Sonntag, 9. Juni 2013

The Gun Club – Lucky Jim




The Gun Club – Lucky Jim


Besetzung:

Jeffrey Lee Pierce – vocals, guitars, lead guitars
Romi Mori – bass and melody guitar
Nick Sanderson – drums


Gastmusiker:

Bart van Poppel – hammond organ on “Anger Blues” and “Cry To Me”
Simon Fish – drums on “Blue Monsoons”


Label: What’s So Funny About


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Blues Rock


Trackliste:

1. Lucky Jim (3:44)
2. A House Is Not A Home (4:03)
3. Cry To Me (5:55)
4. Kamata Hollywood City (5:08)
5. Ride (3:57)
6. Idiot Waltz (6:43)
7. Up Above The World (4:50)
8. Day Turn The Night (2:52)
9. Blue Monsoons (2:52)
10. Desire (5:08)
11. Anger Blues (7:45)

Gesamtspieldauer: 53:12




Dieses sechste und letzte Studioalbum der amerikanischen Band „The Gun Club“ steht ganz im Zeichen des Blues. Drei Jahre später, 1996, starb der Sänger und Song-Writer der Band Jeffrey Lee Pierce an einer Gehirnblutung. Jahrelanger Drogen- und Alkoholmissbrauch hatten, bei dem zusätzlich noch HIV positiven sowie an Leberzirrhose und Hepatitis leidenden Kopf der Band, ihren Tribut verlangt.

Dieser Blues auf „Lucky Jim“ kann mal rockiger klingen, wie bei den deutlich mehr groovenden Titeln „Ride“ und „Up Above The World“, sich mal verspielt und melodiös anhören wie bei „Idiot Waltz“, „Blue Monsoons“ oder auch beim Titeltrack. Allerdings gibt es auf dem Album ebenfalls die Ausführung der Stilrichtung, die den Blues in langen Instrumental- und Gesangspassagen widergibt, die schon sehr an die Urform dieses Musikgenres erinnern. Besonders ausgeprägt ist dies beim letzten und längsten Titel der Platte: „Anger Blues“.

Die nicht allzu üppig instrumentierten Titel transportieren durchweg eine eher traurige Atmosphäre und Stimmung, die sich mehr für die nachdenklicheren Momente des Tages anbietet. Und wenn die Musik dann doch mal ein wenig an Fahrt gewinnt, schwebt trotz allem über Allem ein deutlich zu erspürendes Gefühl der Tristesse bis hin zur Verzweiflung. Allerdings ist genau das für eine ordentliche Portion Blues auch nicht weiter überraschend.

Fazit: Die Ader sich dieser Musik hingeben zu können besitzt man - oder eben nicht. Ich steige da ein wenig aus. Das hat allerdings weniger mit der eher traurigen Musik zu tun, sondern sehr viel mehr mit der Stilrichtung dieses Blues‘ an sich. Bei Titeln wie „Anger Blues“ bleibt mir einfach nur die Flucht. Hier erschließt sich mir das Ganze nicht – auch nach Jahren noch nicht, bei dem die CD immer wieder eingelegt wurde. Die Musik bleibt nicht hängen - zumindest nicht bei mir. Für Blues-Freunde allerdings wärmstens zu empfehlen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Lucky Jim, A House Is Not A Home, Idiot Waltz, Blue Monsoons




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