Donnerstag, 7. März 2013

Queen – Made In Heaven





Queen – Made In Heaven


Besetzung:

Freddie Mercury –vocals, piano, keyboards
John Deacon – bass guitar, keyboards
Roger Taylor – drums, percussion, keyboards, vocals
Brian May – guitars, keyboards, vocals


Gastmusiker:

Rebecca Leigh-White, Gary Martin, Catherine Porter, Miriam Stockley – extra backing vocals on “Let Me Live”


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: Rock


Trackliste:

1. It's A Beautiful Day (2:33)
2. Made In Heaven (5:25)
3. Let Me Live (4:46)
4. Mother Love (4:49)
5. My Life Has Been Saved (3:15)
6. I Was Born To Love You (4:50)
7. Heaven For Everyone (5:36)
8. Too Much Love Will Kill You (4:20)
9. You Don't Fool Me (5:25)
10. A Winter's Tale (3:49)
11. It's A Beautiful Day (Reprise) (3:01)
12. Yeah (0:04)
13. Untitled Hidden Track (22:33)

Gesamtspieldauer: 1:10:27




"Made In Heaven“ ist das fünfzehnte und letzte Album Queens, an dem Freddie Mercury noch „irgendwie“ aktiv mitwirkte. Allerdings wurde es erst vier Jahre nach seinem Tod veröffentlicht. „Innuendo“ war noch nicht veröffentlicht, da befand sich die Band bereits wieder im Studio, um neues Songmaterial aufzunehmen. Immer mit dem Hintergedanken, dass dies die letzten Aufnahmen Freddie Mercurys sein werden, der geschwächt durch seine Aids-Erkrankung auch nicht mehr alle Titel vollständig einsingen konnte.

"Wenn man ehrlich ist, dann geht es bei diesem Album gar nicht mehr um die Musik. Es geht sehr viel mehr um Freddie Mercury und um die Traurigkeit, dass dieser geniale Musiker nun eben nicht mehr da sein wird und (ganz egoistisch) unser Leben nicht mehr mit Musik bereichern kann. Außerdem kenne ich keinen Menschen, der die Musik liebt und Freddie Mercury nicht irgendwie sympathisch fand. Der war ausgeflippt und mitunter exzentrisch, aber eben immer auch sympathisch und auf seine Weise irgendwie cool.

Das Album ist vollgestopft, wie bereits der Vorgänger „Innuendo“, mit Anspielungen auf seine Krankheit und den Tod. Musikalisch packt mich das persönlich nicht mehr so. Da finde ich „Innuendo“ sehr viel gelungener. Und mit solch einem Song wie „Let Me Live“, vollgepackt mit Massen an Backgroundsängerinnen und einem Gesangsteil, den Freddie Mercury bereits in den frühen Achtzigern aufgenommen hatte, tue ich mich verdammt schwer. Ganz anders verhält es sich da bei „Mother Love“. Ein sehr bewegender Text, der in der letzten Strophe dann sogar von Brian May gesungen wird, da es Freddie Mercury nicht mehr schaffte, das Lied selbst vollständig einzusingen. Gegen Ende wird bei diesem Stück dann noch ein Schnipsel eines Live-Konzertes eingespielt, in welchem Freddie Mercury mit seinem Publikum interagiert. Toll gemacht und sehr bewegend.

Eine ganze Menge „Hits“ befinden sich auch auf dem Album, die damals, nach der Veröffentlichung im Radio rauf und runter gespielt wurden. Die da wären „It’s A Beatiful Day“, „Made In Heaven“, „I Was Born To Love You“, „Heaven For Everyone“, „Too Much Love Will Kill You“, „You Don’t Fool Me“ und „A Winter’s Tale“. Alles ganz nette und eingängige Lieder, die mir aber fast schon zu eingängig daherkommen.

Aber schließlich gibt es ganz zum Schluss noch 22 Minuten lang Atmosphäre zum Schnuppern. Synthesizer-Klangteppiche, sehr zurückhaltend, die eine Stimmung der Entspanntheit und Freiheit erzeugen. Mitunter wirkt das sogar ab und an ein wenig bedrohlich, entspannt sich dann allerdings wieder in ein schier grenzenloses Nichts.

Fazit: Es ist sehr seltsam, wenn jemand über den Tod singt, der diesem auch gerade ins Antlitz sieht. Schwer vorzustellen, wie sich Freddie Mercury damals, 1991, bei den Aufnahmen gefühlt haben muss. Das bewegt mich. Die Musik selbst bewegt mich auf „Made In Heaven“ nur noch zweimal richtig. Das eine Mal bei „Mother Love“, das andere mal 22 Minuten lang während dieses letzten Titels, der ohne Namen so absolut untypisch für Queen klingt. Sphäre pur, daran hat Freddie Mercury auch mit Sicherheit nicht mehr mitgewirkt, aber trotzdem sehr passend für ein „Goodbye“! Zehn Punkte.

Anspieltipps: Made In Heaven, Mother Love, Heaven For Everyone, Untitled Hidden Track





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