Montag, 5. Mai 2014

The Beatles – Yellow Submarine




The Beatles – Yellow Submarine


Besetzung:

John Lennon – vocals, guitars, keyboards
Paul McCartney – vocals, bass guitars, keyboards
George Harrison – vocals, acoustic, guitars, organ
Ringo Starr – vocals, drums and percussion


Gastmusiker:

George Martin Orchestra


Label: Apple


Erscheinungsdatum: 1969


Stil: Pop, moderne Klassik, Soundtrack


Trackliste:

1. Yellow Submarine (2:43)
2. Only A Northern Song (3:28)
3. All Together Now (2:14)
4. Hey Bulldog (3:14)
5. It's All Too Much (6:28)
6. All You Need Is Love (3:53)
7. Pepperland (2:24)
8. Sea Of Time (3:00)
9. Sea Of Holes (2:21)
10. Sea Of Monsters (3:40)
11. March Of The Meanies (2:22)
12. Pepperland Laid Waste (2:15)
13. Yellow Submarine In Pepperland (2:11)

Gesamtspieldauer: 40:13




Nun, was soll man von diesem zehnten Studioalbum der Beatles halten? Das Wort „Studioalbum“ ist dabei schon falsch gewählt, denn es handelt sich um den Soundtrack des ein Jahr zuvor veröffentlichten Zeichentrickfilms „Yellow Submarine“. Das Besondere dabei ist, dass die Beatles sieben der dreizehn Lieder weder geschrieben haben, noch irgendwelche Instrumente dazu auf der Platte spielen. Die ehemalige Seite 2 der LP, die auf der CD ab Lied Nummer 7 beginnt, stammt von George Martin, der diese Titel schrieb und mit seinem George Martin Orchestra auch umsetzte. Hierbei handelt es sich um Orchestermusik im klassischen Gewand. Gesungen wird dementsprechend natürlich auch nicht, wobei die einzelnen Titel – allen voran „March Of The Meanies“ – durchaus überzeugend klingen, im Verbund mit dem Film jedoch natürlich deutlich besser wirken können. Der allerletzte Titel „Yellow Submarine In Pepperland”, greift immer wieder das Thema aus dem Lied „Yellow Submarine“ der Beatles auf. Erneut wird er lediglich von Orchester-Musikern instrumentiert und umgesetzt, ist so gesehen jedoch eine Koproduktion der Beatles und George Martin.

Die ersten sechs Stücke, also die ehemalige Seite 1 des Albums, beinhalten dann jedoch Beatles-Titel. Allerdings trifft man hier auch auf Altbekanntes. Der Titelsong „Yellow Submarine“ war bereits knapp drei Jahre zuvor auf „Revolver“ veröffentlicht worden und „All You Need Is Love“ kennt man natürlich vom 1967 erschienenen Album „Magical Mystery Tour“. Lediglich vier neue und bisher unveröffentlichte Lieder zieren das Album. Zwei davon stammen aus der Feder George Harrisons, zwei waren eine Gemeinschaftsproduktion des Duos John Lennon und Paul McCartney.

„Only A Northern Song”, die erste Nummer von George Harrison, ist dabei der beste Titel dieses Materials. Ein wenig psychedelisch angehaucht, kann das Lied durchaus überzeugen. Eine schöne und eingängige Melodie verleihen diesem Stück den gewissen Wiedererkennungswert. „It's All Too Much“ klingt deutlich rockiger, besitzt ebenfalls einen psychedelischen Touch und weist eine etwas seltsame Perkussion auf. Die beiden Lennon / Mc Cartney Titel unterscheiden sich dagegen sehr. „All Together Now“ klingt in etwa so wie eines der Lieder, die Kindergartentanten mit ihren drei- bis vierjährigen Schützlingen einstudieren, um diese bei Laune zu halten. „Hey Bulldog” ist da schon deutlich besser gelungen. Ein rockiger Titel, der so auch auf einem anderen Album der Beatles der damaligen Zeit hätte Platz finden können, ohne großartig gegen den Rest abzufallen.

Fazit: „Yellow Submarine“ war eines der wenigen Alben der Beatles, welche es weder in England, noch in den USA schafften, Platz 1 der Charts zu erobern. Sehr verwunderlich ist das nicht, denn dazu hat die Musik darauf zu wenig mit den Beatles zu tun (die komplette zweite Seite), war bereits bekannt oder kann nicht restlos überzeugen. Durch die vier neuen Beatles-Titel lohnt sich der Erwerb des Albums natürlich für Beatles-Fans oder aber Komplettisten. Für alle anderen ist diese Scheibe deutlich weniger interessant. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Only A Northern Song, March Of The Meanies



Kommentare:

  1. Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass "Only a Northern song" der Tiefpunkt der Kompositionskunst von George Harrison gewesen sei. Sehr beruhigend, hier eine bessere Einschätzung zu lesen; das Lied ist auch nach meiner Meinung ein Höhepunkt der Platte. Und "Hey Bulldog" ist ohnehin eines der unterschätztesten Beatles-Lieder.

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  2. Naja, Musik ist ja immer auch mit Geschmackssache, aber bei Deinen Einschätzungen gebe ich Dir Recht, wahrlich keine Tiefpunkte. Markus

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