Sonntag, 7. Juli 2013

Guns N’ Roses – Use Your Illusion I




Guns N’ Roses – Use Your Illusion I


Besetzung:

W. Axl Rose – lead vocals, piano, choir and synthesizer programming, backing vocals, acoustic guitar, keyboards, sound effects
Izzy Stradlin – rhythm guitar, backing vocals, acoustic guitar, co-lead guitar, lead vocals, percussion
Slash – lead guitar, co-rhythm guitar, slide guitar, acoustic guitar, dobro, classical guitar, backing vocals, talkbox, six-string bass
Duff McKagan – bass, backing vocals, acoustic guitar
Dizzy Reed – keyboards, piano, clavinet, backing vocals, organ
Matt Sorum – drums, percussion, backing vocals, choir


Gastmusiker:

Johann Langlie – sound effects
Bruce Foster – sound effects
Michael Monroe – harmonica and saxophone
Jon Thautwein – horn
Matthew McKagan – horn
Rachel West – horn
Robert Clark – horn
Tim Doyle – tambourine
Alice Cooper – vocals
West Arkeen – acoustic guitar
Shannon Hoon – backing vocals
Reba Shaw – backing vocals
Stuart Bailey – backing vocals
Mike Clink – nutcracker


Label: Geffen Records


Erscheinungsdatum: 17. 9. 1991


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. Right Next Door To Hell (3:02)
2. Dust N' Bones (4:59)
3. Live And Let Die (3:04)
4. Don't Cry (Original Lyrics) (4:45)
5. Perfect Crime (2:24)
6. You Ain't The First (2:37)
7. Bad Obsession (5:27)
8. Back Off Bitch (5:04)
9. Double Talkin' Jive (3:24)
10. November Rain (8:58)
11. The Garden (5:22)
12. Garden Of Eden (2:42)
13. Don't Damn Me (5:20)
14. Bad Apples (4:28)
15. Dead Horse (4:18)
16. Coma (10:16)

Gesamtspieldauer: 1:16:07



Das gab es auch noch nie, dass eine Band an einem Tag zwei Doppel-Alben beziehungsweise CD’s veröffentlicht. Guns N‘ Roses haben das mit „Use Your Illusion I“ und „Use Your Illusion II“ gemacht. Im Frühherbst 1991 veröffentlichten sie diese beiden Platten, die auch bereits kurze Zeit später Platz 1 und 2 der Charts einnahmen. Platz 1 war allerdings „Use Your Illusion II“ vorbehalten und „Use Your Illusion I“ belegte Platz 2, jenes Album, um welches es jetzt hier gehen soll.

Drei „Klassiker“ der Band befinden sich auf dieser Platte. Diese heißen „Live And Let Die“ (das Titelstück zum gleichnamigen James Bond Film), „Don’t Cry“ und „November Rain“. Alles drei richtig gute Songs. Und da wird auch gleich ein Unterschied zum ersten Album der Band deutlich: Es gibt nun nicht mehr nur die Hard’n’Heavy Abteilung bei Guns N‘ Roses, sondern auch etwas sanftere Töne haben Einzug in die Musik der Band gefunden. Das macht das Ganze natürlich ein Stück abwechslungsreicher. „Don’t Cry“ und „November Rain“ sind Balladen, die Guns N‘ Roses richtig gut gelungen sind. Eingängige Harmonien, alles sehr melodiös und irgendwie schön.

Dann gibt es da aber auch noch dreizehn weitere Titel auf „Use Your Illusion I“. Und da wird es dann schon etwas schwieriger. Denn diese Titel sind alle handwerklich gut gemacht, mal härter, mal wieder etwas weicher, aber so richtig zünden können die Lieder nur ab und an. Klar ist da was dabei für die Head-Banging-Fraktion und auch mal ganz nette Melodien wie bei „The Garden“, bei dem übrigens Alice Cooper an den Vocals zu hören ist, allerdings haben diese Titel zum größten Teil nicht die Ausstrahlung, wie die bereits erwähnten Nummern. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht allzu begeisternd. Eher Durchschnitt. Ausnehmen davon möchte ich die letzte Nummer „Coma“. Auf über zehn Minuten geht es hier überaus abwechslungsreich und spannend zu. Mal härter, mal sphärischer, mal sanfter, mal melodischer. Ein toller Longtrack, der mitunter fast schon ein wenig experimentell wirkt und auch gerade deshalb überzeugen kann, weil hier keine 08/15-Hard Rock zu hören ist, sondern ein richtig klasse komponierter Titel, bei dem man vom einen ins andere Extrem gerissen wird.

Fazit: „Use Your Illusion I“ ist eine gute Scheibe geworden. Einige herausragende Titel sind darauf zu finden und auch sonst gibt es keine wirklichen Ausfälle, wenn man denn mit Hard Rock gut leben kann. Denn den gibt es zum überwiegenden Teil zu hören, aber eben nicht mehr nur. Die Platte macht Spaß, auch wenn nicht alles begeistern kann und manches Stück einfach so durchläuft. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Live And Let Die, Don’t Cry, November Rain, The Garden, Coma






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