Dienstag, 2. April 2013

Of Monsters And Men – My Head Is An Animal




Of Monsters And Men – My Head Is An Animal


Besetzung:

Arnar Rósenkranz Hilmarsson – drums and percussion
Árni Guðjónsson – accordion, piano, organ
Brynjar Leifsson – electric and baritone guitar
Kristján Páll Kristjánsson – bass
Nanna Bryndís Hilmarsdóttir – vocals and acoustic guitar
Ragnar Þórhallsson – vocals and acoustic guitar


Gastmusiker:

Ari Bragi Kárason – trumpet
Ragnhildur Gunnarsdóttir – trumpet
Bergrún Snæbjörnsdóttir – french horn

Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: ArtPop


Trackliste:

1. Dirty Paws (4:38)
2. King And Lionheart (4:34)
3. Mountain Sound (3:35)
4. Slow And Steady (5:02)
5. From Finner (3:43)
6. Little Talks (4:27)
7. Six Weeks (5:34)
8. Love Love Love (3:59)
9. Your Bones (4:09)
10. Sloom (4:44)
11. Lakehouse (4:35)
12. Yellow Light (4:53)

Gesamtspieldauer: 53:53




Isländer können nur so eine Art “verwunschene” Musik machen. So etwas wie Sigur Rós oder eben Björk? Stimmt nicht, stimmt überhaupt nicht. Of Monsters And Men beweisen genau das Gegenteil. Die Musik auf ihrem Debut-Album “My Head Is An Animal” aus dem Jahr 2012 beinhaltet nämlich ganz andere Musik, deutlich fröhlichere Töne, rhythmische Titel, die zum Mitwippen und sogar zum Mitsingen animieren – ohne, dass diese Musik jetzt Stimmungsmusik im herkömmlichen Sinne wäre. Nichts für die Après Ski Party oder die Disco, um die Tanzfläche voll zu bekommen.

Obwohl Letzteres bei Titeln wie „Little Talks“ mit einer sehr eingängigen Melodie und jeder Menge gerufenen „Heys“ gar nicht so abwegig ist. Aber dieser Titel ist dann doch eher die Ausnahme auf dem Album. Sonst ist die Musik zwar eher fröhlich und meist auch kraftvoll, geht schnell ins Ohr und macht Spaß, wirkt trotzdem allerdings auch immer ein wenig nachdenklich. Die Titel leben auch von der Abwechslung im Gesang, den sich Nanna Bryndís Hilmarsdóttir und Ragnar Þórhallsson teilen. Alles klingt, jedoch nichts wirkt oberflächlich und gestellt. Alles passt in sich und fühlt sich sehr ausgereift an.

Flottere Abschnitte wechseln sich mit ruhigeren Tönen meist bereits in den einzelnen Nummern ab, sodass Lieder entstehen, die spannend wirken und nie den Anstrich der Langeweile offenbaren. Alles klingt und wirkt oftmals so, als ob die Musik einen schon längere Zeit begleiten würde, obwohl man sie gerade erst zum ersten Mal gehört hat. Eingängigkeit nennt man das wohl. Of Monsters And Men beweisen hier ihr Gefühl für die passende Harmonie, die den Hörer einzufangen weiß, die den Punkt trifft, die einen aufhorchen lässt, um dem Song noch intensiver zu folgen.

Fazit: Ein schönes Album ist „My Head Is An Animal“ von Of Monsters And Men. Nicht unbedingt eine sehr aufregende Platte, eher eine, die man gerne einlegt in dem Bewusstsein, dass wenn gleich ein paar Freunde zu Besuch kommen, man mit dieser Musik wahrlich nichts falsch machen kann. Sie werden fragen: „Was hörst Du da gerade?“ Und diese Frage wird nicht abwertend gemeint sein. Elf Punkte.

Anspieltipps: Dirty Paws, Little Talks, Your Bones





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