Freitag, 14. September 2012

Triumvirat – Illusions On A Double Dimple





Triumvirat
– Illusions On A Double Dimple



Besetzung:

Jürgen Fritz – keyboards
Helmut Köllen – bass, guitar, vocals
Hans Bathelt – drums


Gastmusiker:

Hans Pape – bass
Ulla Wiesner – backing vocals
Brigitte Thomas – backing vocals
Hanna Dölitzsch – backing vocals
The Cologne Opera House Orchestra
The Kurt Edelhagen Brass Section


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Illusions On A Double Dimple (23:24)
2. Mister Ten Percent (21:37)


Bonus Tracks:

3. Dancer’s Delight (3:35
4. Timothy (4:11)
5. Dimplicity (3:17)
6. Million Dollars (2:35)

Gesamtspieldauer: 58:38




„Illusions On A Double Dimple“ heißt das zweite Album der Kölner Band Triumvirat aus dem Jahre 1974, welches ursprünglich aus lediglich zwei längeren Titeln bestand, die die erste und die zweite Seite der LP einnahmen. Die Band stand, zumindest am Anfang ihrer Karriere, für progressiven Rock, der immer wieder zu Vergleichen mit den britischen Kollegen desselben Genres und derselben Zeit Anlass gab. Und genauso verhält es sich auch auf dieser Platte: Die Parallelen zu Emerson, Lake & Palmer sind einfach nicht zu überhören.

Dies lässt sich auf „Illusions On A Double Dimple“ sofort am Keyboard- und Piano-Spiel des Jürgen Fritz festmachen. Er scheint, zumindest zur damaligen Zeit, ein großer Fan des Keith Emerson gewesen zu sein, denn allzu oft fühlt man sich an dessen Spiel erinnert. Und das ist durchaus als Lob zu verstehen, denn Jürgen Fritz macht das richtig gut. Sehr virtuos entlockt er seinen Instrumenten die Klänge, die manches Mal progressiv bis fast schon jazzig klingen, ein anderes Mal in Harmonien und Melodiösität versinken.

Die etwas poppigeren Abschnitte, die meist auch mit Background-Gesang versehen wurden, sind dabei überaus gelungen und wesentlich eindrucksvoller, als wenn wieder mal ein Fanfaren-Klang von Keith Emerson kopiert wird. Somit wird der Titelsong „Illusions On A Double Dimple“ ab etwa der Mitte dann auch deutlich besser und eigenständiger und endet schließlich wieder in einer ELP-Adaption.

„Mister Ten Percent“ startet mit einem schnellen Piano-Lauf und wird anschließend ziemlich vertrackt. Schließlich mündet dies alles wieder in ein sehr gelungenes Piano Solo, welches im weiteren Verlauf in einen, durch den Gesang bedingten, fast lustigen Teil übergeht. Dann wird auch dieses Lied wieder deutlich frickeliger, allerdings immer wieder aufgelockert durch sehr viel harmonischere Passagen. Das ist durchaus spannend gemacht.

Noch kurz etwas zu den vier Bonus Tracks auf der remasterten Ausgabe der CD. „Dancer’s Delight“ ist ein Popsong, der ein bisschen „verprogt“ wurde. Auch ein wenig in diese Richtung bearbeitet wurde „Timothy“, wenngleich dieses Stück deutlich ruhiger gehalten ist. „Dimplicity“ ist noch mal ein Auszug aus dem Titeltrack. Allerdings wurden hier die progressiveren Stellen vollständig weggelassen. „Million Dollars“ hört sich dagegen wie eine sehr eingängige Nummer an, die irgendwie an den Pop der 60er erinnern will.

Fazit: Triumvirat klingen immer dann gut, wenn sie nicht zu sehr kopieren beziehungsweise zu sehr wie Emerson Lake & Palmer klingen wollen. Manchmal hören sie sich hier auf „Illusions On A Double Dimple“ sehr progressiv, ein anderes Mal mehr poppig und harmonisch an. Die Mischung passt einfach und trotzdem, sodass man das Album immer wieder gerne anhört, wenn man auch etwas mit den etwas weniger eingängigen Abschnitten in der Musik anfangen kann. Reine Pop-Fans werden damit allerdings massive Schwierigkeiten bekommen. Mir ist das aber zehn Punkte wert.

Anspieltipps: Illusions On A Double Dimple, Mister Ten Percent, Timothy, Million Dollars



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