Sonntag, 16. März 2014

BAP – Für Usszeschnigge




BAP – Für Usszeschnigge


Besetzung:

Wolfgang Niedecken – Gesang, Gitarre
Klaus Heuser – Gitarre, Gesang
Steve Borg – Bass, Cello
Wolfgang Boecker – Schlagzeug
Manfred Boecker – Percussion, Gesang
Alexander Büchel – Keyboard


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Kölsch-Rock


Trackliste:

1. Verdamp lang her (5:45)
2. Südstadt verzäll nix (3:43)
3. Jraaduss (3:51)
4. Waschsalon (2:22)
5. Jupp (5:46)
6. Frau ich freu mich (5:35)
7. Müsli Män (3:59)
8. Fuhl ahm Strand (5:26)
9. Ens em Vertraue (4:21)
10. Wo mer endlich Sommer hann (2:18)

Gesamtspieldauer: 43:06



Dass richtig gut gemachte Rockmusik nicht zwangsläufig nur aus dem englischsprachigen Raum kommen muss, bewies die Kölner Band BAP bereits 1981 mit der Veröffentlichung ihres dritten Albums „Für Usszeschnigge“. Hier gibt es für den Hörer rockige Lieder, genauso wie sanfte und nachdenklich verträumte Stücke zu entdecken. Allen diesen Titeln ist dabei gemein, dass sie überaus eingängig, melodiös und fesselnd sind.

Man hört hier so nachdenkliche Titel wie „Jraaduss“, „Jupp“ und „Fuhl ahm Strand“. Wunderschöne warme Musik, dezent und trotzdem sehr eindringlich instrumentiert, ausgestattet mit lohnenswerten Texten und diesem gewissen Ohrwurmcharakter, der ein Lied zu einem treuen Begleiter im Leben werden lässt. Dann beinhaltet „Für Usszeschnigge“ auch eines der bekanntesten Lieder von BAP: „Verdamp lang her“. Langsam und getragen, mit etwas sphärischem Hintergrund eingeleitet, entwickelt sich das Lied zu einer rockigen Nummer, die ebenfalls über einen unglaublichen Wiedererkennungswert verfügt.

Aber es gibt noch jede Menge mehr zu entdecken auf dieser Scheibe. „Südstadt verzäll nix“ ist ein klasse Rocker, genau wie „Waschsalon“, welches zusätzlich noch mit einem sehr witzigen Text versehen wurde, den man auch ohne größere Kölsch-Kenntnisse mitverfolgen kann. Auch „Frau ich freu mich“ rockt und groovt und bei „Müsli man“ klingt es dann sogar nach Reggae. Und einmal mehr beweist hier Wolfgang Niedecken, dass er neben nachdenklichen Texten auch sehr witzige zu formulieren weiß. „Ens em Vertraue“ klingt fröhlich und ein wenig nach Western-Saloon-Musik. Beschlossen wird das Album schließlich mit einer Cover-Version des Eddie Cochran Hits „Summertime Blues“, der hier mit neuem und deutschen Text versehen als „Wo mer endlich Sommer hann“ seinen Auftritt bekommt.

Fazit: Sehr beeindruckend ist diese Platte von BAP. Für viele Fans auch die beste LP, die die Band jemals veröffentlichte. Das liegt nicht zuletzt an dieser genialen Zusammenarbeit von Klaus „Major“ Heuser und Wolfgang Niedecken, die es schafften tolle Melodien mit richtig guten Texten zu kombinieren. Einen Ausfall weist dieses Album nicht auf. Alles ist hörenswert und weiß auf seine Art und Weise zu begeistern. Klasse Platte, zwölf Punkte.

Anspieltipps: Verdamp lang her, Jupp, Müsli Män, Fuhl ahm Strand



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