Mittwoch, 7. November 2012

The Byrds – Farther Along




The Byrds – Farther Along


Besetzung:

Roger McGuinn – guitar, banjo, vocals
Clarence White – guitar, mandolin, vocals
Skip Battin – bass, piano, vocals
Gene Parsons – drums, 5 string banjo, rhythm and steel guitar, harmonica, vocals


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1971


Stil: Country-Rock, Folk-Rock


Trackliste:

1. Tiffany Queen (2:44)
2. Get Down Your Line (3:29)
3. Farther Along (3:00)
4. B.B. Class Road (2:19)
5. Bugler (3:10)
6. America's Great National Pastime (3:01)
7. Antique Sandy (2:15)
8. Precious Kate (3:04)
9. So Fine (2:40)
10. Lazy Waters (3:35)
11. Bristol Steam Convention Blues (2:49)


Bonus Tracks:

12. Lost My Drivin' Wheel (4:59)
13. Born To Rock And Roll (3:01)
14. Bag Full Of Money (5:58)

Gesamtspieldauer: 46:02




Das war es also, das zunächst letzte und elfte Studio-Album der Byrds. „Farther Along“ wurde es „getauft“ und zu Begeisterungsstürmen war bei dieser Veröffentlichung wahrlich kein Anlass mehr gegeben, als es im Jahr 1971 veröffentlicht wurde.

Das Album startet rockig mit „Tiffany Queen“ aus der Feder von Roger McGuinn. Obwohl so ganz kann man das gar nicht glauben, denn das eingängige Riff zu Beginn des Stücks, welches auch im weiteren Verlauf der Nummer immer wieder seinen Auftritt hat, klingt sowas von dermaßen nach „Jumpin‘ Jack Flash“ von den Rolling Stones. Die hatten den Song allerdings schon 1968 geschrieben und veröffentlicht. Zwar ist das Lied nicht zu hundert Prozent abgekupfert – jedoch zumindest sehr stark vom Stones-Song, na sagen wir mal, inspiriert.

„Get Down Your Line“ stammt von Gene Parsons und geht schon wieder sehr in Richtung Country. „Farther Along“, der Titeltrack ist ein traditionelles Lied, welches von Clarence White bearbeitet wurde. Es besitzt einen sehr religiösen Text und bewegt sich in der Grauzone zwischen Folk und Country. Für „B.B. Class Road“ zeichnet sich unter anderem auch wieder Gene Parsons verantwortlich. Das Lied ist ein Rock’n’Roll mit Boogie-Woogie Anleihen und nervt. Mit „Bugler“ wurde die ehemals erste Seite der Platte dann mit einem Country-Cover beendet.

„America's Great National Pastime“ von Skip Battin klingt ein wenig nach Kirmes-Musik. Bei der Entstehung von „Antique Sandy“ waren dann alle Bandmitglieder beteiligt. Jetzt sind wir wieder beim Folk angekommen. dafür klingen die Byrds hier wieder mehr wie in ihren Anfängen. Und dieser Umstand lässt sich auch auf die nächste Nummer „Precious Kate“ übertragen, für die sich unter anderem Skip Battin auszeichnete.

„So Fine“ ist ein Rock’n’Roll-Cover von Johnny Otis. Ebenfalls eine Cover-Version ist „Lazy Waters“. Eine ganz ruhige folkähnliche Nummer, die nur sehr zäh aus den Boxen herauswabert. Beschlossen wurde das ursprüngliche Album vom „Bristol Steam Convention Blues“, einer Instrumental-Country-Nummer von Gene Parsons und Clarence White, die aber ganz nett und auch geglückt ist.

Drei Bonus-Tracks wurden der remasterten Fassung hinzugefügt. Alles drei Stücke, die bisher noch nicht veröffentlicht worden sind. Dabei rockt die Cover-Version „Lost My Drivin' Wheel“ richtig gut. Bei „Born To Rock And Roll“ kann man durchaus nachvollziehen, warum man dieses Lied bisher noch auf keiner Platte gefunden hat und bei „Bag Full Of Money“ handelt sich wieder um solch ein unsägliches Country-Stück. Als Hidden Track gibt es hier noch eine weitere Version des „Bristol Steam Convention Blues“, die ebenfalls durchaus hörenswert ist.

Fazit: Allerhöchstens noch Durchschnittsware präsentieren die Byrds hier auf ihrem letzten Album. Und diese Durchschnittsmusik ist unterfüttert mit einigen sehr schlechten Liedern. Nein, auch dieses Album will nicht mehr zünden. Erfolgreich war es auch nicht, sodass Roger McGuinn beschloss, die Byrds offiziell aufzulösen. Zwei Jahre später gab es dann zwar noch mal ein kurzes Aufleben der Band in Originalbesetzung, aber das ist eine andere Geschichte. „Farther Along“ überzeugt nicht mehr. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Tiffany Queen, Antique Sandy, Precious Kate, Bristol Steam Convention Blues, Lost My Drivin' Wheel




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen