Donnerstag, 20. Dezember 2012

Styx – Kilroy Was Here




Styx – Kilroy Was Here


Besetzung:

Dennis DeYoung – keyboards & vocals
Chuck Panozzo – bass & vocals
John Panozzo – drums & vocals
Tommy Shaw – guitars & vocals
James Young – guitars & vocals


Gastmusiker:

Dan Barber – horn
Steve Eisen – saxophone
Mike Halpin – horn
Michael Mossman – horn
Mark Ohlson – horn


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: Mainstream, AOR


Trackliste:

1. Mr. Roboto (5:29)
2. Cold War (4:27)
3. Don't Let It End (4:57)
4. High Time (4:29)
5. Heavy Metal Poisoning (4:57)
6. Just Get Through This Night (6:07)
7. Double Life (3:47)
8. Haven't We Been Here Before? (4:06)
9. Don't Let It End (Reprise) (2:22)

Gesamtspieldauer: 40:40




„Kilroy Was Here“ erschien 1983 und war bereits das elfte offizielle Studioalbum der amerikanischen AOR-Band Styx, die in den 70er Jahren durchaus auch immer wieder mit progressivem Rock auf sich aufmerksam machen konnte. Davon ist auf „Kilroy was Here“ allerdings überhaupt nichts mehr zu hören. Dieses Album ist eine Pop-Rock-Scheibe geworden, auf der sich von Schnulze bis Heavy Metal mehrere Schattierungen des Rocks ausleben dürfen.

Aber auch ein Klassiker der Band befindet sich auf dem Album. „Mr. Roboto“ ist eine klasse Rocknummer, die groovt, die über eine tolle und eingängige Melodie verfügt und dabei zusätzlich noch sehr abwechslungsreich ist. Auch „Just Get Through This Night“ ist überaus gelungen. Zwar sehr viel ruhiger als das erste Lied der Platte, jedoch hat die Nummer was. Balladesk und schwebend ist sie eine der eingängisten Lieder im Songkatalog von Styx.

Dann gibt es auf „Kilroy Was Here“ allerdings auch so Tiefschläge wie „Don’t Let It End“, das genau wie „Mr. Roboto“ aus der Feder Dennis DeYoungs stammt. „What can I do? Pictures of you still make me cry. Trying to live without your love, it‘s so hard to do!“ Meine Fresse, dass jemand sich traut so etwas überhaupt zu singen. Genauso schmalzig wie der Text ist die Musik. Schlimm. „Haven't We Been Here Before?“ ist das Pendant dazu, welches Tommy Shaw geschrieben hat. Allerdings ist hier der Text unwesentlich, die Musik aber deutlich besser als bei „Don’t Let It End“.

Und sonst? „Don't Let It End (Reprise)“ ist noch ganz hörenswert, der Rest ist Mainstream, der so auch von einer x-beliebigen anderen AOR-Band stammen könnte. Schlechte Musik ist das allerdings auch wieder nicht, aber eben nichts Besonderes mehr.

Fazit: Zwei Ausnahmen, die nach oben hin ausschlagen, gibt es auf „Kilroy Was Here“. Der Rest ist so eine Art 08/15-Ware, die Freunde des American Orientated Rock durchaus begeistern könnte. Die Single „Kilroy Was Here“ verkaufte sich millionenfach, das Album selbst blieb hinter den Erwartungen zurück und so löste sich die Band, nachdem auch die Tour zum Album abgebrochen worden war, schließlich auf, um sich in späteren Jahren und verschiedenen Zusammensetzungen wieder zu reformieren. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Mr. Roboto, Just Get Through This Night, Double Live, Don't Let It End (Reprise)




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