Sonntag, 9. Februar 2014

Zaz – Zaz




Zaz – Zaz


Besetzung:

Isabelle Geffroy – chant, guitar, chœurs


Gastmusiker:

Bruce Cherbit – batterie, tambourine
Manuel Marchès – contrebasse
Germain Guyot – piano, clavier, chœurs
Fred Lafage – guitars acoustiques, harmonium, guitars electrique, ukulele
Antoine Reininger – contrebasse
Alban Satour – guitar electrique, chœurs
Pascal Palisco – accordéon
Toby Dmmit – batterie
Mathieu Verlot – contrebass
Robert Aaron – cuivres
Paris Horns – section cuivres
Christian Martinez – trompette
Denis Leloup – trombone
Thierry Farrugia – saxophone alto, tenor, baryton
Guillaume Juhel – guitar
Henrik André – violin manouche
Raphaël Haroche – guitars acoustique, chœurs


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Chanson


Trackliste:

1. Les Passants (3:33)
2. Je Veux (3:39)
3. Le Long De La Route (3:37)
4. La Fée (2:53)
5. Trop Sensible (4:00)
6. Prends Garde À Ta Langue (3:41)
7. Ni Oui Ni Non (3:32)
8. Port Coton (2:56)
9. J'Aime À Nouveau (3:51)
10. Dans Ma Rue (4:40)
11. Éblouie Par La Nuit (2:41)

Gesamtspieldauer: 39:04




Okay, die erste Platte von Zaz alias Isabelle Geffroy, die auch gleich mit Zaz betitelt wurde. Diese läuft in diversen Foren und Plattenläden überraschender Weise unter dem Genre „Jazz“. Was die Musik der Französin allerdings mit Jazz zu tun haben soll, das erschließt sich mir nicht wirklich. Nein, dieses Album hat im Grunde genommen überhaupt nichts mit Jazz zu tun, denn das, was man hört, ist ganz eindeutig französischer Chanson. Aber sei es drum, ein falsches Genre hat noch nie etwas über die Musik ausgesagt.

Und jetzt oute ich mich wohl nicht allzu überraschend. Das ist im Grunde genommen überhaupt nicht meine Musik, nicht meine Baustelle. Französisches Chanson? Es gibt wohl nicht viel bessere Möglichkeiten sich den Tag zu versauen. Schuld sind daran mit Sicherheit meine Französisch-Lehrer gewesen. Alle zusammen. Okay, italienische Musik mag ich auch nicht so besonders, Adriano Celentano und noch sehr viel schlimmer Eros Ramazzotti und solche Konsorten. Waren das jetzt die Latein-Lehrer? Ne, die waren eigentlich durch die Bank weg sehr nett. Mit englischer Musik kann ich am meisten anfangen, waren die Englisch-Lehrer besser als die Französisch-Lehrer? Auch nicht unbedingt. Vieles Deutsche gefällt mir auch, aber da hatte ich in der Schule auch so ein paar Kandidaten…

Nein, es ist nicht die Prägung durch die Schule, es ist wohl immer die Musik selbst, die einen begeistert oder eben nicht – niemals die Sprache. Zaz langweilt, auch wenn Isabelle Geffroy in vielen Internet-Foren oder Plattenbewertungen über den grünen Klee gelobt wird. Das Besondere finde ich einfach nicht in dieser Musik, die allerdings trotzdem auch für mich an manchen Stellen immer wieder ganz nett klingt. Trotzdem kann ich nur mit sehr wenigen Titeln dieses Albums etwas anfangen. Das sind vor allem „La Fée“, „Port Coton“, „Trop Sensible“ und mit kleinen Abstrichen auch noch die letzte Nummer „Éblouie Par La Nuit“. Hier gelingt es der Sängerin mich zu packen und einzufangen. Hier höre ich Melodiösität und Eingängigkeit, die mich trifft, hier fühle ich mich angesprochen und auch bereichert.

Oftmals nervt der Rest der Platte allerdings, wenn es zum Beispiel bei „Ni Oui Ni Non” solch einen unsäglichen Hintergrund-Chor gibt, der tatsächlich in den Credits so genannt wird, allerdings nur „Non“- oder „Oui“-Geschrei darstellt. Das wirkt dann alles so unglaublich aufgesetzt. Manchmal kann man es auch gar nicht so genau festmachen, woran es eigentlich noch liegt, dass einem eine bestimmte Musik einfach nicht zusagt – bei Zaz geht das aber. Auch wenn „Les Passants” im Grunde genommen eingängig ist, es nervt dieses „Schajananeibobadobabi“, in anderen Liedern heißt es „Dödödödödö“, dann wieder „Dababadibab“. Oder wie wäre es mit „Bobabobadadabäih“? So etwas kann man natürlich mal als Stilmittel einsetzen, um den Swing, den Groove oder was weiß ich zu untermalen. Aber andauernd? Nein, das geht einem mit der Zeit auf den berühmten Zeiger.

Fazit: Irgendetwas hat die Musik von Zaz auf diesem Album. Da gibt es drei wahrlich schöne Titel. Trotzdem ist das kein Album, welches man in einem durchhören kann, da sich darauf auch Lieder befinden, die wahrlich für nicht so Chanson-erfahrene Hörer sehr gewöhnungsbedürftig sind. Diese Wortkreationen nerven zudem überaus. Und wer des Französischen mächtig ist, der sollte sich auch mal durch die Texte lesen. Geistreich ist hier oftmals auch anders. Sechs Punkte.

Anspieltipps: La Fée, Trop Sensible, Port Coton



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