Donnerstag, 31. Januar 2013

Leonard Cohen – Songs Of Love And Hate




Leonard Cohen – Songs Of Love And Hate


Besetzung:

Leonard Cohen – acoustic guitar, vocals


Gastmusiker:

Ron Cornelius – acoustic and electric guitar
Bubba Fowler – banjo, bass guitar, violin, acoustic guitar
Charlie Daniels – acoustic guitar, bass guitar, fiddle
Bob Johnston – piano
Corlynn Hanney – vocals
Susan Mussmano – vocals
The Corona Academy London – children's voices
Michael Sahl – strings on third verse of "Last Year's Man"
Paul Buckmaster – string and horn arrangements


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1971


Stil: Folk


Trackliste:

1. Avalanche (5:07)
2. Last Year's Man (6:03)
3. Dress Rehearsal Rag (6:13)
4. Diamonds In The Mine (3:52)
5. Love Calls You By Your Name (5:45)
6. Famous Blue Raincoat (5:16)
7. Sing Another Song, Boys (6:18)
8. Joan Of Arc (6:30)

Gesamtspieldauer: 45:02




„Typisch Leonard Cohen“ möchte man zu diesem dritten Album des Kanadiers sagen, welches 1971 unter dem Titel „Songs Of Love And Hate“ erschien. Die dunkle Stimmung in den Liedern Leonard Cohens herrscht erneut wieder auf der Platte vor, die gleich mit dem Eingangssong „Avalanche“ darauf hinweist, wohin die Reise gehen wird auf diesem Werk: In tiefe Melancholie, in überwiegend traurige Gefühle.

Nichts anderes als Traurigkeit vermitteln nämlich meist auch die anderen Lieder der Platte. Leonard Cohen singt überwiegend sehr tief und sonor, mitunter mit etwas zitternder Stimme, um diese Stimmung, diese Atmosphäre des Albums noch ein wenig mehr zu unterstreichen und zu transportieren. Eine Ausnahme bildet da lediglich der Titel „Diamonds In The Mine“. Country-mäßig angehaucht singt hier Leonard Cohen, wohl absichtlich, ein wenig übertrieben fröhlich, dass es sich sogar fast schon falsch anhört und man glaubt, dass der Sänger jede Sekunde in Lachen ausbricht. Das Lied geht einem nach mehrmaligem Hören sogar noch ein wenig mehr auf den Zeiger, als bei der ersten Berührung.

„Famous Blue Raincoat“ ist wahrscheinlich das bekannteste Lied des Albums und auch eines der bekanntesten Lieder von Leonard Cohen überhaupt. Das liegt allerdings noch nicht einmal an dieser Veröffentlichung hier, sondern an den zahlreichen Cover-Versionen, die von dem Titel im Laufe der Jahre produziert wurden. Eine sehr eindringliche Nummer, die ebenfalls wieder diese tieftraurige Stimmung transportiert. „Sing Another Song, Boys“ wurde live eingespielt, wie man an dem Applaus vor und nach dem Stück hören kann. Dieses Stück ist auch die „flotteste“ Nummer des Albums, welches mit „Joan Of Arc“ genauso melancholisch geschlossen wird, wie es bereits eröffnet wurde.

Fazit: Das Orchester, wenn auch nur sehr zurückhaltend in Lautstärke und Intensität, nimmt einen wichtigen Part auf „Songs Of Love And Hate“ ein. Es macht viele der Titel noch ein klein wenig intensiver, wenn dies überhaupt noch möglich ist bei Leonard Cohens tiefer Stimme und dieser oftmals tieftraurigen Atmosphäre, die über allen Liedern schwebt. Auch der weibliche Hintergrundgesang, der hier vermehrt zu hören ist, trägt zu dieser besonderen Stimmung bei und ist sehr gelungen. Somit ist auch dieses dritte Album des Kanadiers eine konsequente Fortführung seines Schaffens: Lieder für dunkle Novembertage oder aber solche zum melancholischen Träumen, bei denen es sich immer lohnt, auch mal auf den Text zu hören. Zehn Punkte.


Anspieltipps: Avalanche, Love Calls You By Your Name, Famous Blue Raincoat, Joan Of Arc





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