Donnerstag, 27. September 2012

Deus - My Sister Is My Clock




Deus – My Sister Is My Clock (EP)


Besetzung:

Jules de Borgher – drums
Klaas Janzoons – violin, piano, percussion, delay
Rady Trouve – guitar, vocals, piano, synthesizer, rhythm-box, bass, toy-horns, matress, teeth, harp
Stef Camil Carlens – electric and acoustic guitar, vocals, bass, piano, bells, pipes
Tom Barman – electric and acoustic guitar, vocals, bass, piano, bells, pipes


Label: Island Records Ltd.


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: Experimentalmusik


Trackliste:

1. Middlewave
2. Almost White
3. Healtinsurance
4. Little Ghost
5. How To Row A Cat
6. Only A Colour To Her
7. Sweetness
8. Sick Sugar
9. The Horror Partyjokes
10. Void
11. Sans Titre Pour Sira
12. Glovesong
13. Lore In The Forest

Gesamtspieldauer: 25:44




Die Angabe der einzelnen Lieder hätte ich mir bei dieser EP von Deus eigentlich sparen können, denn die vier Mannen um Bandleader Tom Barman haben darauf verzichtet, einzelne Tracks auf der EP zu hinterlegen. Das bedeutet, man kann den „Weiterknopf“ nicht drücken und muss sich durch das ganze Werk, laut Booklet aus dreizehn Einzeltiteln bestehend, hören. Und ganz ehrlich, das ist nicht einfach. Man bekommt Sprachfetzen zu hören und meist sehr, sehr atonales Geschrammel, Geklimper. Hier wurden Geräusche und Ansätze aufgenommen. Was sich die fünf Belgier dabei gedacht haben, entzieht sich meiner Kenntnis, das Ergebnis ist auf jeden Fall grauenvoll.

Die Band war sich im Klaren, dass diese „Musik“ wohl kaum auszuhalten ist und sofort die „Weiter-Taste“ betätigt werden würde, daraufhin wurde jedoch das „Skippen“ unterdrückt – man muss da echt durch! Wie schon des Öfteren vermerkt, stehe ich sogar auf abgefahrene und schräge Töne, wie sie in der progressiven Rockmusik immer wieder vorkommen. Aber das hier? Das grenzt fast an eine Zumutung.

Dieses Album war während des Hörens mein Kandidat für ein 0-Punkte-Werk auf unserem Blog. Doch dann passierte es wirklich noch bei 22:20. Ich habe ein Lied vernommen. Sogar noch ein ganz gutes Stück. Von daher hat es sich vielleicht doch noch gelohnt, die Scheibe der Länge nach durchzuhören, sie hat sich damit ihren einen Punkt redlich verdient.

Fazit: Das ist kein Alternative Rock, für den Deus sonst steht und unter dessen Überaschrift sie auch schon gute Scheiben veröffentlicht haben. Das ist auch kein progressiver Rock, das ist leider größtenteils nur Lärm und wenn man es gut meint: Töne. Ist auch wirklich nur was für Leute, die alles von Deus besitzen wollen.

Anspieltipps: Irgendwie zum Ende des gesamten Tracks kommen.




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