Donnerstag, 23. Februar 2012

Zee – Identity





Zee – Identity


Besetzung:

Richard Wright – keyboards, backing vocals, percussion, fairlight;
Dave Harris – guitars, lead vocals, keyboards, percussion, fairlight;


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: New Wave, Pop


Label: EMI


Trackliste:

1. Cönfüsiön (3:44)
2. Vöices (3:54)
3. Priväte persön (5:49)
4. Stränge rhythm (5:18)
5. Cüts like ä diämönd (5:55)
6. By töüching (5:21)
7. Höw dö yöü dö it (2:00)
8. Seems we were dreäming (4:53)




Rick Wright hatte gerade frei. Er war bei Pink Floyd entlassen und die Neuformierung unter der Leitung von David Gilmour hatte noch nicht begonnen. Die Rechtsstreitereien über die Rechte am Namen „Pink Floyd“ nahmen gerade an Fahrt auf, aber auch darin war Rick Wright zunächst nur am Rande involviert. Er genoss das süße Leben auf Rhodos und als er diesem überdrüssig wurde, nahm er mit Dave Harris, unter dem Projektnamen „Zee“, das Album „Identity“ auf. Er hätte besser auf Rhodos bleiben sollen…

Bereits die Aufmachung der CD, wie die der Platte, weist darauf hin, dass es sich hierbei wohl nicht um ein Album im Stile von Pink Floyd handelt. Die Außenhülle des Booklets ist schlicht in Silber und etwas Rosa gehalten. Die Innenseite ist dann völlig rosa. Alles sehr langweilig und so gar nichts erinnert hier an die zum Teil surreal gestalteten Pink Floyd Cover von Hipgnosis beziehungsweise Storm Thorgerson. Aber noch seltsamer erscheinen einem diese komischen „Ä’s“, „Ö’s“ und „Ü’s“, die sowohl die Songtitel wie auch die Credits verzieren.

Nun also Richärd Wright und Däve Härris zeichnen sich für die Musik auf „Identity“ verantwortlich. Aber genauso wenig, wie das Cover einem Pink Floyd Cover entspricht, genauso wenig entspricht die hier zu hörende Musik der von Pink Floyd oder einem der beiden Soloalben von Richard Wright.

Was man zu hören bekommt ist schlecht gemachter Synthie-Pop, so in der Art von New Order nur auf einem viel tieferen Niveau. Hier weiß gar nichts zu überzeugen, weder Gesang, noch die Texte, noch die zum Teil sogar fehlenden Melodien. Das, was man hier zu hören bekommt ist schlecht, abgrundtief schlecht sogar. Das Kreativste an der ganzen Scheibe sind wahrlich diese komischen Umlaute.

Auf dem Cover ist ein Sticker mit der Aufschrift: „Featuring Richard Wright ex Pink Floyd“. Ich nehme an, ohne diesen Aufkleber hätten sie keine einzige Platte oder CD davon verkauft. Alle Titel entstanden in Zusammenarbeit von Rick Wright und Dave Harris, wobei sich letzter als alleiniger Autor der Texte auszeichnete. Aber wie es Richard Wright schaffte, diese Art von Musik mit zu komponieren, bleibt mir ein Rätsel.

Fazit: Nun, dieser Synthi-Pop hat überhaupt nichts mit Pink Floyd und schon gar nichts mit Progressiver Rockmusik zu tun. Die Melodien sind, soweit überhaupt vorhanden, lahm, uninteressant und zum Teil richtig nervig. Alles wirkt absolut unausgewogen, als ob es in wenigen Stunden zusammengestöpselt worden wäre. Einzig das Lied „Voices“ (ich wehre mich irgendwie gegen dieses blöde „ö“), auf dem Wright auch den Gesang übernimmt, ist akzeptabel. Und dieses Lied ist es auch, weshalb ich diesem Werk doch noch einen Punkt mehr gebe, als dem absoluten Bodensatz. Ist aber wirklich nur was für Leute, die alles von Rick Wright oder im weitesten Sinne von Pink Floyd haben wollen. Sonst Finger weg. 2 Punkte.

Anspieltipps: Voices, der Rest ist ganz, ganz schlecht.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen