Sonntag, 27. April 2014

Uriah Heep – The Magician’s Birthday




Uriah Heep – The Magician’s Birthday


Besetzung:

David Byron – vocals
Mick Box – guitars
Ken Hensley – keyboards, guitars, moog synthesizer
Lee Kerslake – drums, percussion, kazoo
Gary Thain – bass


Gastmusiker:

Brian John Cole – Pedal Steel Guitar on "Tales"


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Rock, Hard Rock


Trackliste:

1. Sunrise (4:06)
2. Spider Woman (2:29)
3. Blind Eye (3:37)
4. Echoes In The Dark (4:52)
5. Rain (4:01)
6. Sweet Lorraine (4:18)
7. Tales (4:11)
8. The Magician's Birthday (10:22)

Gesamtspieldauer: 37:56




„The Magician’s Birthday” ist das fünfte Album von Uriah Heep und ebenfalls die fünfte Scheibe, die die Band innerhalb von lediglich 29 Monaten eingespielt hatte. Nun könnte man befürchten, dass sich dieser Umstand negativ auf die Qualität des Songmaterials ausgewirkt haben könnte, doch die Mannen um Ken Hensley, der sich bei den meisten Liedern als Komponist auszeichnete, legten zu Beginn der 70er Jahre und somit zu anfangs ihrer Karriere, eine unglaubliche Kreativität an den Tag.

„The Magician's Birthday” ist ein sehr typisches Album für Uriah Heep geworden. Rock-lastig, erneut mit einem längeren Titel versehen, mit vielen guten Ideen ausgestattet und über allem schwebt wieder die eindringliche und unverwechselbare Stimme des David Byron, der zu dieser Zeit seiner Karriere noch nicht so sehr durch seine Alkoholabhängigkeit eingeschränkt war.

Sehr melodiös sind die Titel gehalten, manchmal klingt das auch ein wenig sehnsüchtig wie beim beeindruckenden „Echoes In The Dark“. Bei diesem Titel steht jetzt auch nicht mehr der harte Rock im Vordergrund, der Titel wirkt mitunter sogar ein wenig symphonisch, was durch den Hintergrundgesang und den Synthesizer bewirkt wird. Dazu gesellt sich ein wahrlich gelungenes Gitarren-Solo des Mick Box und fertig ist der Höhepunkt der Scheibe. Auch nicht unerwähnt bleiben soll hier das Titellied der Platte „The Magician's Birthday”. Kraftvoll wird die Nummer eingeleitet, geht wieder in einen melodiösen Gesangsteil über und wartet auch mit einem spaßigen Gimmick auf, wenn dem Zauberer im Lied ein Geburtstagständchen dargeboten wird. Aus mehreren Teilen zusammengesetzt ergibt dies ein sehr spannendes und abwechslungsreiches Lied.

Ausfälle gibt es im Grunde genommen nicht auf dem Album, auch wenn der Rock’n’Roll „Spider Woman“ nicht so richtig überzeugen kann. Dafür stellt „Sunrise” einen sehr gelungenen Einstieg in die Platte dar, der ein wenig an „Salisbury” vom zweiten Album erinnert. Ebenfalls sehr überzeugend ist der Titel „Blind Eye”. Hier bewirkt jetzt das Zusammenspiel von akustischer und elektrischer Gitarre diesen besonderen Moment, der manche Lieder über andere heraushebt.

Fazit: „The Magician's Birthday” ist ein überzeugendes Album geworden, ganz im Stile der frühen Uriah Heep. Schöne Melodien lassen sich hier entdecken, genau wie eingängige Riffs und spannende und ideenreiche Gitarrensoli. Dazu der Gesang des David Byron und fertig ist eine gute Uriah Heep-Scheibe. Wem die ersten Veröffentlichungen von Uriah Heep gefallen, diese Scheibe hier aber noch nicht kennt, der kann ganz unbesorgt zugreifen, „The Magician's Birthday” wird ihr oder ihm gefallen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Echoes In The Dark, The Magician's Birthday



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