Sonntag, 9. März 2014

Shoulders – Trashman Shoes




Shoulders – Trashman Shoes


Besetzung:

Michael Slattery – vocals, parade drum, piano, harmonica, midget accordion
Todd Kassens – guitars, background vocals
Alan Gene Williams – drums, percussion, background vocals
Chris Black – bass, contrabass, piano, hammond organ


Gastmusiker:

David Max Crawford – trombone, trumpet, flügelhorn, accordion, harmonium
John Hagen – cello
Kris McKay – background vocals
Mark Rubin – tuba
Mark Williams – baritone sax, tenor sax
J.D. Foster – background vocals, keys


Label: Musidisc Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Drunken Carnival Music


Trackliste:

1. Charm (3:41)
2. On Sunday (3:57)
3. Trashman Shoes (5:47)
4. Beckoning Bells (4:08)
5. The Weatherman (3:16)
6. I'll Take What's Left (4:21)
7. Lula's Bar And Pool (2:54)
8. Uncle Achin (3:11)
9. Whole Way To The Halfway House (3:03)
10. Land Of The Great Destroyer (4:53)
11. All The Nights To Come (3:47)
12. Fare Thee Well (2:52)

Gesamtspieldauer: 45:50




Musikgenre: „Drunken Carnival Music“? Tolle Umschreibung für die Musik, die die Shoulders da Anfang der 90er Jahre auf insgesamt zwei Alben produzierten, die zeitlich sehr nahe hintereinander veröffentlicht wurden. Die amerikanische Band aus Austin, Texas hatte damit allerdings nur sehr wenig Erfolg in ihrem Heimatland, den USA, besser lief es da schon in Europa und vor allen Dingen in Frankreich. Zurück zum Genre-Titel „Drunken Carnival Music“, denn der passt irgendwie, wenn er auch viel zu kurz greift. Auf „Trashman Shoes“ gibt es Rock Musik der härteren Art zu hören, dann wieder ganz sanfte Balladen, aber auch Titel, die an Trinklieder erinnern, Seemannslieder und auch Ska-Einflüsse.

Allein diese Bandbreite an verschiedenen Stilen zeigt schon wie abwechslungsreich die Musik der Shoulders auf diesem Album ist. Und dieses ganze Sammelsurium verschiedenster Musik-Genres wirkt dabei in keinster Weise aufgesetzt, unpassend oder gewöhnungsbedürftig. Alles scheint auf seine Art und Weise genau so zusammenzupassen und ergibt schließlich ein sehr spannendes Album, welches den Hörer immer wieder zu überraschen weiß. Man kann sich beim Hören zwar nie so ganz sicher sein und wird immer wieder aus speziellen Stimmungen herausgerissen, aber trotzdem scheint das alles in sich stimmig zu sein und muss sich sogar genau so zusammensetzen. Dazu gesellt sich noch der leicht rauchige Gesang des Michael Slattery, der sich auch zusammen mit Todd Kassens für die Kompositionen verantwortlich zeigt und fertig ist die Musik, die Eindruck hinterlässt.

Fazit: Wer mal etwas andere Musik hören möchte, der ist hier genau richtig. Die einzelnen Lieder sind nicht „abgefahren“, jedoch etwas Besonders. Und sie hinterlassen Spuren, was nicht bei jedem Album gelingt. Dabei ist alles immer überaus melodisch, irgendwie seltsam, interessant und beeindruckend. Rock wird hier gespielt, mal schneller, mal langsamer dazu gibt es jede Menge andere Einflüsse. Für Hörer, die auf das etwas Andere, Außergewöhnliche stehen ohne, dass die Musik dabei zu weit von der Norm abweichen würde. Aber ein bisschen eben schon. Elf Punkte.

Anspieltipps: On Sunday, Trashman Shoes, I'll Take What's Left



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