Dienstag, 20. Dezember 2011

Fischer-Z – Red Skies Over Paradise





Fischer-Z – Red Skies Over Paradise


Besetzung:

John Watts vocals, guitars, keyboards
Steve Liddle drums, backing vocals
David Graham bass, bass pedals, backing vocals


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: New Wave, Rock


Trackliste:

1. Berlin (4:37)
2. Marliese (3:53)
3. Red Skies Over Paradise (A Brighton Dream) (4:37)
4. In England (2:45)
5. You'll Never Find Brian Here (2:12)
6. Battalions Of Strangers (5:08)
7. Song And Dance Brigade (3:06)
8. The Writer (3:24)
9. Bathroom Scenario (3:51)
10. Wristcutters Lullaby (2:50)
11. Cruise Missiles (4:20)
12. Luton To Lisbon (1:57)
13. Multinationals Bite (3:36) 

Gesamtspieldauer: 46:11




Fischer-Z war eine der angesagtesten Bands des New Wave, Anfang der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Und das lag nicht zuletzt an dem Album „Red Skies Over Paradise“ aus dem Jahr 1981. Dieses Album ist ein wahres Feuerwerk voller Ideen und Einfälle des „Machers“ von Fischer-Z, John Watts. Und die Platte allein auf New Wave zu reduzieren, damit würde man dieser Scheibe auch nicht gerecht werden, denn hier finden sich neben New Wave Klängen Poplieder, Rocklieder, sowie mit Punk und Reggae angehauchte Stücke. Und das alles wirkt so unkompliziert, wird so schwerelos dargebracht, dass das Zuhören einfach Spaß macht.

Mit Sicherheit gibt es bessere Sänger als John Watts. Aber auch dieses „nicht immer ganz sichere Singen“, vor allem bei den höheren Passagen, gehört zur Musik von Fischer-Z einfach dazu. Genau wie die durchweg sehr überlegten und tiefergehenden Texte. Egal ob die jetzt über den kalten Krieg gehen (Battalions Of Strangers), über die krankhafte Verehrung eines Filmstars (Marliese), die globale Aufrüstung (Cruise Missiles) oder eine Hommage an eine Stadt sind (Berlin), die Texte lohnen sich mitgelesen zu werden und sind auch auf dem Booklet abgedruckt.

Musikalisch gibt es auf „Red Skies Over Paradise“ auch jede Menge Höhepunkte. Die heißen „Berlin“, „Marliese“, „In England“, „Battalions Of Strangers“, „The Writer“, „Cruise Missiles“, „Luton To Lisbon“ und schließlich „Multinationals Bite“. Also so ziemlich alle Stücke der CD. Und das Schöne ist, die anderen sind auch nicht viel schlechter. Auf dem Album findet sich kein Allerwelts-Pop, sondern klasse durchdachte, durcharrangierte und durchweg interessante Kompositionen, die nicht immer ganz klar einer Stilrichtung zugeordnet werden können. Klar gibt es kompliziertere, mehr fordernde Musik oder aber deutlich härtere Bands, aber manchmal steht einem der Sinn einfach nach Fischer-Z. Mir wenigstens.

Fazit: „Red Skies Over Paradies“ ist eine Platte, die den Sound Anfang der 80er sehr gut wiedergibt. Aber die Musik ist sogar noch ein wenig facettenreicher als viele New Wave Bands der damaligen Zeit. Fischer-Z erkennt man sofort, spätestens wenn der Gesang einsetzt. Und dieser Wiedererkennungswert, gepaart mit eingängigen Melodien und interessanten Texten, lässt das Album wachsen – bis hin zu elf Punkten.

Anspieltipps: Berlin, Battalions Of Strangers, Cruise Missiles, Luton to Lisbon, Multinationals Bite





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