Sonntag, 9. September 2012

Delicatessen – Skin Touching Water





Delicatessen
– Skin Touching Water



Besetzung:

Neil Carlill – vocals, acoustic guitar, electric guitar, organ, piano
Craig Brown – electric guitar, acoustic guitar, flute
Stuart Dayman – drums, percussion
Pete Capewell – bass guitar


Gastmusiker:

Oliver Langford: strings on tracks 4, 16


Label: Starfish Records


Erscheinungsdatum: Mai 1995


Stil: Rock mit progressiven Ansätzen


Trackliste:

1. I’m Just Alive (3:41)
2. C.F. Kane (3:46)
3. Zebra / Monkey / Liar (3:26)
4. Red, Blue And Green (2:49)
5. Watercress (2:20)
6. Classic Adventure (3:38)
7. Appeased (0:54)
8. Chomsky (3:59)
9. You Cut My Throat, I’ll Cut Yours (2:28)
10. Sick Of Flying Saucers (3:10)
11. Smiling You’re Stupid (2:58)
12. Inviting Both Sisters Out To Dinner (4:30)
13. Advice (1:15)
14. Love’s Liquid (3:40)
15. Froth (3:18)
16. If She Was Anybody Else (4:05)

Gesamtspieldauer: 49:53




Das Erstlingsalbum der vier Engländer, die so gar nichts mit dem gleichnamigen Film zu tun haben (außer dem Namen), ist ein sehr facettenreiches Werk geworden. Die Platte beginnt mit „I’m Just Alive“ gleich richtig gut. Das Lied lebt von seinem Orgelsound und wirkt fast ein wenig hypnotisierend. Wenn die Nummer auch nicht genau so klingt, so erinnert die Orgel doch ein wenig an den Sound Jon Lords bei Deep Purple. Ganz anders dann jedoch der nächste Track „C.F. Kane“. Ein meist ruhiges, gitarrenlästiges Lied, bei dem zumindest der Anfang des Refrains so auch von Oasis hätte gespielt werden können.

Und abwechslungsreich geht es weiter mit „Zebra / Monkey / Liar“, was fast schon in der Stimmung eines progressiven Rocksongs daherkommt. Nur 3:26 Minuten lang, aber pure Abwechslung. Das Stück wurde gegen Ende ziemlich übersteuert aufgenommen, was den Hörgenuss ein wenig schmälert. Wenn man dann aber zum nächsten Track kommt, weiß man, was sich die Band bei der Produktion dazu gedacht hat. Denn die nächste Nummer wird ganz weich. Eine Violine erklingt und „Red, Blue And Green“ kommt schwebend aus den Boxen. Die Band war wohl auf einem möglichst krassen Gegensatz aus.

Das nächste Stück, „Watercress“, ist dann ein sehr experimentelles Lied und erinnert fast schon an King Crimson der 80er. Wieder eine neue Seite der „Delicatessen“. Aber so ist es die ganze Platte über, bei jedem der insgesamt sechszehn Titel. Kein Lied ähnelt dem anderen und immer wieder wurden völlig schräge Töne mit schönen Melodien kombiniert oder aber abgewechselt.

Klasse das Lied „Chomsky“, bei dem die Querflöte zumindest am Anfang eine Hauptrolle übernimmt oder „Sick Of Flying Saucers“, ein Stück bei dem vor allem der außergewöhnliche Gesang in Erinnerung bleibt.

„Inviting Both Sisters Out To Dinner” ist ein sehr dichtes Lied, was durch seine vielen Rhythmuswechsel gefallen kann. Und auch nicht vergessen werden sollte hier der letzte Track auf dem Album „If She Was Anybody Else“, der zunächst sehr schleppend beginnt, dann aber immer wieder durch den Violineneinsatz eine tolle Wendung erfährt.

Fazit: Ein guter Einstand ist den vier Engländern da gelungen. Die Abwechslung macht es bei diesem Album. Wer Spaß hat an guter Rockmusik, weit entfernt vom Mainstream, der wird an dieser Veröffentlichung auch Gefallen finden. Von mir gibt es dafür zehn Punkte.

Anspieltipps: I’m Just Alive, C.F. Kane, Chomsky, Inviting Both Sisters Out To Dinner, Froth, If She Was Anybody Else




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