Donnerstag, 14. März 2013

The Doors – Strange Days




The Doors – Strange Days


Besetzung:

Jim Morrison – lead vocals, percussion, moog synthesizer (track 1)
Ray Manzarek – vox continental organ, fender rhodes piano bass (tracks 4, 10), harpsichord (track 3), backwards piano (track 4), marimba (track 9), backing vocals
Robby Krieger – guitar, backing vocals
John Densmore – drums


Gastmusiker:

Douglas Lubahn – bass guitar (tracks 1, 2, 3, 6, 7, 8, 9)


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1967


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Strange Days (3:09)
2. You're Lost Little Girl (3:03)
3. Love Me Two Times (3:17)
4. Unhappy Girl (2:00)
5. Horse Latitudes (1:35)
6. Moonlight Drive (3:04)
7. People Are Strange (2:12)
8. My Eyes Have Seen You (2:30)
9. I Can't See Your Face In My Mind (3:27)
10. When The Music's Over (10:59)

Gesamtspieldauer: 35:17




Lediglich acht Monate nach dem Debut wurde bereits im September 1967 das zweite Album der Doors unter dem Titel „Strange Days“ veröffentlicht. Die ganze Platte ist angeblich angefüllt mit Song-Material, welches fast alles bereits beim Debut zur Verfügung stand, dort jedoch nicht zum Einsatz kam. Auch gibt es bezüglich „Strange Days“ jene etwas verwunderliche Situation, dass aus dem Umfeld der Band immer wieder verlautete, dass es sich mit „Strange Days“ um das beste Album der Band handelt. Verkaufstechnisch ist es allerdings das schwächste der sechs Alben, welche die Doors zu Lebzeiten Jim Morrisons aufnahmen. Das heißt jetzt allerdings auch nicht so viel, denn erfolgreich war auch dieses zweite Album der Band.

Nun, was stimmt jetzt aber? Das beste Album oder doch eher die schwächste Platte? Wie so oft natürlich Geschmackssache. Festzuhalten ist, dass sich auf dem Album kein Single-Hit befindet, der wurde einfach nicht ausgekoppelt. Das, was hier aber zu hören ist, ist erneut sehr bewegend und intensiv. Die Texte des Jimmy Morrison sind wieder sehr eindringlich und behandeln jede Menge menschliche Gefühle und Situationen wie zum Beispiel Liebe, Tod, Trauer und Verlustängste.

Es wird mehr experimentiert auf „Strange Days“. Der Song „Horse Latitude“ hätte zum Beispiel auf den Opener überhaupt nicht gepasst. Dieses, fast schon eine Soundkollage zu nennende Stück, wirkt hier jedoch auf der zweiten Platte. Ebenfalls das anschließende „Moonlight Drive“ ist sehr viel schräger, als jene Titel, die auf „The Doors“ zu finden sind. Insgesamt ist die Musik auf „Strange Days“ deutlich weniger eingängig, als noch auf dem Debut Album. Die Stimmung, die Atmosphäre ist davon nicht betroffen. Auch „Strange Days“ klingt traurig, melancholisch, manchmal auch verzweifelt. Allerdings ohne diese Übersongs, die diesen absoluten Wiedererkennungswert vereinnahmen. Am ehesten schafft dies noch das letzte Stück, der Longtrack und irgendwie auch das eindrucksvollste Lied der Platte: „When The Music's Over“. Dieses Lied wirkt noch ein wenig mehr und setzt sich durchaus im Musikzentrum des Gehirns fest. Besonders gelungen an diesem Song ist die Abwechslung, diese fordernde wie zurückhaltende Stimmung der Nummer, im Verlauf derer Jim Morrison mitunter alles herausbrüllt, ein anders Mal seine Worte ganz sanft akzentuiert. Wahrlich sehr gelungen.

Fazit: Was für das erste Album der Doors galt, das gilt auch für die zweite Platte der Band: Diese Musik ist auch heute noch zeitgemäß. „Strange Days“ ist nicht so eingängig wie „The Doors“, zudem sind auf der Platte diese „Übersongs“ rarer gesät. Mir geht es in der Musik immer um das Besondere und auch das musikalisch Eingängige ist bei mir sehr willkommen. Das gibt es hier jetzt auf „Strange Days“ allerdings deutlich weniger. Trotzdem ist die Platte gut und lohnenswert. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Strange Days, You're Lost Little Girl, People Are Strange, I Can't See Your Face In My Mind, When The Music's Over





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