Sonntag, 21. Oktober 2012

The Psychedelic Furs – The Psychedelic Furs




The Psychedelic Furs – The Psychedelic Furs


Besetzung:

Richard Butler – vocals
John Ashton – guitar
Tim Butler – bass guitar
Vince Ely – drums
Roger Morris – guitar
Duncan Kilburn – saxophones



Label: Columbia / Sony BMG


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Post Punk


Trackliste:

1. India (6:21)
2. Sister Europe (5:39)
3. Imitation Of Christ (5:29)
4. Fall (2:42)
5. Pulse (2:38)
6. We Love You (3:27)
7. Wedding Song (4:20)
8. Blacks/Radio (6:56)
9. Flowers (4:12)


Bonus Tracks:

10. Susan's Strange (3:15)
11. Soap Commercial (2:54)
12. Mack The Knife (4:20)
13. Flowers (5:37)

Gesamtspieldauer: 57:49




1980 veröffentlichte die britische Band The Psychedelic Furs ihr erstes, ebenfalls mit The Psychedelic Furs betiteltes Album. Nun Punk hört man darauf allerdings nur ansatzweise. Allerdings gibt es einen Mix an Sounds, die immer wieder an andere Bands verbinden.

Großes Vorbild der Band scheint zum damaligen Zeitpunkt David Bowie gewesen zu sein, denn viele der Stücke könnten auch unter dem Namen David Bowie veröffentlicht worden sein, ohne, dass dies besonders aufgefallen wäre – okay, die Stimme ist natürlich eine andere. Sehr viel rauer und ungeschliffener klingt der Art Gesang des Richard Butler. Einige Titel erinnern sogar ein wenig an die englische Ska-Truppe Madness, was nicht nur am Einsatz des Saxophons liegt. Aber dieser monotone Beat in Verbindung mit der Bläser-Fraktion geht schon sehr in diese Richtung.

Der Sound ist allgemein sehr poppig gehalten, die Melodien in keinster Weise verschachtelt oder kompliziert. Trotzdem unterscheiden sich die einzelnen Stücke doch sehr voneinander, sodass zu keiner Zeit Langeweile aufkommt. Allerdings so richtig packen können einen diese Lieder auch nicht mehr. Dazu fehlt dann doch die geniale Melodie, der perfekt gesetzte Break oder der richtig mitreißende Text.

Vier Zugaben gibt es auf der remasterten CD-Fassung des Albums. „Susan Strange“ ist dabei ein Titel, der auf der amerikanischen Veröffentlichung des Albums schon immer vertreten war, in Europa aber komischerweise fehlte. Erwähnenswert an dieser Stelle auch noch der Titel „Mack The Knife“, auf Deutsch besser bekannt unter „Macki Messer“ von Kurt Weill und Berthold Brecht. Eine richtig gute Interpretation dieses alten Liedes.

Fazit: Das Debut der Psychedelic Furs ist wahrlich nicht schlecht. Zu viele Spuren hinterlässt es allerdings auch nicht. Was zur damaligen Zeit noch sehr interessant wirkte und sich so auch anhörte, hat inzwischen deutlich Patina angesetzt. Wer jedoch Gefallen findet an der Pop-Musik Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre, die auch mal etwas schräg klingen konnte, den Beat von vorne bis zum Ende durchzog und durchaus immer tanzbar war, der kann mit dieser CD absolut nichts falsch machen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Sister Europe, Imitation Of Christ, Blacks/Radio, Mack The Knife




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