Donnerstag, 22. Mai 2014

Eloy – Floating




Eloy – Floating


Besetzung:

Frank Bornemann – vocals, guitar
Manfred Wieczorke – organ, guitar
Luitjen Janssen – bass
Fritz Randow – drums


Label: Harvest


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Progressive Rock, Krautrock


Trackliste:

1. Floating (4:01)
2. The Light From Deep Darkness (14:40)
3. Castle In The Air (7:17)
4. Plastic Girl (9:10)
5. Madhouse (5:20)


Bonus Tracks:

6. Future City (Live) (5:01)
7. Castle In The Air (Live) (8:11)
8. Flying High (Live) (3:31)

Gesamtspieldauer: 57:11



„Floating“ heißt das dritte Album der deutschen Progressive Rock Band Eloy. Im Jahr 1974 veröffentlicht, gestaltet sich die Musik darauf ein wenig anders, als noch auf dem Vorgängeralbum „Inside“. Und diese Platte diese Platte auch deutlich anders, als jene Alben, die Eloy ab der folgenden Scheibe „Power And The Passion“ veröffentlichen sollte und mit deren Sounds der Band der Durchbruch gelang. Der Unterschied liegt im Rock selbst, den Eloy hier sehr viel härter zelebriert, als auf allen anderen Platten der Band davor und danach. 

Das Keyboard hat auf „Floating“ nicht die Dominanz, wie auf den anderen Veröffentlichungen von Eloy und der Synthesizer wurde hier nur sehr sparsam und zum ersten Mal in der Bandgeschichte eingesetzt. Das wirkt ein wenig so, als ob man mal ausprobieren wolle, wie so ein „Teil“ eigentlich klingt. Die Platte ist also Gitarren-lastiger und härter im Sound. So verwundert es auch nicht weiter, dass mit „Castle In The Air“ und „Madhouse“ sogar zwei Titel auf dem Album vertreten sind, die völlig ohne Tasteninstrumente auskommen. „Floating“ klingt sehr viel mehr nach Krautrock, als andere Scheiben der Band. Der Progressive Rock-Anteil ist hier zwar vorhanden, jedoch deutlich weniger ausgearbeitet.

Nun, dies sagt natürlich alles nichts über die Qualität die Musik aus. Diese kann sich allerdings sehen beziehungsweise hören lassen. Sehr abwechslungsreich ist das Ganze gestaltet, meistens zwar relativ treibend im Rhythmus, jedoch immer wieder sind die Lieder mit sehr schönen Melodien ausgestattet, die sich ziemlich schnell im Ohr festsetzen. Und dann gibt es hier auch noch einige wahrlich gelungene Gitarren-Soli des Frank Bornemann zu hören und auch – wenn er mal darf – wunderschöne Läufe auf der Orgel, die von Manfred Wieczorke bedient wurde. Zusätzlich hat man diese remasterte Fassung der CD noch mit drei Bonus-Titeln ausgestattet, die alle 1973 live eingespielt wurden. Okay, die Klangqualität ist dabei wahrlich nicht berauschend, trotzdem ein schönes Zeitdokument aus den Anfängen der Band.

Fazit: Eine sehr rockige Platte ist „Floating“ geworden. Damit ist die Scheibe etwas untypisch für Eloy. Nichtsdestotrotz macht das Gehörte jedoch sehr viel Spaß. Alles groovt, alles klingt. Und wenn auch nicht diese absoluten „Übersongs“ auf der Scheibe enthalten sind, so sind doch alle Titel sehr hörenswert und wirken nach. Ausfälle gibt es überhaupt keinen, sodass sich dieses Album für alle Freunde des Krautrock-angehauchten Progressive Rock unbedingt lohnt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: The Light From Deep Darkness, Castle In The Air



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