Samstag, 4. Januar 2014

Rory McLeod – Travelling Home




Rory McLeod – Travelling Home


Besetzung:

Rory McLeod – slide guitar, vocals, harmonica, tap shoes, finger cymbals, trombone, wooden chair, hi-hat, cabassa, spoons, drum


Gastmusiker:

Elliet Mackrell – fiddle, violin
Paul Rodden – banjo
Steve Grocott – mandolin
Tim Walmsley – percussion, timbales, tambourine, floor tom, big tambourine, shaker, cow bell
Alan Dunn – piano-accordian, accordian
Sam Kelly – drums
Bob Morgan – tenor saxophone, clarinet, percussion, keyboards, marimba
Richard Sadler – baritone saxophone, bass
John Cutliffe – bass
East Side Flash – bass keyboards
Tomas Lynch – irish pipe drone, uilean pipes
Lee Fergusson – bass
Charlie Llewellin – drums
Jean-Marie Carrol – accordion
Lawrence Docherty – irish-afro drum
Sian Daniels – vocals


Label: Cooking Vinyl


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Country, Folk, Pop, Calypso


Trackliste:

1. Going Song (5:52)
2. Spring Is Returning / Dosvedanya (5:59)
3. Black, Brown, White (3:22)
4. Defending Our Homes (6:44)
5. Cold Sun Shining (5:44)
6. Compatibility (5:47)
7. The Dreams We Breathe Through (4:45)
8. Touchable (4:02)
9. Sleep Tonite (7:09)
10. Farming Womans War (5:29)
11. India Matea (4:57)
12. The Right Mistake (1:16)
13. Back To Donegal (7:04)

Gesamtspieldauer: 1:08:09




Die hier besprochene Platte hat nichts mit dem Snooker-Spieler mit selbigem Namen zu tun. Rory McLeod heißt auch ein englischer Singer und Songwriter, der bisher zehn Platten veröffentlicht hat. 1992 erschien sein fünftes Werk mit dem Titel „Travelling Home“. Dieses Album ist dabei ein Sammelsurium aus verschiedensten musikalischen Genres. Da gibt es Folk zu hören, natürlich auch amerikanischen Country, Pop, Calypso und im Falle von „Compatibility“ auch ein Duett mit Sian Daniels, welches fatal an Filmmusik der 50er Jahre erinnert. Ginger Rodgers und Fred Astaire legen eine heiße Sohle auf das Parkett und trällern dabei dieses Lied – überraschend wäre das nicht gewesen.

Nun, genau dieses bunte Kaleidoskop lässt diese Platte überaus anstrengend werden. Was wollte uns Rory McLeod nur damit sagen? Dass er sich in vielen Musikstilen zu Hause fühlt? Dass er nicht so genau weiß, was er eigentlich will? Oder vielleicht, dass er gerne mal ausprobiert? Man weiß es nicht, was man jedoch feststellen kann ist, dass diese Musik auch in ihren einzelnen Stilen nie zu überzeugen weiß. Das wirkt irgendwie alles zusammengestöpselt und einfach nicht überzeugend, sondern, ganz im Gegenteil sogar, überaus langweilig. Keine Melodie, die einem ins Ohr geht und wenn dann doch mal etwas wie ein schöner Abschnitt zu beginnen scheint, dann wird dieser mit völlig unnötigem und überaus anstrengendem Kopfstimmengesang zunichte gemacht, wobei diese einzelnen Töne überhaupt nicht zum Rest des Liedes passen wollen.

Am angenehmsten wirkt die Musik des Rory McLeod immer dann, wenn er in die folkige Ecke abdriftet, dann kann man zumindest ab und an eine schöne Stelle in der Musik des Briten entdecken. Gelungen ist auch das Stück „India Matea”. Dieser Song klingt so schön sehnsüchtig und kann mit der erzeugten Stimmung überzeugen. Ob das vielleicht daran liegt, dass hier nicht gesungen wird?

Fazit: Wer „Travelling Home“ von Rory McLeod nicht kennt, der hat nicht wirklich etwas verpasst. Manche schöne Ansätze gibt es zwar, aber diese Platte in einem durchzuhören ist wahrlich nicht einfach. Ich kenne keine andere Scheibe von Rory McLeod, habe allerdings auch keine Lust, da noch tiefer einzusteigen. Vier Punkte.

Anspieltipps: Cold Sun Shining, India Matea



Ich kann hier leider kein Video verlinken, dies lässt YouTube bei Rory McLeod nicht zu. Man kann sich allerdings einige Lieder von ihm auf dieser Plattform anhören und auch ansehen.

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