Mittwoch, 23. Oktober 2013

The Alarm – The Best Of The Alarm And Mike Peters




The Alarm – The Best Of The Alarm And Mike Peters


Besetzung:

Mike Peters – lead vocals, acoustic & electric guitar, harmonica
Dave Sharp – acoustic and electric guitar & vocals
Eddie Macdonald – bass guitar & backing vocals
Nigel Twist – drums & backing vocals, linn drum programming
John Porter – linn drum programming, slide guitar
Mark Taylor – keyboards, piano, hammond organ
Ian Kuley – hammond organ
Chris Lewis – electric guitar & backing vocals, 12 string guitar
David Watkins-Clarke – bass
Martyn Barker – drums
Owen Thomas – drums
Olle Romo – drum loop
Rupert Black – piano, hammond organ
Chris Stainton – hammond organ & piano
Alan Shacklock – piano
Chris Porter – backing vocals
Emyr Penlan – bass guitar
Richard Llewellyn – bass guitar
Ian Fairlie – trumpet
Alan Shacklock – piano
Jules Jones – backing vocals
Brychan Llyr – backing vocals
The Morriston Orpheus Male Voice Choir – choir
Members Of The Welsh Symphony Orchestra – strings
Tony Visconti – string arrangement


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Pop


Trackliste:

1. Sixty Eight Guns (3:17)
2. Spirit Of '76 (6:59)
3. Down The Road (5:26)
4. Rain In The Summertime (3:48)
5. Strength (3:35)
6. Breathe (4:03)
7. Sold Me Down The River (3:02)
8. A New South Wales (3:21)
9. 21st Century (4:00)
10. The Stand (2:49)
11. Where Were You Hiding When The Storm Broke? (2:59)
12. Majority (3:25)
13. The Deceiver (3:35)
14. Blaze Of Glory (3:18)
15. Walk Forever By My Side (3:34)
16. One Step Closer To Home (4:29)
17. No Better Than This (3:32)
18. Presence Of Love (3:20)
19. Absolute Reality (3:27)
20. Rescue Me (3:03)

Gesamtspieldauer: 1:15:02




The Alarm ist eine walisische Band, die ihre größten Erfolge in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts feierte. Ursprünglich hatten sie sich tatsächlich den Namen „The Toilets“ zugelegt, schließlich sind sie aber bei „The Alarm“ gelandet. Nun, das hier vorgestellte Album ist eine „Best Of…“-Scheibe und damit habe ich eigentlich meistens so meine Schwierigkeiten, denn was irgendein Musiker oder Musik-Produzent als „Best Of“ empfindet, muss überhaupt nicht meinem Geschmack entsprechen. Allerdings zum Reinhören kann das auch mitunter sehr hilfreich sein. Ist die Band es denn wert, dass man sich längerfristig damit beschäftigt oder sich weitere Platten zulegt?

Im Falle von „The Alarm“ muss ich diese Frage mit „Nein“ beantworten. Vier Mike Peters Solo-Lieder sowie sechszehn The Alarm-Stücke befinden sich auf dieser Zusammenstellung, die mich einfach nicht einfangen können. Schlechte Musik ist das sicherlich nicht, was man da zu hören bekommt, aber auch nichts wirklich Überzeugendes. Alles so eine Art 08/15-Pop aus den 80ern, der ohne weiteres so im Radio laufen könnte ohne, dass man auch nur im Geringsten den Drang dazu verspüren würde, den Lautstärkeregler etwas nach oben zu skalieren. Das läuft alles so glatt durch, diese packenden Melodien oder Ideen fehlen einfach. Mal rockt es ein wenig mehr, mal ein wenig weniger, allerdings alles nicht in der Art und Weise, dass diese Lieder irgendeine geartete Nachhaltigkeit nachweisen könnten.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Leuten, denen Midnight Oil und U2 zusagen, mit The Alarm nichts falsch machen könnten. Diesen Vergleich kann ich in keinster Weise nachvollziehen. Für mich klingt das hier alles nach einfachem und manches Mal sogar oberflächlichem Pop, der gerne nebenbei laufen kann, den ich mir aber nicht anhören werde, wenn ich Lust auf gute Musik habe. In solchen Fällen lege ich dann jedoch schon mal Midnight Oil oder U2 ein.

So, um das Ganze jetzt aber nicht ganz in Grund und Boden zu treten muss man zugeben, dass es deutlich schlechtere Bands und Musik gibt. Und ein paar ganz gute Titel finden sich auch auf dieser „Best Of“-Scheibe. „A New South Wales“ finde ich sehr gelungen. Vielleicht auch gerade deswegen, weil es sich so sehr von den anderen Stücken abhebt. Sehr getragen ist dieser Song und mit vielen Streichern unterlegt wirkt das Ganze sehr melancholisch. Gut gelungen. „Majority“ hat einen schönen Groove und die Breaks wirken genau wie der Hintergrundgesang. Dazu verfügt der Song über eine Melodie, die hier doch relativ schnell ins Ohr geht. „Walk Forever By My Side“ ist eine ruhige Piano-Nummer, die so ganz untypisch ist für die sonstige Musik auf diesem Album und allein deshalb schon auffällt.

Fazit: Ein Album ganz im Stile der 80er Jahre ist diese „Best Of“-Platte geworden. Damals ging es hauptsächlich um die Einfachheit der Titel, ein Umstand den die Punk-Bewegung in Gang gesetzt hatte. Kurze Lieder, möglichst nicht über vier Minuten, ein einfacher Beat, der Text ist sowieso nicht so wichtig. Ein wenig in diesem Gewand gibt sich hier „das Beste“, was die Waliser um Mike Peters mit The Alarm veröffentlicht haben. Ohne zu behaupten, dass das schlechte Musik sei, bleibt allerdings dann doch festzustellen, dass es sehr einfache Musik ist. Musik, die ganz, ganz schnell wirken soll. Schafft sie allerdings nicht unbedingt. Trotzdem gibt es viel Schlechteres und somit vergebe ich hier auch sieben Punkte, denn mit zum Beispiel Madonna in den 80ern oder Modern Talking überhaupt, möchte ich The Alarm nicht in einen Topf werfen. Dafür ist die Musik dann doch zu gut.

Anspieltipps: A New South Wales, Majority, Walk Forever By My Side





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