Sonntag, 14. April 2013

American Tears – Branded Bad






American Tears – Branded Bad


Besetzung:

Marc Mangold – all keyboards, vocals
Gary Sonny – electric and acoustic bass
Tommy Gunn – drums, percussion


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Rock


Trackliste:

1. Sweet Changes (4:41)
2. Doctor Abreaction (4:00)
3. Low Down, Need You Badly (5:34)
4. Crooked Is Quicker (4:18)
5. Pauline (4:08)
6. Look And Chain (5:41)
7. Take Me Lord (4:09)
8. Louie (I've Been Arrested) (4:09)
9. Pennywall (4:17)
10. Slidin' Home (4:30)

Gesamtspieldauer: 45:28




Rock-Musik hört man auf dem American Tears Debut-Album mit dem Titel „Branded Bad“ aus dem Jahr 1974. Insgesamt veröffentlichte die Band um den Keyboarder, Sänger und Komponisten Marc Mangold drei Alben. Dann löste sich die Formation wieder auf, der Erfolg war einfach ausgeblieben. Das Besondere an dieser Band ist, dass trotz der gespielten Rock-Musik kein Gitarrist zur Formation gehört. Auch kein Gastmusiker ist in den Credits angegeben, der diesen Part vielleicht übernommen hätte. Und wenn man sich dann die Musik zu Gemüte führt fällt schnell auf, dass hier wirklich Rock ohne das „Rock-Instrument“ schlechthin - die Gitarre - gespielt wird. Obwohl am Anfang von „Crooked Is Quicker“ kann man das dann doch irgendwie nicht ganz glauben und auch „Take Me Lord“ und „Louie“ scheinen nicht ganz frei von diesem Saiteninstrument zu sein. Zumindest ist der Sound der Gitarre dann hier sehr gut imitiert worden oder aber Gary Sonny hat seinen Bass doch mal kurz eingetauscht. Festzuhalten bleibt aber auf jeden Fall, dass die Musik im Allgemeinen stark keyboardlastig ist und auch rockig klingt. Irgendwie fällt das Fehlen der Gitarre überhaupt nicht auf. Tatsache.

Die Musik klingt genauer gesagt wie ein wenig blueslastiger Rock, nicht allzu hart gespielt, aber doch wohl eher dem Hard Rock als dem Soft Rock zuzuschreiben. Klavier und Keyboards übernehmen die Solo-Parts, die allerdings auch nicht in epischer Breite ausgeweitet werden. Die Musik groovt, ohne dabei Ohrwürmer irgendeiner Art zu generieren. Alles ist handwerklich gut gemachte Musik, die letztendlich allerdings dann doch nicht vollends überzeugen kann. Dazu fehlen eben diese klasse Songs, die herausragen und länger hängenbleiben, als nur jenen Moment, an dem sie gerade auf dem CD-Player oder Plattenspieler abgespielt werden. Einzige Ausnahme vielleicht das wirklich schöne „Pennywall“. Ein verträumtes, sanftes und eingängiges Lied, welches man dann doch ab und an gerne wieder hört.

Fazit: Für Rock-Fans, die mal kosten wollen, wie „ihre“ Musik so fast ohne Gitarre klingt vielleicht ganz interessant, für alle anderen nicht essentiell. Soll heißen, man hat nicht unbedingt etwas verpasst, wenn man American Tears auf ihrem Debut „Branded Bad“ nicht gehört hat. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Crooked Is Quicker, Take Me Lord, Pennywall




Die Lieder lassen sich bei YouTube nachhören, allerdings nicht verlinken.

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