Freitag, 11. Januar 2013

Mike Oldfield – Platinum




Mike Oldfield – Platinum


Besetzung:

Mike Oldfield – electric & acoustic guitars, piano & synthesizer, vibraphone & marimbas, vocals


Gastmusiker:

Pierre Moerlin – drums and vibraphones
Alan Schwartzberg – drums
Morris Pert – drums
Neil Jason – bass
Hansford Rowe – bass
Francisco Centeno – bass
Nicko Ramsden – keyboards
Pete Lemer – keyboards
Sally Cooper – tubular bells
Peter Gordon – horn arrangement
Michael Riesman – horn arrangement
David Bedford – vocal arrangements
Wendy Roberts – vocals
Demalza – congas


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1979


Stil: Instrumentalmusik, Pop, Progressive Rock


Trackliste:

1. Platinum {Part One}: Airborn (5:06)
2. Platinum {Part Two}: Platinum (6:05)
3. Platinum {Part Three}: Charleston (3:17)
4. Platinum {Part Four}: North Star / Platinum Finale (4:44)
5. Woodhenge (4:05)
6. Into Wonderland (3:46)
7. Punkadiddle (5:46)
8. I Got Rhythm (4:48)


Bonus Tracks:

9. Platinum (Live Studio Session) (5:12)
10. North Star (2012 Mike Oldfield Remix) (8:09)
11. Blue Peter (2:09)

Gesamtspieldauer: 53:09




1979 erschien das fünfte Studioalbum Mike Oldfields, welches den Titel „Platinum“ erhielt. Und es hatte sich etwas getan in der Musik des Briten, zumindest wenn man „Platinum“ mit den vier vorher veröffentlichten Platten vergleicht. Auffällig ist zunächst, dass Mike Oldfield nun auch kürzere Lieder auf Platte presste. War es bisher so gewesen, dass immer eine LP-Seite ein Lied darstellte, welches sogar selbst nur ein Teil eines ganzen Werkes war, was wiederum den Namen der Platte trug, so gibt es hier zwar auch das Lied Platinum, das unterteilt in vier Untertitel die ursprünglich erste Seite der Platte zierte, auf der ehemaligen zweiten Albumseite erscheinen jetzt jedoch vier kürzere und voneinander völlig unabhängige Titel.

Zudem hatte sich nicht nur das „Outfit“ der Musik geändert, die Musik selbst ist anders geworden - sehr viel poppigere Ansätze sind hier nun zu vernehmen. Startet „Platinum“ mit „Platiunum {Part One}: Airborne“ noch in der gewöhnten Manier, genauso, wie man die Musik bereits von „Incantations“ her kannte, so wird das Lied im weiteren Verlauf sehr viel rhythmischer und eben auch poppiger. Man hört zum Beispiel Bläserabschnitte, die bisher in so gar kein Raster in der Musik des Briten passen. Auch sonst scheint die Musik auf dem Stück „Platinum“ sehr viel fröhlicher geartet zu sein als alles, was man bisher von Mike Oldfield gehört hat. Zu erwähnen ist dabei auch, dass Part 4, „North Star“ eine Cover-Version von Philip Glass darstellt – auch ein völlig neuer Ansatz in der Musik des Briten.

Ganz anders wird es dann mit „Woodhenge“. Das Stück könnte von einer Meditations-CD stammen. Sehr sphärisch und schwebend wird hier Atmosphäre geschaffen. Atmosphäre zum Entspannen und Relaxen, aber in solch einer konsequenten Art und Weise, wie man sie bisher auf den Alben Mike Oldfields bisher noch nicht kannte.

„Into Wonderland“ ist dann der erste „richtige“ Pop-Song Mike Oldfields. Ursprünglich zierte diesen Platz des Albums das Stück „Sally“, was allerdings nach der Erstauflage keinerlei Berücksichtigung mehr fand und eben durch jenes „Into Wonderland“ ersetzt wurde. Nun, dieses Stück ist für viele Mike Oldfield-Fans garantiert sehr gewöhnungsbedürftig. Allzu seltsam ist hier der Gesang geraten mit vielen „Aaahs“ und „Ooohs“ im Hintergrund. Allerdings wächst das Lied mit dem mehrmaligen Hören. „Punkadiddle“ ist im Anschluss daran wieder eine sehr fröhliche Instrumentalnummer, die so auch den vorherigen Alben hätte zu finden sein können. Richtig gut gelungen. Beschlossen wurde das ehemalige Album dann von „I Got Rhythm“, einem George Gershwin Cover. Sehr eingängig – und auch wieder ungewohnt poppig für Mike Oldfield.

Drei Zugaben gibt es auf der remasterten Fassung des Albums. Die Live Studio Session von Platinum ist dabei ganz interessant, wenn auch soundtechnisch nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Der 2012er Remix von „North Star“ klingt da schon deutlich besser und auch „Blue Peter“, ebenfalls wieder eine Cover-Version, kann überzeugen – so klingt fröhliche Musik.

Fazit: „Platinum“ ist mit Sicherheit das bisher abwechslungsreichste Album Mike Oldfields, wenn man die Musikstile betrachtet, die hier verarbeitet wurden. Von den Ideen und der Innovativität her, kommt es allerdings nicht an die vier Vorgängeralben heran. Trotzdem ist das, was Mike Oldfield hier vorlegt durchaus gelungen und macht Spaß. Diese Mischung aus progressiver Musik und Pop-Musik ist immer noch gelungen, ist eingängig und klingt einfach gut. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Platinum, Woodhenge, Punkadiddle, Blue Peter




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