Dienstag, 4. September 2012

David Bowie – Hours…


 


David Bowie – Hours…


Besetzung:

David Bowie – vocals, keyboards, guitar


Gastmusiker:

Reeves Gabriels – guitar
Mark Plati – bass, guitar, keyboards
Mike Levesque – drums
Sterling Campbell – drums
Chris Haskett – guitar
Everett Bradley – percussion
Holly Palmer – vocals


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1999


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Thursday's Child (5:22)
2. Something In The Air (5:46)
3. Survive (4:11)
4. If I'm Dreaming My Life (7:05)
5. Seven (4:05)
6. What's Really Happening? (4:10)
7. The Pretty Things Are Going To Hell (4:41)
8. New Angels Of Promise (4:37)
9. Brilliant Adventure (1:52)
10. The Dreamers (7:46)

Gesamtspieldauer: 47:03




Auf seinem letzten Album des letzten Jahrtausends, „Hours…“, seiner bisher zweiundzwanzigsten Studioveröffentlichung, ist David Bowie zugegebenermaßen nicht mehr übermäßig innovativ. Viel Neues bekommt man hier nicht mehr zu hören. Keine Experimente mehr, keine neuen Stilrichtungen, die Bowie ausprobiert geschweige denn mit initiiert. „Hours…“ ist ein Pop-Rock-Album geworden, angefüllt mit Stücken, die fast alle auch radiotauglich sind.

Aber genau diese Stücke haben es trotzdem in sich, denn auf „Hours…“ hört man Pop- beziehungsweise Rock-Musik auf allerhöchstem Niveau. Das Album ist angefüllt mit Nummern, die ziemlich schnell ins Ohr gehen, allerdings auch nach mehrmaligem Hören nichts an ihrem Reiz verlieren. Und auch wenn hier deutlich weniger Experimente zu hören sind, 08/15-Musik ist das auf gar keinen Fall. Stellvertretend dafür steht so ein Song wie „If I'm Dreaming My Life“. Da wird in den ersten der sieben Minuten Dauer gerockt, um dann in einen sphärischen Teil überzugehen, in denen die Aussage „Dreaming My Life“ Mantra-ähnlich wiederholt wird.

Oder da gibt es so ein unglaublich intensives Stück wie „Something In The Air“. Klasse, packende Melodie und immer wieder wird Bowies Stimme gedoppelt und dabei der eine Teil bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Klasse gemacht. Es finden sich eingängige und auch für David Bowie fast schon typische Popsongs wie „Thursday‘s Child“, „Something In The Air“ oder „Seven“ neben einer, dann doch experimentelleren Klangpassage wie „Brilliant Adventure“, welche auch perfekt auf dem Album „Low“ von 1977 Platz gefunden hätte.

Gerockt wird auch. „Brilliant Adventure“ klingt dabei schon ungewöhnlich heftig im Songkatalog des David Bowie, während er bei der Pop-Nummer „New Angels Of Promise“ einmal mehr seinen eindrucksvollen Gesang auslebt.

Fazit: Der Hörer bekommt viel geboten auf „Hours…“. Kein schlechter Titel hat sich auf die Platte verirrt, ganz im Gegenteil sogar, hier klingt wirklich alles. Dabei können die Melodien den Hörer meist schnell packen und bleiben auch hängen. Klar ist das Ganze nicht mehr so innovativ, wie vielleicht in den 70er Jahren. Aber hier hört man gut gemachten Pop und der lohnt sich in diesem Fall wahrlich. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Something In The Air, If I'm Dreaming My Life, Seven, Brilliant Adventure, New Angels Of Promise



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