Freitag, 25. Mai 2012

Randy Newman – 12 Songs





Randy Newman
– 12 Songs



Besetzung:

Randy Newman – piano


Gastmusiker:

Ry Cooder – guitar
Clarence White – guitar
Ron Elliott – guitar
Al McKibbon – bass
Lyle Ritz – bass
Gene Parsons – drums
JimmGordon – drums
Milt Holland – percussion
Roy Harte – percussion


Label: Warner Music Group


Erscheinungsdatum: 1970


Stil: Blues, Country, Rock’n‘Roll


Trackliste:

1. Have You Seen My Baby? (2:35)
2. Let's Burn Down The Cornfield (3:05)
3. Mama Told Me Not To Come (2:12)
4. Suzanne (3:08)
5. Lover's Prayer (1:59)
6. Lucinda (2:44)
7. Underneath The Harlem Moon (1:54)
8. Yellow Man (2:24)
9. Old Kentucky Home (2:40)
10. Rosemary (2:10)
11. If You Need Oil (2:59)
12. Uncle Bob's Midnight Blues (2:02)




Das zweite Album Randy Newmans „12 Songs“ war ebenfalls überaus unerfolgreich - genau wie sein Vorgänger. Es verkaufte sich zunächst kaum. Von den Kritikern wurde diese Platte allerdings schon immer deutlich anders beurteilt und so nimmt „12 Songs“ auch in der Liste des Rolling Stone Magazins, mit den angeblich „500 besten Alben aller Zeiten“, den Platz 354 ein.

Auffällig ist zunächst einmal der Stilwechsel, den Randy Newman mit diesem Album, im Vergleich zum Vorgänger, vollzog. Waren auf dem Debut „Randy Newman“ noch hauptsächlich Songs zu hören, die unglaublich nach Filmmusik klangen, beziehungsweise an einen Soundtrack aus den 50er oder 60er Jahren erinnerten und aufwendig, oftmals mittels Orchester, instrumentiert wurden, so kehrte Randy Newman hier vom „Aufwendigeren“ zum „Einfacheren“ zurück. Die zwölf Lieder sind meist sparsam instrumentiert und gehen in die Richtung Blues und zum Teil Rock’n’Roll.

Und da zeigt sich wieder einmal, wie unterschiedlich doch die Geschmäcker sein können. Wie es dieses Album auf eine Liste mit den 500 besten Alben aller Zeit schaffen konnte – ein Rätsel. Die Lauflänge des Albums beträgt noch nicht einmal eine halbe Stunde, die Texte sind, wie immer bei Randy Newman, klasse gelungen und spannen sich von lustig über ironisch bis sarkastisch. Gut und unterhaltsam gemacht. Der Blues wurde allerdings nicht mit diesem Album erfunden, den gab es schon vorher und auch deutlich packender.

In die Kategorie „Blues“ passen die Stücke “Let's Burn Down The Cornfield”, “Suzanne”, “Lover's Prayer”, “Lucinda”, “Underneath The Harlem Moon”, “Yellow Man”, “If You Need Oil” und “Uncle Bob's Midnight Blues”. Wobei von diesen Songs “Suzanne” sogar noch einen starken “Country-Touch” aufweist. Und der Country-Musik-Fan wird auch bestens mit „Old Kentucky Home“ bedient. Das kann man mögen – oder eben nicht … Die restlichen Stücke gehen in die Richtung Rock’n’Roll, wobei hier der Fokus auf die langsame Variante gelegt wurde.

Diese zwölf Songs plätschern so dahin, wobei „Mama Told Me Not To Come” und “Yellow Man” sich noch positiv vom restlichen, fast schon „Hintergrundrauschen“, abheben. Zumindest diese beiden Titel haben etwas, was man auch gerne noch mal hört. Die restlichen Stücke schaffen es dagegen überhaupt nicht den Zuhörer zu packen. Sind irgendwie langweilig und auf eine gewisse Art und Weise belanglos.

Fazit: Vielleicht, wenn man großer Blues-Fan ist und auch einem amerikanischen Country-Touch nicht ganz ablehnend gegenübersteht, dann, ja dann vielleicht kann man auf diesem Album etwas für sich finden. Mir ist das hier zu eintönig, auch wenn es nur etwas mehr als 29 Minuten andauert. Mir fehlen hier die Melodien, die hängenbleiben. Und auch in das Blues-Feeling kann hier nur schwer eingetaucht werden. Denn hat sich dieses aufgebaut, ist der entsprechende Song nach zwei Minuten schon wieder vorbei. Über vierzig Jahre nach der Veröffentlichung ist das Album überholt. Drei Punkte.

Anspieltipps: Have You Seen My Baby?, Mama Told Me Not To Come, Yellow Man




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