Sonntag, 23. Dezember 2012

Barclay James Harvest – XII




Barclay James Harvest – XII


Besetzung:

John Lees – guitars, fender telecaster, vocals
Les Holroyd – guitars, bass, banjo, bass, piano, fender telecaster, vocals
Mel Pritchard – percussion, drums
Stewart "Woolly" Wolstenholme – piano, synthesizer, 12-string guitars, mellotron, vocals


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Soft-Rock, Soft-Pop


Trackliste:

1. Loving Is Easy (Fantasy) (4:05)
2. Berlin (4:56)
3. A Tale Of Two Sixties (3:35)
4. Turning In Circles (3:32)
5. Fact: The Closed Shop (3:49)
6. In Search Of England (4:19)
7. Sip Of Wine (4:31)
8. Harbour (3:49)
9. Nova Lepidoptera (5:59)
10. Giving It Up (4:49)
11. Fiction: The Streets Of San Francisco (5:47)


Bonus Tracks:

12. Berlin (Single Edit) (4:12)
13. Loving Is Easy (3:48)
14. Turning In Circles (First Mix) (3:34)
15. The Closed Shop (First Mix) (3:50)
16. Nova Lepidoptera (Ambient Mix) (7:07)

Gesamtspieldauer: 1:11:42




Ihr neuntes Studioalbum, welches 1978 erschien, nannten die Schmuserocker von Barclay James Harvest „XII“. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass sie in ihrer Zählweise die bis dahin erschienen zwei Live-Alben sowie die Kompilation „Early Morning Onwards“ mitrechneten. Von der Musik her bewegen sich die Briten dabei genau in der Tradition ihrer vorherigen Werke. Alles klingt überaus harmonisch und melodiös, da verirrt sich kein „ungewöhnlicher“ Ton in eines der Lieder, alles ist harmonisch durchdacht und diesbezüglich ausgereift.

Für die Lieder zeichneten sich wieder vor allem John Lees und Les Holroyd aus. Zwei Stücke jedoch stammen aus der Feder Woolly Wolstenholmes. Dies wären die Lieder „Harbour“ und „In Search Of England“. Letztere Nummer ist sehr viel symphonischer gehalten als der Rest der Platte und damit durchaus eine willkommene Abwechslung. Beide Titel stellen gleichzeitig die letzten Beiträge Stuart Wolstenholmes für Barclay James Harvest dar, denn nach „XII“ verließ er die Band, um sich seiner Solo-Karriere zu widmen und mehr die Musik verwirklichen zu können, die ihm vorschwebte.

Es gibt nichts Überraschendes auf „XII“. Es ist genau die Musik, die man erwartet, wenn man auch die vorherigen Alben der Band kennt. Die ganz großen Höhepunkte, die sonst auch immer auf den ersten sieben Platten zu entdecken waren, diese „Übersongs“, die fehlen hier allerdings. Aber nichtsdestotrotz, handwerklich sehr gut gemacht sind alle Stücke. Der Barclay James Harvest Fan wird begeistert sein, der eingeschlagene und typische Weg, den die Band beschritt, der wurde hier konsequent fortgesetzt.

Als zugaben auf der remasterten Fassung gibt es fünf Titel des offiziellen Albums in etwas anderen Abmischungen. Ganz interessant sicherlich, essentiell allerdings nicht.

Fazit: Wenn ich mir ein Album von Barclay James Harvest kaufe, dann möchte ich auch genau diese Musik hören. Für mich muss sich eine Band nicht immer wieder neu erfinden, immer wieder etwas ganz Neues bringen. Aber dann kommt mir da ein Spruch aus der Metzgerei in den Sinn: „Darf’s auch etwas mehr sein?“ Nein, muss es nicht - aber es darf. Diese absoluten Ohrwürmer, für die Barclay James Harvest nämlich auch immer stand, die fehlen mir ein wenig auf „XII“. Und genau das macht auch den Ausschlag, dass für mich „XII“ ein durchschnittliches Album geworden ist und eben kein richtig gutes mehr. Aber neun Punkte sind das schon noch. Auch wegen der drei unten angegebenen und dann doch wieder überzeugenden Anspieltipps.

Anspieltipps: Berlin, Fact: The Closed Shop, Fiction: The Streets Of San Francisco




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