Samstag, 12. Juli 2014

Hugo Race – We Never Had Control




Hugo Race – We Never Had Control


Besetzung:

Hugo Race – vocals, steelstring, keys


Gastmusiker:

Antonio Gramentieri – electric guitar lapsteel, bass
Diego Sapignoli – drums, balafon, treated percussion
Franco Naddei – synthesizers
Francesco Giampaoli – double bass
Vicki Brown – violin, vocals (1)
Catherine Graindorge – violin, viola (7, 8)
Violetta Delconte Race – vocals (3, 8)
Hellhound Brown – vocals (1)


Label: Gusstaff Records


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: ArtRock, Indie Rock


Trackliste:

1. Dopefiends (6:58)
2. Ghostwriter (4:03)
3. Meaning Gone (5:46)
4. Snowblind (3:32)
5. No Angel Fear To Thread (4:18)
6. Shining Light (3:09)
7. No Stereotype (4:31)
8. We Never Had Control (5:48)

Gesamtspieldauer: 38:06




Hugo Race ist ein australischer Musiker, der hier auf diesen Seiten bereits Erwähnung fand. Dies geschah im Rahmen seines Bandprojekts „Dirtmusic“ zusammen mit Chris Eckman und Chris Brokaw. Seine ersten musikalischen Meriten verdiente er sich bei Nick Caves Begleitband The Bad Seeds, bei denen er die Gitarre spielte. Im Bezug auf Veröffentlichungen ist Hugo Race sehr fleißig, denn bis heute, im Jahr 2014, ist „We Never Had Control” eine von 29 Platten-Erscheinungen, auf denen er vertreten ist.

Nun zur Musik auf diesem im Jahr 2011 veröffentlichten Album. Diese ist zumeist sehr ruhig gehalten, lediglich sanft instrumentiert und tieftraurig bis düster gehalten. Nicht zuletzt die dunkle und tiefe Stimme des Hugo Race trägt mit zu dieser schweren Atmosphäre bei. Die einzelnen Titel sind dabei überaus melodiös, meistens ist es die akustische Gitarre, die neben dem Gesang im Vordergrund steht. So wirkt alles ein wenig getragen, bestes Beispiel hierfür ist das sehr intensive „Shining Light“. Ein Titel, der durchaus auch ein wenig an Leonard Cohen erinnert.

Höhepunkt auf „We Never Had Control” ist sicherlich der Opener und gleichzeitig auch das längste Stück der Platte „Dopefiends”. Auch hier sind die Zutaten dieselben: Dunkle Stimme, akustische Gitarre und eine, sehr zum Text passende, tieftraurige Stimmung. Hier setzt sich die Melodie ebenfalls ziemlich schnell im Ohr des Hörers fest und lädt ein zum Augenschließen und dem Genießen dieser intensiven Atmosphäre. Etwas flotter wird es im Grunde genommen nur bei „Snowblind”, einer Nummer, die fast schon ein wenig in die Richtung Folk geht.

Fazit: „We Never Had Control” von Hugo Race und den „Fatalists“, wie sich hier die Begleitband nennt, ist ein sehr gelungenes Album geworden, welches trotz der relativ gleichen Machart der einzelnen Stücke, nie Langeweile aufkommen lässt. Die Musik wirkt. Ausfälle sind ebenfalls nicht zu beklagen, sodass das Album, einmal aufgelegt, seine melancholische Tristesse über die volle Lauflänge verbreiten kann. Diese Lauflänge ist mit unter vierzig Minuten jedoch ein wenig kurz geraten. Oder hatte Hugo Race gar die Sorge, dass noch mehr Musik dieser Art die Suizid-Rate in die Höhe schnellen lassen würde? Ein schönes, aber trauriges Album. Elf Punkte.

Anspieltipps: Dopefiends, Shining Light



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