Mittwoch, 14. März 2012

Archive – Michel Vaillant





Archive – Michel Vaillant


Besetzung:

Craig Walker – vocals
Darius Keeler – keyboards, bass
Danny Griffiths – guitars


Gastmusiker:

Smiley – drums
Carl Holt– bass guitar
Steve Harris – guitar
Graham Preskett – additional piano
Steve Emney – drums
Lee Pomeroy – bass guitar
Steve Watts – hammond, rhodes organ
Maria Q – backing vocals


Erscheinungsjahr: 2003


Stil: Soundtrack, Artrock


Label: Warner Music


Trackliste:

1. Le Mans (4:52)
2. Bridge Scene (5:33)
3. Helicoptere (6:13)
4. Come To Me 1 (3:14)
5. Vaillant Theme (3:48)
6. Nothing (3:23)
7. Friend (4:26)
8. Nightmare Scene (3:20)
9. Leader Theme (3:36)
10. Nightmare Is Over (4:37)
11. Vaillant (Acoustic) (1:35)
12. Night Time (2:11)
13. Red (1:27)
14. Come To Me 2 (6:35)

Gesamtspieldauer: 54:49




Bei dem Album “Michel Vaillant” handelt es sich um den Soundtrack zum gleichnamigen Film, der 2003 von Luc Besson produziert wurde und unter anderem Diane Krüger und Peter Youngblood Hills in den Hauptrollen zeigte. Michel Vaillant ist ursprünglich eine Comic-Figur des französchisch-begischen Zeichners Jean Graton und behandelt dessen Abenteuer als Autorennfahrer. Somit unterscheidet sich „Michel Vaillant“ auch von den anderen Veröffentlichungen der Band Archive in einigen Punkten.

Zunächst fällt auf, dass der für Archive fast schon obligatorische Longtrack auf dieser Veröffentlichung fehlt. Aber auch die Musik unterscheidet sich von „You All Look The Same To Me“ und „Noise“, den beiden Alben, die zeitlich gesehen um dieses herum veröffentlicht wurden. Dies ist sicherlich dem Umstand geschuldet, dass es sich hierbei eben nicht um ein „normales“ Studioalbum, sondern um einen Soundtrack handelt. Deutlich wird dies vor allem bei den Liedern „Le Mans“, „Nightmare Scene“ und „Red“, die mehr oder weniger Klangteppiche darstellen, um bestimmte Szenen zu untermalen. In eine ähnliche Kategorie fällt auch das fast ausschließlich instrumental gehaltene „Helicoptere“.

Ich habe den Film nicht gesehen und kann somit nicht beurteilen, wie die einzelnen Szenen zur Musik passen. Aber es bleibt festzuhalten, dass einige Sequenzen in diesem Film unglaublich schnulzig sein müssen, denn nur so ist ein Lied wie „Friend“ zu erklären, welches wahnsinnig schmalzig aus den Boxen wabert. Dies belegt die Musik, wie auch der Text - und wenn dann zur Rhythmusgenerierung auch noch ein Mitklatschen herhalten muss, dann schmerzt das doch gewaltig. In eine ähnliche Schublade passen auch die Lieder 4 und 11, „Come to me 1 und 2“.

Aber dieser Soundtrack enthält auch richtig gelungene Stücke, die auch auf den anderen Veröffentlichungen Archives zu den Highlights gehören würden. Das Instrumentalstück „Vaillant Theme“ zum Beispiel stellt weniger einen Klangteppich dar, sondern wartet viel mehr mit einer wunderschönen Melodie auf, die auch in ihrer Steigerung zu überzeugen weiß. Ebenso der Track Vaillant (Acoustic), der hauptsächlich von einer gezupften Gitarre und dem hier fast schon gehauchten Gesang Craig Walkers getragen wird. Und natürlich „Bridge Scene“, zweifellos eines der besten Lieder, die Archive bisher auf CD gepresst haben. Eine sehr ruhige Melodie wird hier immer weiter gesteigert, bis sie über dissonante Töne und einem fast schon erlösenden Snare-Einsatz quasi explodiert. Absolut klasse. Auch sehr gut: „Night time“. Toll passt hier wieder der Gesang von Craig Walker, der seine Botschaft dieses Mal so schön verzweifelt hinausschreit.

Fazit: Sicher das falsche Album zum Einstieg, wenn man beginnen möchte, sich mit der Musik von Archive genauer zu beschäftigen. Für Fans und Sammler aber ein Muss, da sich auf dem Album neben Längen auch besagte Highlights befinden. Acht Punkte.

Anspieltipps: Bridge Scene, Vaillant Theme, Night Time



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