Donnerstag, 30. Januar 2014

The Beatles – Please Please Me



The Beatles – Please Please Me


Besetzung:

John Lennon – lead vocals, background vocals, rhythm guitar, acoustic guitar, harmonica, hand claps
Paul McCartney – lead vocals, background vocals, bass guitar, hand claps
George Harrison – background vocals, lead vocals on "Chains" and "Do You Want To Know A Secret", lead guitar, acoustic guitar, hand claps
Ringo Starr – drums, tambourine, maracas, hand claps, lead vocals on "Boys"


Gastmusiker:

George Martin – additional arrangements, piano on "Misery", celesta on "Baby It's You"
Andy White – drums on "Love Me Do", percussion on "P.S. I Love You"


Label: Apple (Universal Music Group)


Erscheinungsdatum: 1963


Stil: Pop, Rock’n‘Roll


Trackliste:

1. I Saw Her Standing There (2:55)
2. Misery (1:50)
3. Anna (Go To Him) (2:55)
4. Chains (2:25)
5. Boys (2:25)
6. Ask Me Why (2:25)
7. Please Please Me (2:05)
8. Love Me Do (2:23)
9. P.S. I Love You (2:04)
10. Baby It's You (2:40)
11. Do You Want To Know A Secret (1:59)
12. A Taste Of Honey (2:03)
13. There's A Place (1:51)
14. Twist And Shout (2:37)

Gesamtspieldauer: 32:45



Etwas über die wohl größte und erfolgreichste Band der Welt zu schreiben ist gar nicht so einfach. Vor allen Dingen dann nicht, wenn es sich um ihre frühen Alben handelt. „Please Please Me“ heißt die erste Album-Veröffentlichung der Beatles, die 1963 entstand. Diese Platte sollte die erste von dreizehn Alben sein, die in der Zeit des Bestehens der Band in den Jahren 1963 bis 1970 entstand. Nachdem bereits die Singles „Love Me Do“ und „Please Please Me“ erschienen waren, wobei letzter Titel die Nummer Eins der britischen Charts erklommen hatte, hatte es George Martin eilig, ein vollständiges Album hinterher zu schieben. Diese Platte bestand aus insgesamt vierzehn Titeln – acht Lieder davon sind Eigenkompositionen, sechs Titel sind Cover anderer Künstler.

Nun, die Platte wurde in knapp dreizehn Stunden in den Abbey Road Studios eingespielt, wobei „Twist And Shout“, das wohl bekannteste Cover-Lied der Beatles, erst ganz zum Schluss aufgenommen wurde, da allen Beteiligten klar war, dass John Lennon nach diesem Track nicht mehr würde singen können. Dieses und auch die restlichen Stücke sind dabei – logischerweise – ganz in der Zeit verhaftet, in der sie auch entstanden sind, nämlich in den frühen 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Damals erregte die Platte auch viel Aufsehen, denn das, was die Beatles hier ihrem Publikum darbrachten, gab es so bisher noch nicht. Kraftvoll und mitreißend und irgendwie anders und neu klangen die einzelnen Lieder damals, bei denen die vier Liverpooler auch den Cover-Versionen ihren Stempel aufdrückten. Und man kann auch nicht abstreiten, dass auf „Please Please Me“ bereits ein klein wenig die Genialität des Duos John Lennon und Paul McCartney, welches hier noch in umgekehrter Reihenfolge McCartney/Lennon aufgeführt ist, hervorblitzt.

Jene Songs, die allerdings auf späteren Platten der Fab Four zu finden sind, die auch heutzutage noch genauso überzeugend klingen wie vor fast fünfzig Jahren, die gibt es auf dem Debut noch nicht zu hören – auch wenn dies ein Rock’n’Roll-Fan sehr wohl anders sehen könnte. Die einzelnen Titel klingen zwar nett und waren zur damaligen Zeit sicherlich auch eine Revolution im Musikbusiness, vieles auf der Platte klingt heutzutage jedoch überholt. Allerdings gibt es die Zutaten bereits, die die Beatles nur kurze Zeit später zu dem werden ließen, was sie dann auch waren: eine geniale Band. Da ist zum Beispiel dieser perfekt abgestimmte Gesang und die schönen Melodien, auch wenn sie oft nur einen Teil des jeweiligen Liedes ausmachen sowie die Spielfreude, die die vier Musiker aus Liverpool hier vermitteln. Überraschend aus heutiger Sicht ist dabei auch, dass keiner der Songs die Dreiminutengrenze überschreitet, aber so war das eben, damals zu Beginn der Pop-Musik.

Fazit: Nun, die Musik der Beatles auf „Please Please Me“ klingt wahrlich immer wieder mal mitreißend und interessant, auch wenn die schmalzigen Texte oftmals sehr gewöhnungsbedürftig sind. Andererseits hören sich die Lieder heutzutage auch ein wenig zu harmlos und irgendwie ein klein wenig überholt. Es sollten noch sehr viel interessantere Alben der Beatles folgen, diese Platte war hier nur der Grundstein, der erst mal gelegt werden musste. Bezüglich seiner Wichtigkeit für die moderne Pop- und Rockmusik hätte das Album sicherlich vierzehn Punkte verdient. Bezüglich der Musik aus der Sicht eines Musikhörers im zweiten Jahrzehnt des einundzwanzigsten Jahrhunderts allerdings nur sieben Punkte.

Anspieltipps: Love Me Do, Do You Want To Know A Secret, A Taste Of Honey



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