Mittwoch, 18. Juni 2014

Lifehouse – No Name Face




Lifehouse
– No Name Face


Besetzung:

Jason Wade – vocals, guitars
Sergio Andrade – bass
Jon Palmer – drums


Gastmusiker:

Ron Aniello – guitar, bass, keyboards, percussion, engineer
Collin Hayden – electric guitar
Aaron Lord – viola
Marcus Barone – chamberlaine
Aaron Embry – keyboards
John Leftwich – string bass
Bob Glaub – bass
Jack Kelly – drums
Matt Laug – drums
Walter Rodriquez – tambourine
Jude Cole – background vocals
Kendall Payne – background vocals


Label: DreamWorks


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Hanging By A Moment (3:36)
2. Sick Cycle Carousel (4:23)
3. Unknown (4.07)
4. Somebody Else's Song (4:37)
5. Trying (3:53)
6. Only One (4:56)
7. Simon (6:01)
8. Cling And Clatter (4:29)
9. Breathing (4:25)
10. Quasimodo (4:32)
11. Somewhere In Between (4:15)
12. Everything (6:07)

Gesamtspieldauer: 55:22




Jason Wade spielte mit Sergio Andrade und Jon „Diff“ Palmer bereits einige Jahre unter dem Namen „Blyss“ zusammen. Sie traten an Highschools und Colleges auf und unterschrieben schließlich 2000 beim Major Label Dreamworks, bei dem noch im selben Jahr ihr Debut „No Name Face“ veröffentlicht wurde. Diese Platte verkaufte sich bis heute über vier Millionen Mal weltweit und stellt bis zum heutigen Tag auch die erfolgreichste Scheibe der US-Amerikaner dar.


Auf diesem ersten Album der Band bekommt der Hörer sehr melodiösen Alternative Rock geboten, praktisch jedem Titel wohnt eine Eingängigkeit bis hin zum Ohrwurmcharakter inne. Hatte die Band vorher durchaus auch christliche Texte im Repertoire, so werden jetzt auf „No Name Face“ vor allem die Gefühle, Hoffnungen und Ängste des Jason Wade verarbeitet. Religiös ist hier nichts mehr. Sehr eindringlich wirkt diese Scheibe, die man sehr gut in einem Guss durchhören kann. Schöne Nummer reiht sich an sehr schöne Nummer, alles scheint im Fluss zu sein und dabei variiert auch das Tempo der einzelnen, Gitarren-dominierten Lieder. Mal wird es ein wenig härter, dann wieder sehr viel gemäßigter und gefühlvoller. Verbindendes Moment ist dabei jedoch immer das Gespür des Songschreibers Jason Wade für die Harmonie und die Melodie, die sich durchaus längerfristig festzusetzen versteht.

Der erste Titel „Hanging By A Moment” war der „Hit” des Albums, lief in den Playlists der Radiostationen rauf und runter und trug somit nicht zuletzt auch mit zum Verkaufserfolg der gesamten Platte bei. Qualitativ passen sich jedoch die restlichen Titel diesem Album-Opener an, sodass man auf dieser Platte wirklich keinen Ausfall entdecken kann. Alles hat seine Qualität und wirkt.

Fazit: Alternative Rock kann echt eine schöne Sache sein und wenn sich dann auch noch zwölf fast gleichwertige Titel auf einer Scheibe befinden, dann lohnt sich die Anschaffung auf jeden Fall. Wer also gerne gut gemachten und abwechslungsreichen Rock hört, der nicht zu hart und nicht zu weich ist und ziemlich schnell ins Ohr geht, der sollte auf jeden Fall mal ein Ohr bei „No Name Face“ von Lifehouse riskieren. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Sick Cycle Carousel, Somebody Else's Song, Breathing



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