Dienstag, 1. Mai 2012

Frank Black And The Catholics – Show Me Your Tears





Frank Black And The Catholics – Show Me Your Tears


Besetzung:

Frank Black – vocals, guitar
Scott Boutier – drums, bells
Rich Gjlbertz – guitar, piano, pedal steel guitar, vocals
David McCaffrey – bass, vocals
David Philips – guitar, pedal steel guitar, vocals


Gastmusiker:

Rob Laufer – piano, vocals
Stan Ridgway – harmonica, melodica, banjo, percussion, vocals
Joey Santiago – guitar
Jack Kidney – saxophone, harmonica
Eric Drew Feldman – organ
Van Dyke Parks – piano, accordion
Keith Moline – guitar
Andy J. Perkins – trumpet
Pietra Wexstun – vocals
Jean Black – vocals
Cynthia Haagens – vocals
Eric Potter – vocals


Label: spinArt Records


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Pop


Trackliste:

1. Nadine (3:05)
2. Everything Is New (3:52)
3. My Favourite Kiss (2:06)
4. Jaina Blues (3:51)
5. New House Of The Pope (3:16)
6. Horrible Day (3:37)
7. Massif Centrale (4:52)
8. When Will Happiness Find Me Again? (2:20)
9. Goodbye Lorraine (2:37)
10. This Old Heartache (3:28)
11. The Snake (2:02)
12. Coastline (1:57)
13. Manitoba (4:34)




Frank Black, alias Black Francis, alias Charles Thompson, „alias“ der Sänger der Pixies, war nach deren erster Auflösung 1993 gar nicht träge. Eher sogar das Gegenteil war der Fall! Unter dem Namen Frank Black veröffentlichte er in schöner Regelmäßigkeit neue Alben. Zunächst geschah dies noch Solo, dann mit Gastmusikern, ab 1998 schließlich mit einem festen Bandmitgliederstamm unter dem Namen „Frank Black & The Catholics“. „Show Me Your Tears“ ist dabei bereits die sechste Veröffentlichung dieser Formation im sechsten Jahr nach ihrer Gründung.

Viel bekommt man auf „Show Me Your Tears“ zu hören. 13 Stücke gibt es da, die sich zum Teil ganz unterschiedlichen Genres bedienen. Da gibt es Pop zu hören, Rock natürlich, Blues, Punkanleihen und Country Musik. Von daher ist schon mal sichergestellt, dass es dem Hörer nie langweilig wird. Unterstützt wurde er bei dieser Veröffentlichung auch von Stan Ridgway, der sich ebenfalls als Produzent einiger Titel auszeichnet.

Die CD startet rau und kraftvoll mit „Nadine“, einem Titel, der dem Punk ziemlich nahe kommt. Ein wirklich guter Einstieg in die Platte. Und dann geht es mit “Everything Is New” gleich absolut klasse weiter. Das Stück ist ein wunderschöner Pop-Song, mit einem tollen Text. Und dazu verankert sich die Melodie sofort im Ohr und alles an diesem Stück wirkt irgendwie lässig. Wahrlich ein klasse Lied, welches irgendwie hängenbleibt. Durchaus auch länger. Wieder ganz anders klingt es dann bei “My Favourite Kiss”. Eine ruhige Gitarrennummer, bei der Frank Black seine amerikanische Herkunft nicht mehr verheimlichen kann, denn die Country Adaptionen sind unüberhörbar.

“Jaina Blues” ist im Anschluss daran, nicht sehr überraschend, ein Blues. Allerdings einer von der groovenden Art. Manchmal klingt es ein wenig schräg und auch der Gesang hört sich mitunter, wohl aber beabsichtigt, gepresst und schief an. „New House Of The Pope” startet ruhig mit einem Piano, in dessen Spiel dann wieder eine bluesige Gitarre einsetzt. Und ob man jetzt auf Blues steht oder nicht, der Song transportiert eine unglaublich lockere Stimmung, die ansteckt.

“Horrible Day” ist eine groovende Rocknummer, welche vom Zusammenspiel des Pianos mit der E-Gitarre lebt. Ansonsten ist das allerdings kein Lied, welches unbedingt länger hängenbleibt. Bei „Massif Centrale“ sieht das dann schon anders aus. Hier hört man ein Rock-Lied, welches zum Teil mit einer Stimme gesungen wird, zumindest zu Beginn des Titels, die wohl lächerlich klingen soll. „When Will Happiness Find Me Again?“ klingt ein wenig wie eine irische Weise und ist dabei zunächst sehr melodisch. Unterbrochen wird diese Stimmung dann von einem schrägen Gitarrensolo, bis es wieder in den ersten Part übergeht. Überzeugend gemacht.

Mit “Goodbye Lorraine” hört man anschließend eine Country-Nummer. So etwas muss man mögen oder aber man steigt aus. Getragen wirkt die Stimmung dann zunächst bei „This Old Heartache”, welches mit dem Piano eingeleitet wird. Das Lied verbreitet eine mitunter sentimental geartete Stimmung und auch wenn hier die Pedal Steel Guitar zum Einsatz kommt, so kann man trotzdem nicht von einem Country Song sprechen. „The Snake”, im Anschluss daran, ist ein eher unspektakulärer Song, bei dem das Saxophon-Solo hängenbleibt - sowie der Gesang Frank Blacks, der hier ganz ähnlich wie Lou Reed klingt.

„Coastline” ist ein Lied, instrumentiert mit akustischer Gitarre und Mundharmonika. Und wenn dann die Gitarrentöne länger gezogen werden, bewegen wir uns wieder auf dem Boden der Country Musik. Das Album wir beendet durch das Lied „Manitoba”. Eine ruhige Nummer, die man dieses Mal sogar dem Folk zurechnen könnte. Dazu hat das Stück eine schöne Melodie und einen tollen Text.

Fazit: „Show Me Your Tears“ von “Frank Black And The Catholics” ist wahrlich kein schlechtes Album. Allerdings auch keines, das einen umhaut. Die Songs können oft musikalisch nicht packen, was den Texten dafür deutlich öfters gelingt. Vielleicht schafft man es aber auch nicht unbedingt, innerhalb weniger Monate drei Alben auf den Markt zu bringen, die alle nur so vor Kreativität strotzen. Dieses Album hier wäre zumindest dafür der Beleg, denn genau das hat Frank Black gemacht. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Nadine, Everything Is New, New House Of The Pope, When Will Happiness Find Me Again?, This Old Heartache, Manitoba



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