Dienstag, 17. September 2013

Goldman – On The Outside [Looking In]




Goldman – On The Outside [Looking In]


Besetzung:

Goldman – drums, keyboards, tambourines, rhythm box, bas synthesizer, rhodes, shaker
Ruby – vocals
Dirk Herweg – guitars, slides, synthesizers, bass guitar, mutron
Tom Wauch – organ, rhodes
Helmut Zerlett – rhodes, omnichord
T. – lapsteel guitar, acoustic guitar, wurlitzer, bass guitar
Nicolle Meyer – vocals, bass guitar
Jürgen Dahmen – guitars, rhodes, synthesizers, grand piano
Jem – soundscape
Elfie-Esther – vocals
Thomas Kessler – synthesizer, rhodes
Hans Maahn – bass guitar
DJ Heli – turntables
Isis – vocals
Aglaia Camphausen – cello
Matthias Keul – organ
Reiner Linke – tom tom drums, tambourine, shaker
Konstantin Wienstroer – upright bass
Mel Collins – saxophone


Label: DAY-GLO Records


Erscheinungsdatum: 2013


Stil: Pop; Folk, Ambient, Fado


Trackliste:

1. There Will I Be (5:42)
2. Les Fade (5:10)
3. Not Dark Yet (6:31)
4. Stronger Than Me (3:28)
5. Nowhere Bei Mir (4:55)
6. Im Regen (4:46)
7. Saturday (5:05)
8. Cançao Do Mar (3:04)
9. To Know Him Is To Love Him (3:09)
10. The Choice (12:50)
11. Make You Feel My Love (3:43)
12. A Song For Amy (7:13)

Gesamtspieldauer: 1:05:36




Ein Blick auf das Genre zeigt bereits, dass es nicht ganz einfach ist, dieses Album von Goldman optimal in irgendeiner Schublade zu verstauen. Goldman ist ein Projekt des Musikers Stefan Krachten, der auf „On The Outside [Looking In]“ neben Eigenkompositionen auch einige Cover-Versionen veröffentlicht, die er in seinem Stil beziehungsweise nach seiner Fasson bearbeitet hat und nun zu Gehör bringt. Dadurch ergibt sich auch ein Stilmix, der von Ambient über Pop bis hin zum Folk und portugiesischem Fado so ziemlich alle Genres streift, die im Moment „auf dem Markt“ aktuell sind.

Das wiederum ist zum einen spannend und interessant, wird nie langweilig und beinhaltet jede Menge Überraschungen für den Hörer, bewirkt allerdings auch, dass man sich auf diese Musik nur schwerlich einstellen kann, da ein Stilbruch auf den nächsten folgt. Dieser Stilmix wird zwar nicht in den einzelnen Titeln selbst vollzogen, jedoch von Lied zu Lied. Und dieser Wechsel bewirkt zusätzlich, dass der Hörer immer wieder etwas für sich finden wird, jedoch in dem Gesamtwerk auch auf Titel stößt, die nur schwerlich in sein Musikuniversum passen werden.

Wenn es nicht zu sehr in die Richtung „Chill-Out-Musik“ gehen soll, dann sind da vor allen Dingen folgende Titel auf der Platte besonders erwähnenswert: Da sind zum einen die beiden Bob Dylan Cover-Versionen „Not Dark Yet“ und Make You Feel My Love“, die überzeugend interpretiert und transportiert werden. Für Bob Dylan Fans wohl allerdings gewöhnungsbedürftiger. Nicht anders ist es bei „Nowhere Bei Mir“ aus der Feder von Nicolle Meyer, die hier auch selbst an den Vocals zu hören ist. Im Vergleich zum Original fällt diese Version hier allerdings deutlich ab, denn sie ist wesentlich weniger druckvoll, da im Original durch den Einsatz eines Akkordeons eine wahrlich mitreißende Stimmung erschaffen wird, die hier einfach fehlt. Richtig gelungen in seiner neuen Version, ist jedoch der Opener „There Will I Be“ - im Original von David Lanois und Brian Eno. Das Lied geht sofort ins Ohr, wirkt nach und hat auch hier das gewisse Etwas, für das sich Musik zu lauschen lohnt.

Fazit: Diese Uneinheitlichkeit ist es, die dieses Album etwas schwieriger werden lässt. Auf dies alles zusammen kann man sich irgendwie nur schwer einstellen. Allerdings gibt es natürlich auch Menschen, die von sich behaupten: „Ich höre alles!“ Perfekt, für diese ist das Album gemacht. Ansonsten werden auch Hörer mit „On The Outside [Looking In]” Spaß haben, die auf „gechillte“ Musik stehen. Freunde der Pop-Musik werden allerdings nur ganz am Rande, Rock-Fans überhaupt nicht angesprochen. Fünf Punkte.

Anspieltipps: There Will I Be, Nowhere Bei Mir





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