Donnerstag, 20. Oktober 2011

The Sensational Alex Harvey Band – The Impossible Dream



The Sensational Alex Harvey Band – The Impossible Dream


Besetzung:


Alex Harvey – lead vocals, harmonica, guitar
Zal Cleminson – guitars, backing vocals
Hugh McKenna – electric piano, organ, grand piano, backing vocals
Chris Glen – bass guitar, backing vocals
Ted McKenna − percussion, backing vocals


Label: Phonogram


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Rock


Trackliste:

1. The Hot City Symphony (13:21)
2. River Of Love (3:16)
3. Long Hair Music (4:43)
4. Hey (0:40)
5. Sergeant Fury (3:32)
6. Weights Made Of Lead (2:41)
7. Money Honey (2:11)
8. Tomahawk Kid (4:38)
9. Anthem (7:56)

Gesamtspieldauer: 42:58




Und auch mit ihrer dritten Veröffentlichung „The Impossible Dream“ kann die Sensational Alex Harvey Band überzeugen. Denn auch auf diesem Album befinden sich wieder sehr gute Songs, gepaart mit sehr viel Abwechslung.

Es beginnt mit dem über 13 Minuten langem Stück „The Hot City Symphony“. Und das Stichwort „Abwechslung“ muss bei diesem Track einfach fallen. Hier finden sich Hard Rock, Progressiv Rock, Big Band Sound und bluesige Abschnitte. Das Lied hat zwei Untertitel; Part 1 – „Vambo“ und Part 2 – „Man in the jar“. Und man hört auf dem Track treibende Parts genau wie fast schon schwebende Teile. Aber genau darin befindet sich auch das Manko dieses Stückes. Hier trifft nämlich das Sprichwort „Zu viele Köche verderben den Brei“ zu. Die einzelnen Teile wissen zwar zu begeistern, allerdings zusammengezogen in einem einzigen Lied, wirkt das Ganze mitunter zusammengestöpselt. Kein schlechter Track, aber doch irgendwie zusammengeschustert.

Es folgt „River of love“, eine schöne, treibende Nummer, in der sich Alex Harvey mit seinem „Lalalala“ zu Beginn der Strophen anscheinend selbst auf die Schippe nimmt. „Long hair music“ langweilt dann ein bisschen. Im Grunde genommen wird hier, ab Mitte des Liedes, nur die Zeile „I can’t get enough of this long hair music“ mit unterschiedlicher Begleitmusik immer wieder wiederholt. „Hey“ ist anschließend eine sehr kurze Spielerei, die nur 38 Sekunden dauert.

Dann folgt mit „Sergeant Fury“ wieder ein Klassiker der Sensational Alex Harvey Band, der ein wenig an Ragtime erinnert. Und auch in diesem Lied hört man die Bandbreite, mit der die Band um Alex Harvey in den 70ern aufwarten konnte. „Weights made of lead“ ist anschließend ein Blues, der vom Frage-und-Antwort-Spiel zwischen Gesang und Gitarre lebt. Schließlich gibt es dann mit „Money Honey / Impossible Dream“ noch eine Coverversion, die mit etwas über zwei Minuten nicht allzu lang ist und auch so keinen Höhepunkt der Platte darstellt.

Dieser Höhepunkt folgt allerdings anschließend mit zwei Gipfeln, denn sowohl das Lied „Tomahawk Kid“ wie auch das sich anschließende „Anthem“ stellen die beiden Highlights der CD dar. „Tomahawk Kid“ ist ein klasse Rocksong mit toller Melodie und schön treibendem Rhythmus. Und „Anthem“, im Anschluss daran, vereinigt alles in sich, was man sich von einer guten „Hymne“ auch wünscht: Eine klasse Melodie sowie das Tragende und die Schwere, welches einem Song mit diesem Titel innewohnen sollte, findet sich hier. Dazu die geniale Steigerung – einfach ein wunderschönes Stück Musik.

Fazit: Neben einigen „Füllern“ weist „The Impossible Dream“ gerade am Ende auch wieder Highlights im Schaffen der Sensational Alex Harvey Band auf. Die CD ist sehr abwechslungsreich und viele verschiedene Stile werden bedient. Manchmal nach meinem Geschmack ein paar Stile zu viel. Trotzdem ist „The Impossible Dream“ ein Album, welches ich nicht missen möchte. Ich gebe der CD neun Punkte.

Anspieltipps: The Hot City Symphony, Tomahawk Kid, Anthem



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