kann. Allerdings gibt es in der Geschichte der Pop- und Rock-Musik ganz sicher kreativer gestaltete Platten-Cover. Die Musik wirkt dafür deutlich mehr nach. Das Titellied „Banished Bridge“ bietet bei seiner Länge von über siebzehn Minuten selbstverständlich die größte Abwechslung in der Musik, doch auch „Laughing“ sowie „Inside Of Me (Inside Of You)“ lohnen gehört zu werden und tragen mit zu dem sehr gelungenen Gesamteindruck der Platte bei.

Fazit: Progressive Rock aus Deutschland, der im Ausland auch unter der Überschrift „Krautrock“ eingruppiert wird, gibt es auf „Banished Bridge“ zu hören. Es ist die einzige Platte der Band, auf der sie nur englischsprachige Lieder einsingt. In Verbindung mit der Musik klingt das alles sehr überzeugend und lohnt für alle Freunde des melodischen Progressive Rock der 70er Jahre – egal, ob dieser aus England, Italien oder Deutschland stammt. Elf Punkte.

Anspieltipps: Banished Bridge, Laughing



Montag, 8. Juli 2019

Django 3000 – Django 4000




Django 3000 – Django 4000



Besetzung:

Kamil Müller – Gesang, Gitarre
Florian Rupert Starflinger – Violine, Gitarre, Gesang
Jan-Philipp Wiesmann – Schlagzeug, Perkussion, Gesang
Max Schuller – Keyboards
Korbinian Kugler – Bass


Gastmusiker:

JB Meijers – Gitarre, Dobro, Gesang
DisM (Tobi & Eli) – Gesang („Wo bist du“)
Benni Jud – Bass („Gypsy Queen”)
Christian Loferer – Horn („Heimat Cinematic”)
Vlasislav Cojocaru – Akkordeon („Heimat Cinematic”)
Keller Steff Big Band (“Häd ois do”)
   Steff Keller – Gesang
   Franz Gries – Gitarre
   Philipp Treichl – Trompete
   Peter Lechner – Tenorsaxofon
   Roman Fritsch – Baritonsaxofon
   Max Seelos – Schlagzeug


Label: Crow Records


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Pop, Rock, Folk


Trackliste: 

1. Menschen von morgen (3:29)
2. Magnet (3:17)
3. Heimat (5:20)
4. Dirty Scum (4:28)
5. Gypsy Queen (3:04)
6. Vodoo (3:17)
7. Häd ois do (feat. Keller Steff Big Band) (3:11)
8. Gold Digger (3:27)
9. Wo bist du (feat. DisM) (2:57)
10. Meine Asche (3:24)
11. Heimat (Cinematic) (4:18)

Gesamtspieldauer: 40:12




Django 3000 ist eine oberbayerische Band aus dem Chiemgau, die sich nach dem Jazz-Gitarristen Django Reinhardt benannt hat. Am 5. Juli 2019 erschien nun ihr bereits fünftes Studioalbum mit dem Titel „Django 4000“ auf dem Plattenlabel Crow Records. Darauf hört man eine Mischung aus Pop, Rock und Folk, angereichert mit Tönen, die man geographisch eher in den Balkan verorten würde.

Die musikalische Mischung auf „Django 4000“ stimmt. All die unterschiedlichen Genres generieren sich zu einem ganz besonderen Klang. Mitreißende Musik, mal ruhiger und nachdenklicher, öfters jedoch rockig und nach vorne preschend und zu jeder Zeit begeisternd. Die elf Nummern gehen ohne Ausnahme schnell ins Ohr und einige der Lieder entwickeln sich dabei zu Ohrwürmern, die man nicht mehr missen möchte. Nicht unerwähnt sollte an dieser Stelle die Instrumentierung bleiben, die Florian Starflinger mit seiner Violine und weitere Streicher aus dem Pop-Allerlei herausheben. Zu der überzeugenden und eingängigen Harmonien gesellen sich interessante und intelligente Texte, die ebenfalls zum gelungenen Gesamteindruck des Albums beitragen.

Wie bereits erwähnt können sämtliche Lieder auf „Django 4000“ überzeugen. Um an dieser Stelle allerdings trotzdem drei Nummern als Anspieltipps zu erwähnen, seien die Lieder „Heimat“, „Dirty Scum“ sowie „Meine Asche“ genannt. Das Stück „Heimat“ wurde auch als Single ausgekoppelt und ist musikalisch im Bereich des Folk angesiedelt. Der Titel besitzt eine wunderschöne Melodie, die textlich durch die Definition des Begriffs „Heimat“ aus Sicht der Band sehr überzeugend untermalt wird. „Dirty Scum“ startet mit eher fernöstlichen Sitar-Klängen und gewinnt schnell an Tempo, welches von der Violine vorgegeben wird. Die Texte werden dabei auf Bayerisch und Englisch eingesungen. „Meine Asche“ startet fast schon hymnisch, um bereits nach wenigen Takten in einen rhythmischen Sprechgesang zu münden, der ebenfalls wieder im Refrain auf sehr melodiöse Harmonien trifft.

Fazit: Django 3000 klingen anders als der gängige, glattgebügelte 08/15-Pop und Rock, den man inzwischen so häufig in den Dauerschleifen vieler Radiosender hört. Django 3000 klingen auf „Django 4000“ abwechslungsreich, melodiös und jederzeit spannend. Die Band schafft es dabei unterschiedliche musikalische Genres in einer Art und Weise zu kombinieren, dass man dieses Zusammenspiel für längst überfällig und als zwingend notwendig betrachtet. Für alle, die auf das Besondere in der Musik und eingängige Melodien stehen. Elf Punkte.

Anspieltipps: Magnet, Heimat, Dirty Scum, Meine Asche



Django 3000 kommen im Sommer und im Herbst auf Tour in Deutschland und Österreich. Ein Konzertbesuch, der sich lohnt.

16. Juli - Deggendorf
18. Juli - Würzburg
25. Juli - Freiburg im Breisgau
26. Juli - Oberammergau
10. August - Nassenfels
14. August - Neufahrn bei Freising
17. August - Herbstein
21. September - Schönthal
02. Oktober - Stuttgart
03. Oktober - Mannheim
04. Oktober - Karrlsruhe
09. Oktober - Würzburg
10. Oktober - Berlin
11. Oktober - Bremen
18. Oktober - Rosenheim
19. Oktober - Weiden
20. Oktober - Hannover
24. Oktober - Frankfurt/Main
25. Oktober - Köln
26. Oktober - Düsseldorf
08. November - A-Graz
09. November - A-Linz
15. November - A-Wien
16. November - A-Salzburg
21. November - Mainz
22. November - Jena
23. November - Leipzig
05. Dezember - Kempten
06. Dezember - Amberg
12. Dezember - Augsburg
14. Dezember - Bad Tölz
15. Dezember - Nürnberg



Dienstag, 2. Juli 2019

Kitaro – Silk Road II




Kitaro – Silk Road II


Besetzung:

Kitaro – korg, roland, yamaha, moog and prophet synthesizers, acoustic guitar, drums and percussion


Label: Gaia Records


Erscheinungsjahr: 1981


Stil: New Age, Ambient, Elektronische Musik


Trackliste: 

1. Peace (3:41)
2. Takla Makan Desert (3:17)
3. Eternal Spring (5:26)
4. Silver Moon (5:03)
5. Magical Sand Dance (6:06)
6. Year 40080 (4:39)
7. Time Travel (2:39)
8. Reincarnation (4:17)
9. Dawning (3:12)
10. Tienshan (4:43)

Gesamtspieldauer: 43:03




Der zweite Teil des Silk Road Soundtracks erschein ein Jahr nach dem ersten Teil im Jahr 1981 und es handelte sich dementsprechend auch wieder um die Begleitmusik zur gleichnamigen japanischen Fernsehserie. Dieses Mal allerdings logischerweise unter der Überschrift „Silk Road II“.

Die Atmosphäre, die der Musik auch dieses Mal zugrunde liegt, hat sich dabei wenig verändert. Man hört erneut elektronische Klänge, Synthesizer Teppiche, mal luftiger, mal dichter, die um den ein oder anderen fernostasiatisch klingenden Akkord erweitert wurden. Alles klingt und wirkt harmonisch, meist zudem erneut sehr melodiös und eingängig. Gegen Mitte bis Ende der Platte gestalten sich allerdings einige wenige Titel etwas sphärischer, die Melodien stehen nicht mehr immer ganz so sehr im Vordergrund, die Stimmung wird zum Teil einfacher, monotonaler. Alle zehn Titel gehen erneut ineinander über und bilden insgesamt ein großes Ganzes an Wohlfühl-Atmosphäre.

So passen sich die ersten Titel auf „Silk Road II“ sehr dem Vorgängeralbum an, die späteren Stücke der Platte klingen jetzt etwas mehr experimentierfreudig. Die eingängigen Höhepunkte der Scheibe befinden sich von daher mehr zu Beginn des Albums, als am Ende der Platte. Solche Titel wie „Takla Makan Desert“ oder „Eternal Spring“ bleiben dann doch besser und auch intensiver haften, als musikalische Sphäre.

Fazit: Eine schöne Erweiterung zu „Silk Road I“ stellt das Album „Silk Road II“ dar. Auch dieses Mal gilt: Augen schließen und die Traumreise beginnen. Gegen Ende der Platte weisen die Titel zwar nicht mehr durchgängig diese eingängigen Melodien auf, insgesamt klingt allerdings auch „Silk Road II“ sehr überzeugend, wenn man auf sanfte und melodische Synthesizer-Klänge steht, die auch dieses Mal etwas an Jean-Michel Jarre erinnern. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Takla Makan Desert, Eternal Spring



Montag, 1. Juli 2019

Craig Leon – The Canon - Anthology Of Interplanetary Folk Music Vol. 2




Craig Leon – The Canon - Anthology Of Interplanetary Folk Music Vol. 2


Besetzung:

Craig Leon – synthesizers


Gastmusiker:

Cassell Webb – vocals on “The Earliest Trace” and “Four Floods Of The Point”


Label: Rvng Intl.


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Ambient, Elektronische Musik


Trackliste:

1. The Earliest Trace (2:56)
2. Standing Crosswise In The Square (6:09)
3. The Respondent In Dispute (7:28)
4. Four Floods Of The Point (5:39)
5. The Twenty Second Step As Well As The Tenth (5:04)
6. The Gates Made Plain (7:26)
7. Departure (6:00)

Gesamtspieldauer: 40:46



Craig Leon arbeitete in den 70er Jahren unter anderem als Produzent für die Ramones oder auch Blondie. In den 80ern veröffentlichte er mit den Alben „Nommos“ und „Visiting“ zwei Platten, auf denen Musik zu hören war, wie er sich die traditionelle Musik einer außerirdischen Gesellschaft vorstellte. Diese wurden in den Zehner Jahren des neuen Jahrtausends nochmals überarbeitet und remastert und schließlich im Jahr 2014 als „Anthology Of Interplanetary Folk Music Vol. 1“ wiederveröffentlicht. Am 10. Mai 2019 erschien nun die Fortsetzung unter dem Namen „The Canon - Anthology Of Interplanetary Folk Music Vol. 2“ auf dem Plattenlabel Rvng Intl.

„The Canon - Anthology Of Interplanetary Folk Music Vol. 2“ ist eine Ansammlung von Klangkollagen, Synthesizer-Klangteppichen ohne Melodie. Zumeist klingt die Musik des Craig Leon sehr elektronisch und sphärisch, bei den Titeln „The Earliest Trace” und „Four Floods Of The Point” hört man zudem die Stimme seiner Frau Cassell Webb, allerdings stark verfremdet. Eine eindringliche Rhythmusfraktion gibt es bei den beiden Nummern „Standing Crosswise In The Square“ sowie „The Respondent In Dispute“ zu hören. Ansonsten klingt das Ganze nach Ambient, nach Hintergrundklang, nach Musik durch den Nebel, nach Sphäre. Wenig spektakulär, ohne Melodie selbstverständlich auch nicht eingängig, dafür jedoch nach Wohlfühloase und Entspannung. Nach Ausruhen, nach Schlaf.

Am Überzeugendsten klingen die drei Lieder „The Earliest Trace”, „The Respondent In Dispute” sowie „The Twenty Second Step As Well As The Tenth”. Erstgenannter Titel und gleichzeitig der Opener des Albums, da hier die Stimme der Cassell Webb soweit verändert wurde, sodass sie nach Choral-Gesängen klingt und dem Lied einen mystischen Anstrich verleiht. Beim Titel „The Respondent In Dispute” ist es die Rhythmusfraktion, die mitreißt und schließlich klingt „The Twenty Second Step As Well As The Tenth” wie ein spannender Soundtrack. Ob sich dabei ein Raumschiff durch das All bewegt oder gerade in einer traurigen Szene eines Dramas die Verzweiflung untermalt wird? Nun, die Antwort darauf habe ich für mich selbst noch nicht gefunden.

Fazit: „The Canon - Anthology Of Interplanetary Folk Music Vol. 2“ ist ein Ambient Album des US-amerikanischen Musikers und Produzenten Craig Leon. Sehr entspannte Musik ist hier zu hören, zumeist sehr sphärisch, immer sehr elektronisch klingend. Lieder ohne Melodien, die doch zur Entspannung beitragen können. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Earliest Trace, The Respondent In Dispute, The Twenty Second Step As Well As The Tenth



Sonntag, 30. Juni 2019

Sarah McCoy – Blood Siren




Sarah McCoy – Blood Siren


Besetzung:

Sarah McCoy – vocals, background vocals, piano, celesta, Rhodes, acoustic guitar, clapping


Gastmusiker:

Chilly Gonzales – synthesizer, synth bass, celesta, background vocals, drums, harp, drum programming, clapping
Vincent Taurelle – modular synthesizer
Stella Le Page – cello
Renaud Letang – clapping, background vocals


Label: Blue Note Records


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Pop, Soul


Trackliste: 

1. New Orleans (5:16)
2. Boogieman (2:58)
3. Hot Shot (3:28)
4. Pistol Whipped (4:06)
5. Someday (4:41)
6. Mamma’s Song (4:12)
7. The Death Of A Blackbird (2:18)
8. I Miss Her (4:02)
9. Fearless (3:07)
10. Red Hot (2:21)
11. Ugly Dog (3:32)
12. Devil's Prospects (2:52)
13. Show's Over (3:26)

Gesamtspieldauer: 46:26



„Blood Siren“ heißt das Debut Album der US-amerikanischen Pianistin und Sängerin Sarah McCoy aus Pine Plains, New York. Das Album erschien am 25. Januar 2019 auf dem Plattenlabel Blue Note Records, einer Tochter der Universal Music. Auf „Blood Siren“ hört man Pop-Musik, die mit einer gehörigen Portion Soul unterfüttert wurde. Musik, welche in dieser Kombination und im Falle der Sarah McCoy auf „Blood Siren“ sehr melodisch und eingängig klingt.

Die einzelnen Titel sind überwiegend sehr zurückhaltend instrumentiert. Die Stimme der Sarah McCoy und ihr Piano-Spiel stehen jeweils im Zentrum der Musik. Weich und sanft hört sich die Musik auf der Platte an, die Stimme der Musikerin erinnert ein wenig an eine Mischung aus Adele mit einer farbigen Soul-Queen. Die Lieder klingen allesamt traurig, melancholisch, auf eine bestimmte Art und Weise intensiv und desillusioniert. Die einmal eingeschlagene Atmosphäre der Platte, die mit dem ersten Akkord beginnt, wird dabei bis zum Ausblenden des letzten Titels beibehalten. Von daher klingt „Blood Siren“ einheitlich und in sich geschlossen, allerdings auch nicht großartig abwechslungsreich. Möchte man sich allerdings seiner melancholischen bis traurigen Stimmung vollends hingeben, scheint das Album dafür bestens geeignet zu sein.

Wie bereits erwähnt, ist die Atmosphäre auf „Blood Siren“ ziemlich einheitlich gehalten. Das wiederum bedeutet auch, dass die einzelnen Lieder des Albums ebenfalls im selben musikalischen Stil gehalten wurden. Alles klingt sanft und zart, dominiert von der kraftvollen Stimme der Sarah McCoy, die allerdings die besonders sanften Stelen auch gut zu akzentuieren weiß. Somit sind die Höhepunkte des Albums jene Stücke, die besonders gut ins Ohr gehen. In meinem Falle wären das die Lieder „New Orleans“, „Pistol Whipped“, „Mamma’s Song“ sowie „Fearless“. Melodiös und eingängig spielt die US-Amerikanerin hier mit den Stimmungen und bewegt mit ihrer Musik.

Fazit: Sanften Pop mit einer Prise Soul bekommt man auf dem Debut Album von Sarah McCoy mit dem Titel „Blood Siren“ geboten. Die Musik klingt weich und eher traurig bis nachdenklich, geht ins Ohr. Wer Adele mag und gerne mal hören möchte, wie diese sich auf einem durchweg „zarten“ Album anhören würde, die oder der dürfte so etwas ähnliches mit „Blood Siren“ gefunden haben. Neun Punkte.

Anspieltipps: New Orleans, Mamma’s Song, Fearless



Freitag, 28. Juni 2019

Kitaro – Silk Road I




Kitaro – Silk Road I


Besetzung:

Kitaro – korg, roland, yamaha, moog and prophet synthesizers, acoustic guitar, drums and percussion


Label: Gaia Records


Erscheinungsjahr: 1980


Stil: New Age, Ambient, Elektronische Musik


Trackliste: 

1. Silk Road (4:09)
2. Bell Tower (2:17)
3. Heavenly Father (4:09)
4. The Great River (2:39)
5. The Great Wall Of China (2:07)
6. Flying Celestial Nymphs (4:51)
7. Silk Road Fantasy (4:35)
8. Shimmering Light (3:18)
9. Westbound (3:00)
10. Time (3:31)
11. Bodhisattva (2:02)
12. Everlasting Road (5:48)

Gesamtspieldauer: 42:29




Der Japaner Kitaro, der mit bürgerlichem Namen Masanori Takahashi heißt, hat bis zum heutigen Tag vierundzwanzig Studioalben, acht Live-Alben, sechsundvierzig Kompilationsalben sowie fünfzehn Soundtracks veröffentlicht. Der erste dieser Soundtracks heißt „Silk Road I“, erschien im Jahr 1980 und ist die Begleitmusik zur gleichnamigen japanischen Fernsehserie.

Auf „Silk Road I“ hört man Ambient bis New Age Musik, die hier allerdings immer mit sehr eingängigen Melodien unterlegt wurde. Die Platte quillt über vor Harmonien, die unmittelbar ins Ohr gehen, sehr relaxt aus Boxen oder Kopfhörern quellen und den Raum mit atmosphärischem Wohlklang erfüllen. An vielen Stellen klingt das Album wie die melodischsten Passagen der ersten Jean-Michel Jarre Scheiben. Dazu eine kleine Prise fernöstlicher Klänge und fertig die das musikalische Entspannungsbad der Extraklasse, wenn man sich darauf einlassen mag.

Titel besonders herauszuheben bringt nicht allzu viel, da diese allesamt ineinander übergehen und sich qualitativ auch nicht großartig unterscheiden und wahrlich vom Opener und Titellied „Silk Road“ bis zum Verklingen von „Everlasting Road“ ins Ohr gehen. Das Gefühl der Entspannung in Musik umgesetzt, das ist „Silk Road I“ von Kitaro – vom ersten bis zum letzten Akkord.

Fazit: Album auflegen, Augen schließen und die Traumreise beginnen. Viele wunderschöne und sanfte Melodien gibt es auf „Silk Road I“ zu entdecken, einer Scheibe, die mehr ist als nur Hintergrundmusik im New Age Design. Für manche Freundin oder Freund elektronischer Klänge mag dies vielleicht alles ein wenig zu süßlich klingen, doch bewegen sich die Melodien nicht weit entfernt von jenen, die Jean-Michel Jarre in den 70ern zum Durchbruch verhalfen. Elf Punkte.

Anspieltipps: Heavenly Father, Silk Road Fantasy



Donnerstag, 27. Juni 2019

Sólstafir – Berdreyminn




Sólstafir – Berdreyminn


Besetzung:

Aðalbjörn Tryggvason – guitar, vocals
Sæþór M. Sæþórsson – guitar
Svavar Austmann – bass
Hallgrímur J. Hallgrímsson – drums, backing vocals


Gastmusiker:

Snorri Sigurðarson – trumpet, flugelhorn
Ingi Garðar Erlendsson – trombone, tuba
Erna Ómarsdóttir – french horn
Halldór Á. Björnsson – piano, keyboards
Amiina – strings
Margrét Soffía Einarsdóttir – soprano vocals on "Hula"


Label: Season Of Mist


Erscheinungsjahr: 2017


Stil: Post Rock, Art Rock, Metal


Trackliste: 

1. Silfur-Refur (6:54)
2. Ísafold (4:58)
3. Hula (7:07)
4. Nárós (7:23)
5. Hvít Sæng (7:22)
6. Dýrafjörður (7:31)
7. Ambátt (8:08)
8. Bláfjall (8:00)

Deluxe Edition Box Set Bonus Songs:

9. [Silence] (1:00)
10. Svart Blóð (4:49)
11. Samband Í Berlin (4:22)

Gesamtspieldauer: 1:07:38



Aus den nordischen Ländern kommt wahrlich sehr häufig sehr interessante Musik. Viele musikalische Perlen gibt es in Skandinavien zu entdecken, doch auch Island hat immer wieder einiges an beeindruckender Musik zu bieten. Sigur Rós und Björk fallen einem sofort ein, wenn man sich etwas für progressiven Rock interessiert. Sólstafir sind dagegen ein Quartett, welches eher im Bereich des Post Rock bis Metal anzusiedeln ist. „Berdreyminn“ heißt das bereits sechste Studioalbum der Band und erschien am 26. Mai 2017 auf dem Plattenlabel Season Of Mist.

Auf „Berdreyminn“ hört man abwechslungsreichen und überaus eingängigen Metal, vermischt mit Post Rock und auch Dark Rock Anleihen. Die Atmosphäre der Platte ist eine eher dunkle, wozu auch der isländische Gesang des Gitarristen und Sängers Aðalbjörn Tryggvason beiträgt. Dieser klingt in den eher raueren Stellen wütend bis aufbrausend, bei den sanfteren Passagen fast schon ein wenig weinerlich ohne, dass dies negativ zum Tragen käme. Der Gesang passt mit der isländischen Sprache perfekt zur Musik. Somit wird der eher düstere Gesamteindruck der einzelnen Lieder nochmals vervollständigt und ergänzt. Gerockt wird auf „Berdreyminn“, doch die etwas ruhigeren Passagen in den Liedern von Sólstafir gibt es eben durchaus auch und laden schließlich zum Luftholen ein. Zudem verbreiten Synthesizer-Klangteppiche eine mitunter fast schon mystische Stimmung, die die neblige Stimmung des Album-Covers perfekt widerspiegelt.

Ausfälle gibt es keine auf „Berdreyminn“, dafür jedoch jede Menge Höhepunkte. Die Lieder „Silfur-Refur“, „Hula“, „Dýrafjörður“, „Bláfjall“ sowie „Svart Blóð“ stellen allesamt beeindruckende Nummern dar, die ziemlich schnell wirken und überzeugen. Zumeist eher rockig gehalten, kann allerdings auch solch ein Lied wie „Hula“, bei der Margrét Soffía Einarsdóttir eine Sopran-Stimme beisteuert und die Streicher für eine entsprechende Wohlfühlstimmung sorgen, durchgängig mitreißen. Die Platte hört sich in einem Durchhören, beeindruckt nach mehrmaligem Abspielen sogar noch mehr.

Fazit: Metal mit vielen dunklen Stellen gibt es auf „Berdreyminn“ vom isländischen Quartett Sólstafir zu hören. Die Titel rocken zumeist, gehen dabei gut ins Ohr. Und für die Abwechslung sorgt neben der Instrumentierung auch die ein oder andere ruhigere Stelle auf „Berdreyminn“. Ganz bestimmt ist dieses Album nicht nur Metal Fans interessant, sondern dürfte auch Freunde der progressiveren Töne überzeugen. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Silfur-Refur, Hula, Bláfjall



Mittwoch, 26. Juni 2019

#Zweiraumsilke – Detox




#Zweiraumsilke – Detox


Besetzung: Keine weiteren Angaben


Label: Musik ist Weltsprache


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: HipHop, Funk


Trackliste: 

1. Detox (2:54)
2. Mann im Mond (3:38)
3. Nachtbus (3:01)
4. Bär (3:40)
5. Spiegel (3:19)
6. Nichts (3:29)
7. Alles (3:34)
8. Insel (4:00)
9. Meine Freunde (3:25)
10. Silke (3:33)
11. Valentinstag (4:37)
12. Frühstück (3:21)
13. Schlaf (4:39)
14. Badewanne (4:02)

Gesamtspieldauer: 51:18




Nachdem im letzten Jahr ihre Debüt-EP „Zielstrebig planlos“ veröffentlicht wurde, erschien am 21. Juni diesen Jahres das Debut-Album „Detox“ der HipHop-Formation mit dem ungewöhnlichen Namen #Zweiraumsilke. Aus elf Personen besteht die Band, die auf dem Cover nicht mehr einzeln mit Namen aufgeführt werden. Produziert wurde „Detox“ von Kraans de Lutin, der bereits als Produzent bei Seeed oder Culcha Cundela in Erscheinung trat. Das Album wurde per Crowdfunding finanziert und man hört auf der Scheibe HipHop und Funk, der einem in die Beine fährt und zum Mitwippen animiert.

Neben vielen Beats sind es auch die Melodien, die bereits beim ersten Hören des Albums ins Ohr gehen und dabei länger nachhallen. Dazu gesellen sich Texte, von witzig bis nachdenklich machend, die auf den Punkt kommen und es durchaus schaffen einem ein Lächeln in das Gesicht zu zaubern. Abgerundet wird der gesamte Eindruck von „Detox“ durch eine sehr überzeugende Bläserfraktion, die der Musik von #Zweiraumsilke das gewisse Etwas verleiht und zusätzlich einen besonderen Wiedererkennungswert mittransportiert. Dass die elf Musiker beim Einspielen ihrer Musik jede Menge Spaß haben, hört man dabei in jedem Takt und jedem Akkord.

HipHop-Freundinnen und -Freunden werden sicherlich alle vierzehn Titel des Albums zusagen. Keine Nummer fällt hier hinten herunter, alles klingt und das überzeugend. Höhepunkte sind die Nummer und gleichzeitig das Titellied „Detox“, das cool entspannte „Nachtbus“ und die Nummer „Schlaf“, weil diese einen wunderschönen und relaxten Kontrapunkt zur restlichen Musik auf „Detox“ darstellt. Dieses Mal sind es eher sanfte Klänge, die an das Ohr dringen, mit eindringlichem Text versehen, die den Titel „Schlaf“ musikalisch sehr gelungen umsetzen. Doch auch die restlichen Nummern des Albums lohnen. „Detox“ lässt sich in einem Fluss durchhören ohne, das man eine Fernbedienung oder eine Skip-Taste benutzen muss.

Fazit: HipHop mit witzigen und nachdenklichen Texten, mit Melodien, die klingen, all das gibt es auf „Detox“ von #Zweiraumsilke zu hören. Dass auch deutsche Rapper gute Musik machen können, beweisen die elf Musiker von „Detox“ einmal mehr. Eine Scheibe die unterhält und viel Spaß macht. Acht Punkte. In diesem Sommer kann man #Zweiraumsilke auch live erleben, ein Besuch lohnt sich.

29.06. Karlsruhe – Unifest
08.08. Luhmühlen – Elbenwald Festival
09.08. Eschwege – Open Flair Festival
15.08. Lippstadt – Altstadtfest
16.08. Bremen – Golden City
23.08. Lüneburg – Jakob Festival
24.08. Feuchtwangen – Schlachthof

Anspieltipps: Detox, Nachtbus, Schlaf



Montag, 24. Juni 2019

Arabs In Aspic – Syndenes Magi




Arabs In Aspic – Syndenes Magi


Besetzung:

Jostein Smeby – guitar, vocals
Eskil Nyhus – drums, percussion
Stig A. Jørgensen – keyboards, vocals
Erik Paulsen – bass, vocals


Gastmusiker:

Alessandro Elide – percussion
Halvor Viken Holand – violin


Label: Apollon Records


Erscheinungsjahr: 2017


Stil: Progressive Rock


Trackliste: 

1. Syndenes Magi (12:20)
2. Mørket 2 (9:34)
3. Mørket 3 (20:20)

Gesamtspieldauer: 42:15



Was kommt da nicht alles für interessante Musik aus dem hohen Norden. Die Band mit dem seltsamen Namen Arabs In Aspic stammt aus Trondheim, Norwegen und wurde im Jahr 2002 vom Gitarristen Jostein Smeby und dem Skisprungweltmeister von 1995 auf der Großchance, Tommy Ingebrigsten, gegründet, nachdem man zuvor als Cover-Band aufgetreten war. Sechs Alben haben Arabs In Aspic bisher eingespielt, die ersten zwei davon noch mit Tommy Ingebrigsten, der dann jedoch die Band verließ. „Syndenes Magi“ heißt die bisher letzte Platte dieser Reihe und erschien am 5. Oktober 2017 auf dem Plattenlabel Apollon Records.

Auf „Syndenes Magi“ hört man Progressive Rock, der an die 70er Jahre erinnert, allerdings in einer sehr viel härteren Ausführung eingespielt wurde. Da rockt und kracht es immer wieder, trotzdem verlieren die Norweger die Melodie nie aus den Augen beziehungsweise Ohren. An der einen oder anderen Stelle glaubt man die musikalischen Vorbilder von Arabs In Aspic heraushören zu können. Im Falle des ersten Titels und gleichzeitig Titelliedes „Syndenes Magi“ wären das King Crimson, was nicht zuletzt am Keyboard in Verbindung zum Rock begründet liegt. „Mørket 3“ dagegen, die letzte und längste Nummer auf „Syndenes Magi“, lässt Erinnerungen an Pink Floyd aufkommen. Beginnt das Lied zunächst wunderschön mit warmen Gitarren- und Querflötenklängen, so zieht im weiteren Verlauf das Tempo an. Auch hier sind es die Tastenklänge, die an manche Einlage des Pink Floyd Keyboarders Rick Wright erinnern. Schließlich mündet alles in einem sehr experimentellen Teil, der eher eine weite Klangkollage darstellt, um letztendlich wieder in Wohlklängen zu enden.

Diese beiden Nummern sind auch gleichzeitig die Höhepunkte der Platte, die damit einen durchgängigen musikalischen Höhepunkt darstellt, zumal der Titel „Mørket 2“ gegen diese beiden Nummern auch nicht großartig abfällt. Die Reminiszenzen an die musikalischen Vorbilder vergangener Jahrzehnte fallen dabei so sanft und nicht anbiedernd aus, dass diese Herangehensweise und Umsetzung des progressiven Rocks im 21. Jahrhundert als überaus gelungen angesehen werden kann und nicht nur als simple Kopie von Originalen. Die Texte werden auf Norwegisch eingesungen. Das mag zunächst etwas gewöhnungsbedürftig klingen, wirkt nach mehrmaligem Hören allerdings keineswegs mehr besonders.

Fazit: Wer auf die härtere Variante des Progressive Rock steht, die oder der dürfte an den Arabs In Aspic auf „Syndenes Magi“ sehr viel Gefallen finden. Musikalische Vorbilder wie King Crimson oder Pink Floyd werden dabei angedeutet, jedoch nicht kopiert. Da die Norweger in ihrer Musik nie die Melodie vergessen, gehen die einzelnen Stücke auch durchaus ins Ohr und lohnen gehört zu werden. Abwechslungsreich gestaltet sich das Ganze allemal. Wahrlich überzeugend. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Syndenes Magi, Mørket 3



Mittwoch, 19. Juni 2019

Antimatter – The Judas Table




Antimatter – The Judas Table


Besetzung:

Mick Moss – vocals, acoustic and electric guitars, ebows, keyboards, electric piano, programming, additional lead guitar on “Stillborn empires”


Gastmusiker:

Ste Hughes – bass
Liam Edwards – drums, tabla
Rachel Brewster – violins
Jenny O’Connor – additional vocals
Kevin Dunn – additional lead guitar on “Black Eyed Man” & “Integrity”
Glenn Bridge – additional lead guitar on “Killer” & “Can Of Worms”
Dave Hall – additional lead guitar on “Comrades”
Kirayel – additional vocals on “Little Piggy”


Label: Prophecy Productions


Erscheinungsjahr: 2015


Stil: Art Rock, Independent Rock


Trackliste:

1. Black Eyed Man (6:24)
2. Killer (5:13)
3. Comrades (4:57)
4. Stillborn Empires (7:20)
5. Little Piggy (6:44)
6. Hole (5:03)
7. Can Of Worms (5:37)
8. Integrity (6:06)
9. The Judas Table (6:37)
10. Goodbye (2:44)

Gesamtspieldauer: 56:50




„The Judas Table“ heißt das sechste Album der britischen Band Antimatter, die im Grunde genommen seit dem Ausstieg von Duncan Patterson lediglich aus Multiinstrumentalist Mick Moss besteht, der zum Einspielen seiner Musik weitere Musiker engagiert. „The Judas Table“ wurde am 9. Oktober 2015 auf dem Plattenlabel Prophecy Productions veröffentlicht und ist ganz im Stile der früheren Veröffentlichungen von Antimatter gehalten. Melodisch, angefüllt mit eher trauriger bis dunkler Musik.

Die Musik von Antimatter klingt immer dunkel, düster und traurig, so auch auf „The Judas Table“. Dabei gehen die einzelnen Tracks durchaus gut ins Ohr. Melodisch und harmonisch klingt das alles, dabei in sehr tiefes Moll getaucht. Spricht man da eher von Melancholie, Sentimentalität oder gleich von tiefer Traurigkeit? Das liegt wohl ganz am sich aufbauenden Gefühl der Hörerin beziehungsweise des Hörers, die Grundstimmung wird allerdings immer dieselbe bleiben. Die Stimme des Mick Moss wirkt zerbrechlich und leidend, häufig begleitet von akustischer Gitarre oder Streichern. Doch es gibt auch die Stellen mit dicken und schier undurchdringlichen Klangteppichen, welche vom Synthesizer generiert werden. Eine Änderung der Atmosphäre wird dadurch allerdings nicht bewirkt, diese bleibt traurig – unumstößlich.

Die Höhepunkte des Albums sind die ersten beiden Titel, dazu noch die Nummer „Little Piggy“, das Titellied „The Judas Table“ sowie das letzte Lied „Goodbye“. Und schon ist die Hälfte des Albums aufgezählt, dabei klingen die restlichen fünf Nummer keineswegs schlechter oder gar enttäuschend. „The Judas Table“ ist eine Ansammlung von zehn sehr gelungenen Liedern, die allesamt eine bestimmte Atmosphäre transportieren, dabei ins Ohr gehen und zu denen sich herrlich Entspannen lässt. Da es keine Ausfälle auf der Scheibe gibt, sind die Höhepunkte somit auch frei wählbar und stimmungsabhängig.

Fazit: Auch „The Judas Table“ ist ein überzeugendes Album der englischen Band Antimatter geworden. Wer sich gerne mal dem eigenen Blues hingibt oder in süßer Melancholie zu schwelgen versteht, der oder dem weiß diese Platte einiges zu geben. Eingängige Pop- bis Rock Musik, mit viel Gefühl, reich an Melodien und Harmonien, die allesamt etwas Traurigkeit verströmen. Für die ruhigen Momente des Lebens. Elf Punkte.

Anspieltipps: Little Piggy, The Judas Table, Goodbye



Dienstag, 18. Juni 2019

Chris Squire – Fish Out Of Water




Chris Squire – Fish Out Of Water


Besetzung:

Chris Squire – bass, vocals,12 string electric guitars


Gastmusiker:

Bill Bruford – drums, percussion
Mel Collins – saxophones
Jimmy Hastings – flute
Patrick Moraz – organ, bass synthesizer
Barry Rose – pipe organ
Andrew Pryce Jackman – acoustic & electric pianos, orchestrations, conductor
Julian Gaillard – strings leader
John Wilbraham – brass leader
Jim Buck – horns leader
Adrian Brett – woodwinds leader
Nikki Squire – co-vocals on “Hold Out Your Hand”


Label: Esoteric Recordings


Erscheinungsjahr: 1975


Stil: Progressive Rock


Trackliste: 

CD1:

1. Hold Out Your Hand (4:15)
2. You by My Side (5:01)
3. Silently Falling (11:21)
4. Lucky Seven (6:56)
5. Safe (Canon Song) (15:01)

CD2:

The Orchestral Stereo Mix Re-Mastered.

1. Hold Out Your Hand (4:16)
2. You by My Side (5:02)
3. Silently Falling (11:57)
4. Lucky Seven (6:56)
5. Safe (Canon Song) (15:05)

Bonus Tracks:

6. Lucky Seven (Single Mix) (3:29)
7. Silently Falling (Single Version) (2:59)

Chris Squire & Alan White:

8. Run With The Fox (4:11)
9. Return Of The Fox (4:02)

Gesamtspieldauer CD1 (42:36) und CD2 (58:02): 1:40:38



„Fish Out Of Water“ heißt das erste und leider auch einzige Solo-Album des Yes-Bassisten Chris Squire, zählt man das 2007 erschienene Weihnachtsalbum „Chris Squire‘s Swiss Choir“ nicht mit, auf dem vor allen Dingen traditionelle Lieder zu hören sind. „Fish Out Of Water“ wurde ursprünglich auf dem Plattenlabel Atlantic Records am 7. November 1975 veröffentlicht, erschien dann nach dem Tod des Musikers im Juni 2015, im Jahr 2018, erneut in Form einer Special Edition auf dem Label Esoteric Recordings. Diese beinhaltet eine zweite CD mit Remixen, Single-Versionen und zwei Stücken aus der Zusammenarbeit mit dem Yes-Schlagzeiger Alan White. „Fish Out Of Water“ wurde in einer Zeit eingespielt, als Yes gerade inaktiv war. Chris Squire konnte für seine Aufnahmen einige Gastmusiker gewinnen, darunter Bill Bruford, Patrick Moraz, Mel Collins und erweiterte die Instrumentierung durch ein Orchester.

„Fish Out Of Water“ ist ein Progressive Rock Album ganz im Stile der Musik dieses Genres Anfang bis Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Abwechslungsreiche Musik, durchgehend melodisch und harmonisch klingend, ohne dabei auch nur den Hauch der Anbiederei zu verströmen. Die Nummern gehen allesamt ins Ohr, dabei wird durchaus auch gerockt auf der Scheibe, die gar nicht überraschend ein wenig nach Yes klingt. Bassläufe, Synthesizer-Klänge und orchestrale Instrumente dominieren die Platte, die vom ersten bis zum letzten Akkord zu überzeugen weiß. Mit jedem weiteren Durchlauf kommt die Musik des Chris Squire noch ein wenig besser zu Geltung und schmiegt sich noch deutlicher dem Ohr an. Eine Platte die wächst.

Gerade die letzten Nummern auf „Fish Out Of Water“ können dabei besonders überzeugen. Die Instrumentalpassagen werden länger, stellenweise klingt das richtiggehend hypnotisierend. Der Groove ist durch das Zusammenspiel des Basses von Chris Squire mit seinem Ex-Bandkollegen Bill Bruford immer gegeben, welches in Verbindung mit dem Orchester das Eintauchen in die Musik nochmals erleichtert. „Silently Falling“, „Lucky Seven“ oder „Safe (Canon Song)“ sind alles sehr eindringliche Titel, die die Herzen der Yes-Fans und derer der progressiven Musik der 70er Jahre höherschlagen lassen. Lange wunderschöne melodische und instrumentale Passagen, die sich mit Abschnitten mit der unverwechselbaren Stimme des Chris Sqiure abwechseln, lassen hier den Daumen nach oben zeigen. Dazu im Falle des Titels „Lucky Seven“ das beeindruckende Saxophon-Spiel des Mel Collins ergeben hier ein sehr überzeugendes Gesamtbild der Platte.

Die zweite CD stellt dabei eine nette Zugabe dar, wobei die remastereten Stücke kaum Unterschiede zu den Originalen aufweisen und der Mehrwert hauptsächlich von den beiden Stücken mit Alan White herrührt.

Fazit: Ein sehr gelungenes Album ist „Fish Out Of Water“ von Chris Squire geworden. Der Titel der Platte ist dabei eine Anspielung auf seinen Solo-Pfad. „Fish“ war der Spitzname des Chris Squire und „Out Of Water“ steht für seine hier dargebotene Musik, abseits von Yes. Die Melodien auf der Platte gehen ins Ohr, werden durch die eingestreute orchestrale Instrumentierung immer wieder unterstützt und bleiben auch längerfristig hängen. „Fish Out Of Water“ ist eines der wirklich sehr überzeugenden Solo-Platten der Yes-Bandmitglieder geworden. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Lucky Seven, Safe (Canon Song)



Samstag, 15. Juni 2019

Dirtmusic – Live (Colours of Ostrava 2018)




Dirtmusic – Live (Colours of Ostrava 2018)


Besetzung:

Hugo Race
Chris Eckman
Murat Ertel
Milan Cimfe


Label: Eigenverlag


Erscheinungsjahr: 2019


Trackliste:

1. Bi De Sen Soyle
2. Safety In Numbers
3. Black Gravity
4. The Border Crossing
5. Fitzcarraldo
6. Love Is A Foreign Country
7. Go The Distance
8. Bu Bir Ruya
9. Outrage
10. Troubles



Ich höre Musik. Viel Musik. Seitdem ich 11 Jahre alt bin kaufe und sammele ich Platten. Da häufte sich über die Jahrzehnte einiges zusammen. Hinzu kam, dass ich seit nunmehr fast 23 Jahren Radio Goethe produziere, eine „syndicated“ Sendung auf rund 40 Stationen. Und auch für eine große deutsche Airline produzierte und moderierte ich zehn Jahre lang eine Country/Folk/Americana Show. Auch so landete viel Musik hier bei mir.

Einen Musiker, den ich schon sehr lange beobachte, begleite, verfolge ist Hugo Race, der einmal zu den Bad Seeds von Nick Cave gehörte. Es muss 1991 gewesen sein, da spielte Hugo Race in einem fast leeren Klüpfel. Begeistert war er davon nicht, das sah man ihm an. Race ist für mich einer der begnadetsten Musiker, der unermüdlich seinen Weg weitergeht. Da sind Konzerte wie im Klüpfel einfach mal Stolpersteine, die man schnell vergisst.

Dirtmusic live, ein Klangerlebnis.

Der Australier veröffentlicht seine Songs unter eigenem Namen, mit den Fatalists, True Spirit und sucht auch immer wieder Kollaborationen mit anderen Musikerinnen und Musikern. Herausragend zuletzt sind da die Projekte „Long Distance Operators“ mit der belgischen Violinistin Catherine Graindorge und auch die Zusammenarbeit mit dem Italiener Michelangelo Russo. Aber das ist vor allem Dirtmusic, ein faszinierendes Weltmusik Projekt. Seit vielen Jahren arbeitet Hugo Race da mit Chris Eckman zusammen, der mit den Walkabouts aus Seattle bekannt wurde.

Dirtmusic waren anfangs noch mit Chris Brokaw von Codeine im Americana Sound unterwegs, bevor sie mit BKO eine Platte in Mali mit Tamikrest aufnahmen. Das eröffnete ihnen ganz neue Klanglandschaften. Für das jüngste Album zog es Race und Eckman nach Istanbul, um dort mit Murat Ertel von „Baba Zula“ „Bur Bir Ruya“ einzuspielen, ein unglaublich komplexes, tiefes und ergreifendes Album zwischen den Musikwelten und Genres. Nun legt die Band mit einer selbst veröffentlichten Live-Platte nach, einem Konzert, das auf dem Ostravia Festival in Tschechien aufgenommen wurde. Es gibt diese Bands, die ich unbedingt einmal live sehen möchte. Und Dirtmusic ist so eine dieser wenigen Gruppen. Gerade nach dem Hören dieser Live-Platte, die das hervorragende Zusammenspiel der drei Musiker beschreibt. Drei Stimmen, drei musikalische Schwerpunkte, drei unterschiedliche Musikergeschichten, die sich hier treffen, sich ergänzen, sich austauschen, sich gegenseitig antreiben. Dirtmusic schaffen es, diesen gewaltigen Studio Sound auf die Bühne zu bekommen. Es ist ein Rausch der Musik, der Töne, der Einflüsse. Ich habe selten so ein gutes und mitreißendes Live-Album gehört. Dirtmusic muss ich nach dieser Platte irgendwann einfach mal selbst im Konzert erleben.

Freitag, 14. Juni 2019

Jordsjø – Jord




Jordsjø – Jord


Besetzung:

Håkon Oftung – vocals, flute, guitars & keys
Kristian Frøland – drums & percussion


Gastmusiker:

Robert William Dall Frøseth – bass on “Finske Skoger”


Label: Karisma Records


Erscheinungsjahr: 2017


Stil: Progressive Rock


Trackliste: 

1. Over Vidda (1:48)
2. Abstraksjoner Fra Et Dunkelt Kammer (6:50)
3. Finske Skoger (2:56)
4. Jord I (6:24)
5. Jord II (8:27)
6. La Meg Forsvinne! (6:38)
7. Postludium (4:42)

Gesamtspieldauer: 37:47



Die Skandinavier haben es ziemlich „drauf“, wenn es um Progressive Rock geht, der in der heutigen Zeit meist unter der Überschrift „RetroProg“ subsumiert wird. Jordsjø ist eine weitere Band aus Skandinavien, genauer gesagt aus Norwegen, die eben dieses Genre auch im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts bedient. „Jord“ heißt ihr Erstlingswerk, erschien im Jahr 2017 zunächst im Eigenverlag, ein Jahr später dann auf dem norwegischen Plattenlabel Karisma Records.

Jordsjø klingen ziemlich typisch nach der skandinavischen Variante dieses musikalischen Genres. Eingängige und melodiöse Melodiebögen bauen sich auf „Jord“ auf, verändern sich, mäandern durch den Raum und verschmelzen schließlich zu einem Ganzen, welches eher dunkel denn fröhlich klingt. Nicht immer hört sich das ausnahmslos harmonisch an, ein paar Ecken und Kanten haben Håkon Oftung und Kristian Frøland durchaus in ihre Musik eingebaut, die dann erst beim wiederholten Mal des Hörens ins Ohr gehen. Vor allen Dingen gegen Ende und Anfang der Platte hört man deutsche Synthesizer-Musik der frühen 70er heraus, die die Band neben alten Horrorfilmen, norwegischem Jazz, Lagerfeuer, schwedischer Volksmusik, Fantasy-Romanen und norwegischer Natur als Inspiration angibt. Der Gesang steht bei Jordsjø auf „Jord“ sicherlich nicht im Vordergrund, der instrumentale Anteil der Musik überwiegt. Die Norweger singen dabei die Titel in ihrer Heimatsprache ein, was den etwas dunkleren Touch der Musik noch ein wenig zu verstärken scheint.

Interessant klingt die Musik für Fans dieses musikalischen Genres vom ersten bis zum letzten Akkord. Auch fällt keiner der sieben Titel hinten herunter, Querflöte und Synthesizer-Teppiche tragen ihren Teil zum gelungenen Hörerlebnis bei. Neben der deutschen Synthie-Musik der frühen 70er Jahre hört man ebenfalls den englischen Progressive Rock derselben Zeit an vielen Stellen auf „Jord“ heraus. Besonders gelungen klingen für mich die beiden Titelnummern „Jord I“ und „Jord II“ sowie das nachfolgende „La Meg Forsvinne!“. Doch auch der Rest dieses Debuts ist ausnahmslos hörenswert.

Fazit: Wer die norwegische Band Wobbler oder die schwedischen Kollegen von Änglagård gern hört, kann mit „Jord“ von Jordsjø bestimmt nichts falsch machen. Skandinavischer RetroProg der zumeist sehr harmonischen und melodiösen Ausrichtung gibt es auf „Jord“ zu hören. Dabei ist die Platte auch wieder mal ein Album, welches mit dem Hören und Wiederhören wächst. Lohnt sich. Elf Punkte.

Anspieltipps: Jord II, La Meg Forsvinne!