Montag, 4. November 2013

Hans Söllner – SoSoSo




Hans Söllner – SoSoSo


Besetzung:

Hans Söllner – Gesang, Gitarre, Mundharmonika


Gastmusiker:

Peter Poichler – Orgel, Synthesizer, Wurlitzer E-Piano
Stephan Hofer – Schlagzeug, Perkussion
Manfred Puchner – Bass


Label: TRIKONT


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Bayerischer Liedermacher


Trackliste:

1. SoSoSo (4:01)
2. Untersberg (3:37)
3. Kibe voi Tränen (3:58)
4. Ganja (5:21)
5. Ihr seids alle gleich (6:02)
6. Der Rudi (7:32)
7. Wia de do drent (4:51)
8. Die Liebe (4:05)
9. Schau ned zruck (5:46)
10. Durch eia Politik (3:45)
11. Allgäuer Mädel (3:44)

Gesamtspieldauer: 52:40


 

Häufig nur mit der akustischen Gitarre instrumentiert, begleitet sich Hans Söllner auf „SoSoSo“ meist selbst. Die Musik ist dabei überaus unaufgeregt, die Texte sind jedoch alles andere als dies. Mal ist es ein Liebeslied, mal ein witziger Text über das Kiffen, dann wieder seine harte Kritik an der Gesellschaft und der Politik. Auch Polizeiwillkür ist ein Thema und wird genauso aufgegriffen wie das Leben allgemein. Die Texte sind dabei häufig witzig und von schwarzem Humor beseelt. Manchmal wirkt es auch ein wenig übertrieben und dieses Mal dann zu schwarz gemalt und allzu sozialkritisch.

Musikalisch ist das Album überaus harmonisch gehalten, alles ist sehr melodiös und schon beim ersten Mal eingängig. Diese häufig allerdings fast schon spartanische Instrumentierung hinterlässt nach dem Hören ein klein wenig ein Gefühl der Leere. Die einzelnen Titel sind sich dabei zu ähnlich, um auch längerfristigen Wiedererkennungswert zu besitzen. Allerdings wirkt die Musik des Hans Söllner auch nur in der Verbindung von Musik und Text. Lediglich eine Melodie eines Titels im Kopf zu haben und diese fröhlich vor sich hinzupfeiffen ist nicht der Anspruch, den Hans Söllner mit seiner Musik zu haben scheint. Er möchte vielmehr Geschichten erzählen, die zum Nachdenken anregen, einen zum Schmunzeln bringen und manches Mal auch ein wenig schlüpfrig klingen, sodass man sie seinen Kindern besser erst mal vorenthält.

Fazit: „SoSoSo“ weiß zu unterhalten, egal wie man zu den Inhalten der einzelnen Texte steht. Es ist eine Platte, der man zuhören muss, der Schwerpunkt liegt auf den Texten, die Musik dient dabei nur als Transportmittel, spielt eher eine ein klein wenig zurückgesetzte Rolle. Und so hört man sich die Platte an, schmunzelt und schüttelt den Kopf, freut sich und schämt sich. Es ist der Gesang, der hängenbleibt und das liegt sicherlich nicht nur an der Stimme des Hans Söllner. Sieben Punkte.

Anspieltipps: SoSoSo, Ganja, Der Rudi





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