Sonntag, 12. Februar 2012

Electric Light Orchestra – Xanadu





Electric Light Orchestra – Xanadu


Besetzung:

Jeff Lynne – lead vocals, lead and rhythm guitars
Bev Bevan – drums and percussion
Richard Tandy – keyboards
Kelly Groucutt – bass guitar, vocals


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Schlager, Pop


Trackliste:

1. Magic (Olivia Newton-John) (4:25)
2. Suddenly (Olivia Newton-John und Cliff Richard) (4:03)
3. Dancin’ (Olivia Newton John und The Tubes) (5:14)
4. Suspended In Time (Olivia Newton John) (3:52)
5. Whenever You’re Away From Me (Olivia Newton-John und Gene Kelly) (4:15)
6. I’m Alive (Electric Light Orchestra) (3:46)
7. The Fall (Electric Light Orchestra) (3:34)
8. Don’t Walk Away (Electric Light Orchestra) (4:48)
9. All Over The World (Electric Light Orchestra) (4:04)
10. Xanadu (Electric Light Orchestra und Olivia Newton-John) (3:30)

Gesamtspieldauer: 41:31




Zwei Fragen haben mich, wenn es um die Bewertung von Platten geht, schon lange beschäftigt. Die erste war: Werde ich es echt mal schaffen ein Album zu hören, dem ich null Punkte geben werde? Klar, wenn man lange sucht und so etwas wie „Die Flippers“ hört (denen möchte ich jetzt allerdings nicht zu nahe treten, da ich nur sehr wenig von ihnen kenne und ihnen am Ende unrecht tue ;-))), könnte das vielleicht theoretisch passieren. Aber solche Musik wie die der Flippers, Wendler, DSDS-„Stars“, Modern Talking und Konsorten möchte ich hier nicht bewerten. Das ist nicht mein Ding, so viel Zeit habe ich nicht zu verschwenden, um dieses Zeugs überhaupt anzuhören.

Die zweite Frage, die sich mir stellte, war jene, ob es das Electric Light Orchestra schaffen würde, eine noch schlechtere und mainstreammäßigere Platte als Discovery auf den Markt zu bringen. War es wirklich möglich, dass sie ihren Bodensatz noch nicht gefunden hatten? Und beide Fragen kann ich jetzt getrost mit „Ja“ beantworten - nachdem ich den Soundtrack „Xanadu“ gehört habe.

Eins gleich vorweg, das Album war erfolgreich, verkaufte sich millionenfach und war die zweiterfolgreichste Veröffentlichung des Electric Light Orchestras, nach dem anderen musikalischen Tiefpunkt „Discovery“. Und wieder einmal bestätigt sich, dass nicht alles, was sich verkauft auch gut ist. „Xanadu“ ist nämlich das genaue Gegenteil von gut. Es ist schlecht, abgrundtief schlecht. Und das liegt nicht daran, dass es sich hierbei um pure Popmusik handelt. Popmusik kann gut, interessant, fesselnd, begeisternd und was weiß ich nicht alles sein. „Xanadu“ ist belanglos, flach, langweilig, nervig, peinlich.

Klar, es gibt es auch Menschen, die diese Platte gut finden. Nachlesen kann man das ab und zu auf anderen Rezensionsplattformen im Internet. Allerdings vergleiche ich hier das Album „Xanadu“ mit den ersten Veröffentlichungen von ELO. Und dieses Gepäck wiegt schwer. Sehr schwer sogar. Denn 1980 war nun gar nichts mehr von diesem Anspruch an die Musik übrig geblieben, der auf den ersten Alben immer wieder herauszuhören war. Auf „Xanadu“ geht es nur noch um das massentaugliche Radioprodukt, das möglichst schnell, möglichst viel Geld in die Kassen spülen soll. Das war der Ansatz und dieser wurde mit Leben gefüllt und umgesetzt. Ziel erreicht.

Ach ja, noch was. Über Olivia Newton-John muss man natürlich erst recht kein Wort mehr verlieren. Die Frau kann nämlich echt nicht singen.

Fazit: Das ist gar nichts mehr. Das Album verfügt noch nicht einmal über, zumindest nette Melodien. Mit diesem Werk hat Jeff Lynne den Ruf des Electric Light Orchestras bei den Fans der ersten Stunde endgültig zerstört. Obwohl, das passierte wohl schon ein bis zwei Alben davor. Hochverdiente null Punkte.

Anspieltipps: Gibt es nicht.





1 Kommentar:

  1. Leider zeugt diese REzension von einer völligen Unwissenheit über die Hintergründe von "Xanadu", das ursprünglich bloß ein Nebenprojekt von Jeff Lynne war. Es stimmt nicht, dass jeglicher Anspruch an die Musik verlorengegangen ist. Er äußert sich nur in anderen Aspekten als zu Beginn des ELO. Getüftelt hat Lynne auch bei Xanadu, die Artpop-Komponente fehlt hier keineswegs. Sein Ziel war eingängiger Dreampop über wirkungsvollen Akkordsequenzen, kombiniert mit modernen Studioeffekten, Synthesizerarchitektur etc.

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