Freitag, 25. April 2014

The Velvet Underground – The Velvet Underground




The Velvet Underground – The Velvet Underground


Besetzung:

Lou Reed – lead and rhythm guitar, piano, lead vocals, verse co-vocals on "The Murder Mystery"
Sterling Morrison – rhythm and lead guitar, verse co-vocals on "The Murder Mystery", backing vocals
Maureen Tucker – percussion, lead vocals on "After Hours", chorus co-vocals on "The Murder Mystery", backing vocals
Doug Yule – bass guitar, organ, lead vocals on "Candy Says", chorus co-vocals on "The Murder Mystery", backing vocals

Label: MGM Records


Erscheinungsdatum: 1969


Stil: Folk Rock, Experimental Rock, Art Pop


Trackliste:

1. Candy Says (4:03)
2. What Goes On (4:53)
3. Some Kinda Love (4:01)
4. Pale Blue Eyes (5:40)
5. Jesus (3:24)
6. Beginning To See The Light (4:34)
7. I'm Set Free (4:03)
8. That's The Story Of My Life (2:03)
9. The Murder Mystery (8:53)
10. After Hours (2:08)

Gesamtspieldauer: 43:41




Das dritte Album der Band Velvet Underground benannte die Band kurz nach sich selbst: „The Velvet Underground“. 1968 entstanden und 1969 veröffentlicht war es die erste Scheibe, die ohne John Cale eingespielt und veröffentlicht wurde, der sich nach Unstimmigkeiten mit Lou Reed verabschiedet hatte, da man sich nicht über die musikalische Orientierung von The Velvet Underground einig wurde. Doug Yule ersetzte schließlich John Cale.

Auch hatte sich die Band etwas aus dem Einzugsbereich des Andy Warhol entfernt. Dies und eben jener Ausstieg des John Cale sorgte dafür, dass „The Velvet Underground“ ein deutlich anderes Album wurde, als jene beiden zuvor veröffentlichten. Experimentiert wird hier kaum noch, vielmehr klingt die Musik häufiger eher nach Folk oder auch ein wenig nach 60ies Pop. Soll heißen, die Lieder sind überwiegend zwar äußerst melodiös und eingängig gehalten, gehen relativ schnell ins Ohr, stellen größtenteils allerdings auch leider nichts mehr Besonderes dar.

Natürlich kann man das auch anders sehen, denn die Titel klingen nun eben harmonisch und sind mit einer gewissen Melancholie ausgestattet. Hauptsächlich Musik zum Träumen also. Eine Ausnahme stellt da fast schon „Beginning To See The Light“ dar, welches sogar irgendwie fröhlich klingt und neben „What Goes On“ eines der beiden etwas flotteren Titel des Albums darstellt. Die Songs stammen alle aus der Feder Lou Reeds, der hier am Gesang auch mal Doug Yule („Candy Says“) und Maureen Tucker („After Hours“) den Vortritt ließ.

Nun, das wäre alles ganz nett, aber die Musik hebt sich auch nicht groß ab von anderen Scheiben, die im selben Stil zur etwa derselben Zeit entstanden sind. Wenn da nicht noch der Titel „The Murder Mystery” wäre. Diese Nummer klingt zwar ebenfalls sehr melodiös, hier wird es jetzt dann aber doch auch experimentell, ein wenig verschroben, avantgardistisch und zum Teil, durch viele, viele Redundanzen meditativ. Das ganze Lied ist eine Art Klangexperiment, welches sich gerade dadurch auch vom Rest der Platte abhebt. Positiv abhebt. Etwas wirrer zum Ende hin, steht hier trotzdem die Harmonie im Vordergrund und dieses Zusammenspiel des Gesangs von Maureen Tucker mit dem der restlichen, männlichen Bandkollegen ist einfach gelungen.

Fazit: Zum Teil wirkt „The Velvet Underground“ ein klein wenig langweilig, obwohl die einzelnen Nummern durchaus nett und melodiös klingen. Aber so klangen eine ganze Menge Bands zur damaligen Zeit. „The Murder Mystery” reißt die Scheibe dann allerdings doch aus der eintretenden Lethargie, aber das ist zugegebenermaßen auch ein Klagen auf hohem Niveau. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Pale Blue Eyes, The Murder Mystery



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