Donnerstag, 16. Mai 2013

Dirtmusic – Dirtmusic




Dirtmusic – Dirtmusic


Besetzung:

Chris Eckman – ohne Instrumentenangabe
Hugo Race – ohne Instrumentenangabe
Chris Brokaw – ohne Instrumentenangabe


Label: Glitterhouse Records


Erscheinungsdatum: 2007


Stil: Folk Rock, New Country


Trackliste:

1. Erica Moody (3:06)
2. The Other Side (5:37)
3. Sun City Casino (5:31)
4. Face Of Evil (3:35)
5. The Returning (5:31)
6. Still Running (5:38)
7. Summer Days (3:30)
8. Ballad Of A Dream (7:15)
9. No Sorrow More (4:51)
10. Panther Hunting (2:05)
11. Wasted On (4:07)
12. Morning Dew (6:18)

Gesamtspieldauer: 57:04




„Dirtmusic“ ist keine „Drecksmusik“, sondern ein Bandprojekt dreier Musiker, die vorher bereits in ganz unterschiedlichen Formationen tätig waren. So ist der Australier Hugo Race Gründungsmitglied von Nick Caves Begleitband The Bad Seeds. Chris Eckman, US-Amerikaner aus dem Nordwesten gründete 1984 die Walkabouts und spielte unter anderem auch bei Willard Grant Conspiracy. Chris Brokaw schließlich, ebenfalls Amerikaner, geboren in New York, spielte unter anderem in Bands wie Evan Dando And The Lemonheads, Come, Steve Wynn und The New Year.

Die Musik von Dirtmusic auf dem gleichnamigen Album ist ruhige, meist von der Akustik-Gitarre dominierte Musik, die verträumt und häufig ein wenig melancholisch wirkt. Folk trifft das Ganze gar nicht mal schlecht, mitunter sind allerdings auch New Country Anleihen zu vernehmen, die sich jedoch weitestgehend im Hintergrund halten.

Alles wirkt sehr sanft, immer melodiös und ein wenig träumerisch. Völlig unaufgeregte Musik ist hier zu hören, die ziemlich schnell ins Ohr geht und dabei auch ein paar Titel bereithält, die dort länger verbleiben und eben diesen gewissen Wiedererkennungswert besitzen. Keine oder kaum Musik für das Radio, dazu ist alles viel zu ruhig gehalten. Und würden diese Titel doch mal dort laufen, kann ich mir die erbosten Anrufer schon vorstellen, die wettern, dass sie Musik zum Wachwerden beziehungsweise zum Wachbleiben hören möchten und nicht etwas, was den Prozess des Weggleitens in die Traumwelt noch befördert. Aber genau das hört man hier, Musik zum Träumen und Musik, um ein wenig vor sich hinzudämmern.

Fazit: Schöne Gitarrenmusik servieren die drei Musiker hier. Immer ist die Stimmung ruhig, sentimental mitunter auch etwas getragen, nur ganz selten wird es mal etwas „lauter“. Zwölf Lieder für die stillen Momente des Lebens werden hier geboten, für die es sich lohnt einmal ein Ohr zu riskieren. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Erica Moody, The Other Side, Sun City Casino und vor allem Ballad Of A Dream





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