Mittwoch, 23. Juli 2014

Jellyfish – Bellybutton




Jellyfish – Bellybutton


Besetzung:

Andy Sturmer – vocals, drums, some guitar & keyboards
Roger Joseph Manning Jr. – keyboards, piano, harpsichord & vocals
Jason Falkner – guitars, bass & background vocals

Gastmusiker:

Steven Shane McDonald – bass on "All I Want Is Everything", "Now She Knows She's Wrong" & "Baby's Coming Back"
Chuck Findley – trumpet
Tommy Morgan – harmonica
Steven Shane McDonald – bass
John Patitucci – upright bass
Lenny Castro – percussion
Luis Conte – percussion
Frank Marocco – accordion
Sid Page – string accompaniment


Label: Charisma Records


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Pop


Trackliste:

1. The Man I Used To Be (4:33)
2. That Is Why (4:16)
3. The King Is Half-Undressed (3:46)
4. I Wanna Stay Home (4:06)
5. She Still Loves Him (4:31)
6. All I Want Is Everything (3:44)
7. Now She Knows She's Wrong (2:35)
8. Bedspring Kiss (5:04)
9. Baby's Coming Back (2:57)
10. Calling Sarah (4:03)

Gesamtspieldauer: 39:32



Jellyfish war eine Pop-Band aus San Francisco, die in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts lediglich zwei Alben veröffentlichte, bevor sie sich wieder auflöste. Leider muss man sagen, denn was die drei Musiker damals an Musik auf Platte pressten, war durchaus hörenswert.

„Bellybutton“ hieß das erste Album von Jellyfish und wurde 1990 veröffentlicht. Die Platte ist vollgestopft mit „Gute Laune“-Pop, der unweigerlich ins Ohr geht, da man den Jungs wahrlich nicht das Gespür für die eingängige Melodie absprechen kann. Dazu gesellt sich häufig ein sehr gut arrangierter mehrstimmiger Gesang, der vor allen in den jeweiligen Refrains zum Tragen kommt. Das klingt alles perfekt herausgearbeitet und sehr wohl durchdacht. Das Album läuft in einem Zug durch und lässt dabei immer wieder aufhorchen. Ein überzeugendes Lied reiht sich hier an das nächste, alles ist hörbar und man denkt zwangsläufig an einen schönen Sommertag, den man mit dem Cabrio durch eine schöne Landschaft durchfährt. Höhepunkt dabei ist sicherlich „The King Is Half-Undressed”. Ein Lied voll Fröhlichkeit und Eingängigkeit, welches man auch nach vielen Jahren noch nicht aus den Ohren bekommt. Ohrwurmcharakter sicherlich vorhanden und dazu diese Nachhaltigkeit, die einem manchmal in der Musik begegnet, jedoch niemals selbstverständlich ist.

Ausfälle gibt es auf „Bellybutton“ ebenfalls nicht zu verzeichnen. Alles hat seine Qualität und weiß zu überzeugen. Das alles ist natürlich keine sehr anspruchsvolle Musik. Hier gibt es keine vertrackten Stellen oder aber Lieder beziehungsweise Passagen, die vom Ohr des Hörers erst mal erarbeitet werden wollen. Muss allerdings auch nicht sein. Die Scheibe kann man einfach einlegen und sich an freundlicher Musik erfreuen, die nichts anderes möchte, als den Hörer zu unterhalten. Und genau das schafft sie auch.

Fazit: Schöne Pop-Musik, die ins Ohr geht bekommt man auf „Bellybutton“ von Jellyfish zu hören. Lieder und Musik können manchmal so einfach sein, wenn denn eine gute Idee dahintersteckt – denn von der Umsetzung her sind die Lieder keineswegs einfach gestaltet. Somit klingt dieses Album sehr überzeugend, da hier eine Band einen Weg gefunden hat, ohne große Umwege zum Ohr des Hörers zu gelangen. Manche Vergleiche zu den Beatles lassen sich dabei wahrlich nicht absprechen. Wie diese wohl in den 90ern geklungen hätten? Wie Jellyfish auf „Bellybutton? Zehn Punkte.

Anspieltipps: The King Is Half-Undressed



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