Donnerstag, 14. November 2013

Get Well Soon – The Scarlet Beast O’Seven Heads




Get Well Soon – The Scarlet Beast O’Seven Heads


Besetzung:

Verena Gropper – vocals, violin
Paul Kenny – drums, vocals
Tim Kumpf – bass
Marcus Wuest – keyboards
Maximilian Schenkel – guitar, trumpet
Felix Fromm – trombone
Christian Ehringer – trumpet, flügelhorn
Ulrich Barteit – flute
Cherilyn MacNeil – vocals on „You Cannot Cast Out The Demons (You Might As Well Dance)“
Konstantin Gropper – everything else


Label: City Slang


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Pop, Filmmusik


Trackliste:

1. Prologue (4:03)
2. Let Me Check My Mayan Calendar (1:39)
3. The Last Days Of Rome (3:46)
4. The Kids Today (4:44)
5. Roland, I Feel You (4:34)
6. Disney (4:46)
7. A Gallows (4:03)
8. Oh My! Good Heart (4:57)
9. Just Like Henry Darger (5:24)
10. Dear Wendy (1:57)
11. Courage, Tiger! (4:17)
12. The World's Worst Shrink (3:59)
13. You Cannot Cast Out The Demons (You Might As Well Dance) (6:07)

Gesamtspieldauer: 54:18




Mit „The Scarlet Beast O’Seven Heads“ betitelte Konstantin Gropper sein drittes offizielles Studio-Album, welches 2012 erschien. Und auch auf diesem Album schafft es der Musiker Klangwelten zu erzeugen, die überaus hörenswert und so ganz bestimmt nicht alltäglich sind. Jeder der Titel könnte ein Stück Filmmusik sein, sehr atmosphärisch und einnehmend klingt das Ganze. Das Album quillt über vor schönen Melodien und tollen Ideen, auch wenn es einige Durchgänge der Scheibe benötigt, bis sich dem Hörer all die Feinheiten dieser Musik erschließen.

Gerade in der Mitte des Albums reiht sich Höhepunkt an Höhepunkt. Alles ist eingängig und perfekt arrangiert und auch die Stimme des Konstantin Gropper weiß zu überzeugen, dem man auch hier sein noch relativ junges Alter nicht anzuhören vermag. Get Well Soon steht für schöne Klangwelten, die sich weitab vom Mainstream der Pop-Musik bewegen und sehr viel fordernder und spannender sind, als vieles vom Rest der zeitgenössischen Musik. Dazu gesellt sich noch der Umstand, dass die hier zu hörenden Lieder erst recht nicht mit anderer „deutscher“ Musik zu vergleichen sind.

Völlig unaufgeregt entwickeln sich auf der Platte atmosphärische Stimmungen, die mitunter passagenweise an Mike Oldfield erinnern, trotzdem für sich selbst stehen und ansonsten nur sehr wenige Vergleiche zu anderen Künstlern offenbaren. Zwar gibt es hier auf „The Scarlet Beast O’Seven Heads“ nicht ganz so viele Highlights wie noch auf dem Debut-Album, trotzdem weiß die Platte vom ersten bis zur letzten Takt zu überzeugen. Besonders gelungen sind auch die Gesangsarrangements, die gerade den Hintergrundgesang zu etwas Besonderem, zu etwas nicht Alltäglichen werden lassen - genau wie die instrumentale, mitunter orchestrale Ausstattung der einzelnen Titel.

Fazit: Wem die ersten beiden Alben von Get Well Soon bereits gefallen haben, der kann hier bedenkenlos ebenfalls zugreifen. Die Musik des Konstantin Gropper ist ein ganz eigener Kosmos in der heutigen Musiklandschaft, den sich zu entdecken und ergründen lohnt. Dies vor allem dann, wenn man auf melodiöse Pop-Musik steht, die länger hängenbleiben soll, da sie Eindruck hinterlässt. Ein schönes Album. Zehn Punkte.

Anspieltipps: The Last Days Of Rome, Roland I Feel You, Disney





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